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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-11-20 · Heft 47 (20.11.1914) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 47 (20.11.1914)
Date
1914-11-20
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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2 Ausdruck zu bringen, so daß der lebhafte Beifall sich ganz unwillkürlich kundgab. Berlin, 17. November. Das Eiserne Kreuz erhielten: Stabsarzt Dr. A. B a m b e r g e r , Oberarzt Tr. S. I a c o b i u s , Bizefeldwebel und Offizierstellvertreter, Referendar Carl Casparh, Frauenarzt Dr. Robert M üllerheim, Unteroffizier d. L. Hermann O p P e n h e i m, Beamter der Disconto-Gesellschast, stud. phit. Ferdinands B r a n n, Lohn des Bankiers Hermann Braun, Unteroffizier d. R. Eugen London, Kammergerichtsreferendar Hans B e r n st e i n , Einjahrig-Freiwilliger Unteroffizier Kammergerichtsreferendar Dr. Rudolf C o h n , der Arzt Tr. Wilhelm G i n s - berg, Sohn des verstorbenen Fabrikbesitzers Adolf Ginsberg, Unteroffizier des Telegraphenbataillons Dipl. - Ing. Ernst B l a s ch k e , Sohn des Repräsentanten der Berliner jüdischen Gemeinde Professor Blaschke, Tr. Richard B l u m, Mitbegründer des Berliner Turnvereins Bar Kochba, Leutnant Tr. Alfred Fürstenb e r g, Lfsizierstellvertreter Tr. Lion, Unterarzt Tr. G i n z - berg, Hans Lipschitz, Gefreiter Engen Hirschberg, Feldunterarzt Tr. Curt Cohn und sein Bruder Bizewachtmeister Kaufmann Franz Cohn, der gleichzeitig zum Wachtmeister befördert wurde. Einjähriger Unteroffizier Rudolf E b st e i n , Stabsarzt Tr. Alfred I a p h n , Reservist Kurt H i r s ch f e l d, Assistenzarzt d. R. Tr. Richard Hamb u r a e r, Assistenzarzt im 64. Reservefeldlazarett Tr. Erich H e r zberg, Sohn des Sanitätsrats Tr. Herzberg, Arzt Tr. Siegm. M e y e r s o h n - Pankow, Rechtsanwalt am Kammergericht Tr. Ernst M a r e tz k i, Sohn des Geheimen Sanitätsrats Tr. Maretzki, Stabsarzt Tr. Franz Wohlan er, Tr. Felix T h e i l h a b e r, Kaufmann Robert N e u m a n n , in Firma Rosenberg u. Krnmbeck, Tr. med. Fritz M n n k - Groß-Berlin. Tie gleiche Auszeichnung erhielten: Offizierstellvertreter Salli E d e l - Schneidemühl, Rechtsanwalt Tr. Dl a n n e b e r g - Oppeln, Leutnant d. R. im Königlich Bayerischen Infanterieregiment „König", Assistenzarzt Tr. Hugo L a b a n d, Musketier Herbert Rosenthal, Kriegsfreiwilliger Blaß, Tr. med. Richard Weigert, Unteroffizier P o e h m, Stabsarzt Tr. Erich B r u ck, Kaufmann Artur ^(U r a s ch , Bizewachtmeister d. R. Hans S i l b e r st e i n, Unteroffizier C o h n im Reserveinfanterieregiment 38, Kinderarzt Tr. Walter F r e u n d - Breslau, Stabsarzt Tr. Hugo Cohen-Tortmnnd, Unteroffizier Heinz M a rch a n d - Elberfeld, Tr. Bernhard R o s e n t h a l, Tr. Karl F r e n k e l, Dr. Erwin M e y e r , Manfred R o s e n b l a t t - Frankfurt a. M., Tr. Mar K u n z e - Freiburg i. B., Oberarzt d. R. Tr. M. G u m p r i ch - Karlsruhe i. B. (liegt schwer verwundet im Lazarett zu Tüsseldors), Gefreiter Hermann N e u m a li ii Senufeld i. B., Ofsizierstellvertreter ^)lechtsauwalt Dr. Mar G o l d b e r g - Düsseldorf, Selmar B ü t o w - Gera, Stabsarzt