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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-10-30 · Heft 44 (30.10.1914) · p. Seite 528

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 44 (30.10.1914)
Date
1914-10-30
Page
Seite 528 (sequence 12)
Language
German
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528 aber das Ganze macht, wenn ich auch keine Gelegenheit hatte, die Angaben nachzuprüfen, den Eindruck eines guten, aus zuverlässigen Hilfsmitteln herbeigeholten Buches. Die Darstellung ist einfach und gut lesbar. L. G. Mchrremlsuk. Befvrechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Judenstaat und Judensaat von Benjamin Wechsler, Frankfurt a. M. Preis 30 Pfennig. Im Selbstverlag. Druck von Kern und Birner, Frankfurt a. M. Zur Revision des bayerischen Judenediktes. Vortrag, gehalten am 12. Februar 1914 im Alhambrafaale zu Würzburg von Dr. Robert Piloth, außerordentlicher Professor des Staatsrechtes. Frankfurt a. Dt. Verlag des Israelit G. m. b. H. 1914. Beiträge zur Geschichte der Juden in Steiermark von Dr. Artur Rosenberg. (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutsch- Oesterreich, herausgegeben von der historischen Kommission der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, 6. Band.) Wien und Leipzig. Wilhelm Braumüller, k. und k. Hof- und Universitätsbuchhändler. 1914. „Der Herr ist mein Licht" (Psalm 27), Predigt, am Bettage (9. August 1914) gehalten in der Synagoge zu Schwerin i. M. von Dr. S. Silberstein, großherzoglichem Landesrabbiner. Der Reinertrag ist für das Kricgshilfswerk bestimmt. Preis 30 Pfennig. Gott mit uns! Zwei Reden, beim Ausbruch des Krieges gehalten in der Hauptsynagoge zu Karlsruhe von Dr. Dt. Appel, Stadt- und Kon serenzrabbiner. (Aus Wunsch des Synagogenrats in Druck gegeben.) Der Reinertrag ist für das Rote Kreuz bestimmt. Karlsruhe. Kommissionsverlag von A. Bielefelds Hofbuchhandlung (Liebermann u. Cie.) 1914. Tiberius Alexander. Ein Lebensbild aus der Zeit der Zerstörung Jerusalems. Von Professor Dr. Julius Reach. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. Herallsgegeben von Dr. Dt. Grunwald, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. 17. Jahrgang, 2. Heft. (Der ganzen Reihe 50. Heft.) Diese Mitteilungen erscheinen zugleich als Organ der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg. Wien 1914. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Jlldentums, begründet von Z. Frankel, Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Herausgegeben von Dr. M. Braun. 58. Jahrgang, neue Folge, 22. Jahrgang, Mai-Juni 1914. Breslau, Köbnersche Verlagsbuchhandlung. (Barasch und Riesenfeld.) Chibbllr ha Meschicha weha-Tischboreth, Lehrbuch der Geometrie des Abrahmn bar Chija. Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Dr. Michael Guttmaml, Professor an der Landesrabbinerschule zu Budapest. Zweites (Schluß-) Heft. Verein Mekize Nirdamin. Berlin. Druck von H. Jtzkowski, Auguststraße 69. 1913. Sefer Rabiah, enthaltend Tezisionen, Novellen ilnd Respousen zum Dallnud von Rabbi Elieser ben Rabbi Johel Ha-Levi. Nach Handschriften ediert und mit kritischen und erläuternden Anmerkungen versehen von Dr. V. Aptowitzer. Band 1, Heft 2. (Schluß.) Verein Mekize Nirdamin. Berlin, Druck von H. Jtzkowski, Auguststraße 69. 1913. Midrasch ha-gadol zum Buck)e Exodus nach einer Handschrift der Königlichen Bibliothek zu Berlin und anderen Handschriften von Dr. D. Hofsmann. Erstes Heft. Verein Mekize Nirdamin. Berlin. Druck von H. Jtzkowski, Auguststraße 69. 1913. Wenn du in den Krieg ziehst . . . Predigt, gehalten am Sabbat, ben 29. August 1914, von Tr. Emanuel Schwartz, Prediger am Prager Tempel. Prag 1914. Verlag von Jakob B. Brandais. Andachtsbüchlein für die jüdischen Krieger und deren Angehörige. Von Rabbiner Dr. Bamberger in Schönlanke. Berlin 1914. Druck von H. Jtzkowski. Drei gottesdienstliche Vorträge. Aus Anlaß des beginnenden Völkerkrieges gehalten in der Synagoge zu Bamberg von Rabbiner Dr. A. Eckstein. Der Ertrag wird der städtischen Kriegsfürsorge und dem Roten Kreuz zugewendet. Gedruckt in der Handelsdruckerei zu Bamberg. The Game of Doeg. A story of the hebrew People by Eleanor E. Harris with illustrations bv Alfred Feinberg, Philadelphia. The jewish publication Society of America. 1914. Kommentar zu Ezechiel und den zwölf kleinen Propheten von Eliezer aus Beaugency. Zum erstenmal herausgegeben und mit einer Abhandlung über die nordfranzösischen Bibelexegeten eingeleitet von Samuel Poznanskl. Einleitung. Verein Mekize Nirdamin. Warschau. Druck von H. Eppelberg, Bednarska 26. 1914. Sprrchlaal. Aufruf. Namenloses Weh hat der Krieg über unsere galizischen Brüder gebracht. Sie haben ihr ohnedies dürftiges Hab und Gut im Stiche gelassen und durch rasche Flucht bloß das nackte Leben gerettet. Die Fürsorge des Staates richtet sich darauf, sie in Mähren und Böhmen unterzubringen. So wurden Pohrlitz 6000 dieser Unglücklichen zugewiesen. Die staatliche Fürsorge reicht aber nicht aus; hier sind sofortige private Opfer dringend geboten, um die Aermsten vor Hunger und Külte zu schützen. Unsere Kultusgemeinde beschloß eine für ihre Verhältnisse namhafte Summe sofort zu spenden, um dem schrecklichen Elend für den Anfang zu steuern. Die furchtbare Notlage wird aber dadurch wenig geändert. Daher bitten wir jeden Menschenfreund, jeden Juden herzlichst nach seinen Kräften um Mithilfe. Die kleinsten Beträge werden dankend angenommen. Außer Geldspenden sind auch Gaben an Kleidungsstücken, Wäsche, vor allem warmen Decken dringend geboten. Spenden sind an Herrn Her m a n n S ch n a b l, Kultusvorsteher in Pohrlitz in Mähren zu spenden. (Postsparkassenkonto Nr. 129 166.) Pohrlitz, im Oktober 1914. Für das Hilfskomitee: H e r m a n n Schnabl, Kultusvorsteher. * E i n e Ehrung für David W o l f f s o h n. Der Tod David W o l f f s o h n s, dessen ganzes Sinnen dem Wohle und der Auferstehung des jüdischen Volkes gewidmet war, hat auf alle Gesinnungsgenosse den tiefsten Eindruck gemacht. Allenthalben gibt sich das Bestreben kund, dem Manne, welcher nach Herzls Tode der Zionistischen Weltorganisation über die schwerste Zeit hinweggeholfen und sie zu immer größeren Leistungen emporgebracht hat, die Dankgefühle in einer des Verstorbenen, würdigen Weise zum Ausdruck zu bringen. David Wolffsohn hat dem Jüdischen Nationalfonds vom ersten Moment bis über das Grab hinaus das lebhafteste und unmittelbarste Interesse bewahrt. Als Vizepräsident des N. F. - Direktorin m s hat er bei allen Aktionen und Unternehmungen in Palästina mit stillem klugen Rat und seiner reichen Erfahrung mitgewirkt. Ebenso hat er für jede neue Propaganda-Aktion zur Vermehrung unseres Volksschatzes still unausgesetztes Jllteresse bekllndet. Als die Frage der Errichtung voll A r b e i t e r - F a m i l i e n h ä n s e r n in den palästinensischell Kolonien aktuell wurde, entschloß sich Wolffsohn, den aus Anlaß stiller silbernen Hochzeit voll den deutschen Zionisten gestifteten „Davidll n d - F a n n y - W o l f f s o h n f o n d s" dem Jüdischen Nationalfonds allgliedern zll lassen, danlit er dauernd und in inlmer wachsendem Maße der Arbeiterwohlfahrt zugute fommt. Mit Rücksicht auf die Stellilllg des Verstorbenen als Vizepräsident des N. F.-Direktorillms nahm das Hauptbureau während seiner Lebzeiten davon Abstand, eine besondere Propagandaaktion für diesen Fonds einzuleiten. Die Spenden haben darum bis zu seinem Todestage nur den verhältnismäßig geringen Betrag von 31662 Mark erreicht. Mit dieser Summe wurde indes bereits Ersprießliches unter Anteilnahme Wolffsohn s in Palästina geleistet. Es wurden an Arbeiterfami'lienhäusern errichtet: Je 5 Häuser in Petach-Tikwah und Rechoboth, 4 Häuser in Rischon le Zion, 1 Haus in Wadi Chanin. Weiter wurde eine kleine Arbeiter-Heimstättenkolonie auf Neu-Merchawjah begründet. David Wolffsohn hat auf die künftige Entwicklung und Wirksamkeit dieses Fonds große Hoffnungen gesetzt und dem auch in seinen letztwilligen Verfügungen Ausdruck gege.ben. Nunlnehr erachtet es das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds an der Zeit, an alle Zionisten den Appell zu richten, den David-und- Fannh-Wolfffohnfonds so ausgestalten zu helfen, daß er seinem im Vordergründe unserer Kolonisationsarbeit stehenden Zweck gerecht lverden kann. Dies lvird ein würdiges Denkmal des großen Verstorbenen sein. Eille lveitere Ehrung unseres dahingegangenen Führers besteht in der Herausgabe einer Wolffsohn-Marke, die die markanten Züge des Verstorbenen außerordentlich getreu wiedergibt, und die in nächster Zeit die Briest jedes Zionisten zierell sollte. Die Marken haben dieselbe Größe wie die Herzl-Marken; in fünf Farben hergestellt und in Heftchen von 40 Stück, sind sie zum Preist von 2 Mark bei allen Sammelstellen des Jüdischen Nationalfonds zu erhalten. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds.

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