Dr. Artur I a c v b s o h n - Wormditt (Ostpreußen), Unteroffizier Max Nethe, Spezialarzt Tr. Emil M e i r o w s k y und Emanuel A l e r a n d e r - Köln. Aus Weißenburg i. E. wird uns geschrieben: Das Eiserne Kreuz haben erhalten: Tr. Ernst Theodor, Arzt in Straßburg i. E., Tr. Nordm a n n, Arzt in Mülhausen, Unteroffizier Lamy B r o m, Rabbinatskandidat in Straßburg i. E. Ter Rabbinatskandidat K o h n aus Tiedenhofen, dessen Ernennung zum Rabbiner in Tiedenhosen das israelitische Konsistorium von Lothringen vollziehen mußte, ist nunmehr, nachdem derselbe seine Studien an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin abgeschlossen batte, vom Ministerium von Elsaß-Lothringen zum Rabbiner des Rabbinatsbezirks Tiedenhofen bestätigt worden. - Ferner wird uns mitgeteilt: Tr. Alfred Singer, Sohn des verstorbenen j Rabbiners Tr. Singer aus Koblenz a. Rh., hat das Eiserne Kreuz j erhalten. In der Begründung heißt es: wegen hervorragender Für-! sorge bei den Berwundeten, wegen Mut und Tapferkeit vor dem j Feinde beim Verbinden Verwundeter. Tr. Singer, der Oberarzt! beim Königin-Augusta-GardegrenOierregiment Nr. 4 ist, ist; gleichzeitig zum Bataillonsarzt befördert worden. Aus Nürnberg! wird uns geschrieben: Folgende hiesige Herren haben das Eiserne Kreuz erhalten: Theodor Frank, Oberleutnant im 6. bayerischen Feldartillerieregiment, Mar Lorch, Einjähriger Unteroffizier im! 10. bayerischen Feldartillerieregiment, Rechtspraktikant und Offizierj stellvertreter Tr. Leo L a u d e n b e r g e r im 66. bayerischen Reserve- ' insanterieregiment. Einjähriger Unteroffizier W a l l e r st c iner j im 6. bayerischen Feldartillerieregiment, Gustav Schloß, Leutl nant d. R. im 14. bayerischen Infanterieregiment, Dr. Felix Lehmann, Stabsarzt im 90. Infanterieregiment, Julius Lauer, . Unteroffizier d. R. im 14. Infanterieregiment, Feldmagazinsinspektor Ernst Gries mann, Rechtsanwalt Dr. Le vor, Vizefeldwebel beim 6. bayerischen Landwehrinfanterieregiment, Dr. Frankenau, Oberarzt d. R. im 1. bayerischen Chevaulegerregiment, Oberarzt d. R. Max Strauß im 12. bayerischen Feldlazarett, Hans Glaser, Vizeseldwebel im 120. württembergischen Landwehrinfanterieregiment, Karl Putzel, Unteroffizier im 7. bayerischen Landwehrinfanterieregiment. Die gleiche Auszeichnung erhielten ferner: Samuel Bauer aus Bayreuth, Bizefeldwebel d. R. im 2. bayerischen Reservesußartillerieregiment, Wilhelm Oppenh e i m e r - Schweinsurt, Ofsizierstellvertreter Arthur H i r s ch b erg, Sohn des Kommerzienrats Ferdinand Hirschberg-München, Hans Silber m a n n aus Breslau, Bizewachtmeister d. R. im 21. Feldartillerieregiment, Einjähriger Unteroffizier Walter F e l d b e r g aus Stettin im Pommerschen Feldartillerieregiment- Nr. 38, Rechtsanwalt Tr. Eugen Strauß aus Augsburg, Oberleutnant im 2. bayerischen Infanterieregiment Otto Beer aus St. Ingbert, Einjähriger Unteroffizier im 2. bayerischen Infanterieregiment. 22 Berlin, 17. November. Auf dem Friedhof in Weißensee wurde der Leutnant Alfred E p st e i n, angehörig dem 2. Korps der österreichischen Feldkanonenbatterie, bestattet. Epstein, bcffeu Familie in Berlin lebt, hatte sich bei den Ausbildnngsübungen in Triest eine tödliche Erkrankung geholt und ist so im Dienste des Vaterlandes gefallen. Seine Kameraden und Mannschaften hatten Kränze gesandt. Als Vertreter des Konsulates war ein österreichischer Offizier erschienen. Herr Rabbiner Tr. Rosen zweig gedachte des jungen Heldentums des Verschiedenen, der auf dem für gefallene Krieger bestimmten Ehrenplätze beigesetzt wurde. B. Beuthen O.-S., 13. November. Zwei sehr geschätzte und angesehene Mitglieder unserer Gemeinde, der Präsident der Mamrek-Loge, Rechtsanwalt Tr. F ritz R i e s e n f e l d , und Kaufmann E r i ch N v t h m a n n (in Firma Simon Nothmann) waren in der Verlustliste als „vermißt" aufgeführt. Alle Nachforschungen nach ihnen blieben resultatlos. Ihren in bangster Sorge lebenden Angehörigen ging mm die Mitteilung der Vermißten zu, daß sie in Tobolsk u. K. i in Sibirien als Kriegsgefangene leben. Von allgemeinem Interesse! ist diese Mitteilung für alle diejenigen, welche in Ungewißheit über das Schicksal vermißter Angehöriger in entsetzlicher Seeleuangst leben. Man muß Gottvertraueu haben und sich von pessimistischen Gedanken frei machen. — Ter hiesige Stabsarzt Tr. Martin Nothmann wurde mit dem Eisernen Kreuz dekoriert. — Rabbiner Tr. N r schkvwski, seit 1910 Wauderrabbiner für rabbinerlvse Gemeinden in Oberschlesien, mit Sitz in Kattowitz, ist von den Gemeindekollegien e i n st i m m i g znm zweiten Rabbiner der hiesigen Gemeinde gewühlt worden und tritt sein Amt am 1. Januar kommenden Jahres an. — Breslau, 13. November. Gegen die Mission, welche die Verführung zum Abfall vom väterlichen Glauben schon unter den zarten Kindern betreibt, ist der hiesige Jüdische Trenbnnd vergegangen und hat die Hilfe der jetzt in Kriegszeiten allein zuständigen Behörde, des stellvertretenden Generalkommandos, angernfen, da dieses bestrebt ist, die Einheit des Volkes nicht durch Aufhetzung eines Teiles stören zu lassen. Das Generalkommando hat die Sache dem Polizeipräsidium zur weiteren Veranlassung abgegeben, und dieser hat dem Vorsitzenden des Jüdischen Treubundes, Herrn Eugen Freund, mündlich eröffnet, daß der Missionar zwar die Angaben bestreite, daß die Behörde aber seinem Ersuchen als berechtigt Folge geben werde. M. Hamburg, 13. November. In der letzten Sitzung des R etz r ä s e n t a n t e n k o l legi u m s d e r D e u t s ch - I s r a e l i t i s ch e n G e m einde stand nachstehender Antrag des Gemeindevorstandes zur Beratung: „Die stetig wachsenden Geschäfte des Vorstandes der Gemeinde machen es notwendig, die Anzahl der Mitglieder des Vorstandes zu vermehren. Ter Vorstand der Gemeinde hat daher beschlossen, die Zahl der Mitglieder des Vorstandes ans nenn zu erhöhen und beantragt hierzu die Genehmigung des Repräsentantenkollegiums gemäß 8 33 Absatz 6 der Verfassung der Gemeinde." Herr A l e r a n d e r stellt hierzu den Antrag, die Zahl der Mitglieder des Repräsentantenkolleginms von 15 auf 21 zu erhöhen. Herr L i s s e r ist der Ansicht, daß die Begründung des Antrages des Gemeindevorstandes nicht genügend sei, um ohne weiteres dem Anträge znstimmen zu können. Ter Redner weist ans die weit komplizierteren

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