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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-07-03 · Heft 27 (3.7.1914) · p. Seite 324

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 27 (3.7.1914)
Date
1914-07-03
Page
Seite 324 (sequence 12)
Language
German
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einet* anderen Skizze: „Le eongres daaisant“, womit der Wiener Kongreß gemeint ist - man sieht schon aus diesem Titel das Vorwiegen des Feuilletonistischen — werden die jüdischen Salons kaum gestreift. In einer dritten dagegen: „Gesellschaftsbilder aus dem alten Wien" wird etwas ausführlicher von dem Hause des Bankiers Arnstein gesprochen. - Schon aus diesem Grunde hielt ich mich für verpflichtet, von dem neuen Werke zu sprechen. Aber da viele unserer Leser sich für allgemeine Literatur und Kultur interessieren, sei ihre Aufmerksamkeit auf das allerliebst ausgestattete und höchst unterhaltende Buch nachdrücklich gelenkt. L. G. * — Zeitgemäße Betrachtu n g en zu allen Wochena b s ch n i t t e n d e s I a h r e s. — Zweite, vergrößerte und vermehrte Auslage. — Bon Tr. Feli x Kanter, Rabbiner in Znnttau. Brünn, Jüdischer Buch- und Kunstverlag, Max Hickl. 1913. (vin homiletisches Werk, das eine zweite Auflage erlebt, dürfte in der jüdischen Literatur gewiß eine Merkwürdigkeit darstellen. Der Vorzug dieser Betrachtungen, welche alle Sabbate des Jahres umfassen, liegt in ihrer Prägnanten Kürze und in der geschickten Art, nne das Bibelivort und das Midraschgleichnis in eine Beziehung zu zeitgemäßen Fragen gebracht werden, die das Judentum und seine Bekenner bewegen. Es sei diesen homiletischen Aufsätzen eine recht große Verbreitung gewünscht. Sie besitzen tatsächlich die innere Kraft, um, nach dem Wunsche des Bersassers, „den Sinn und das Verständnis für die heilige Thora bei unseren Glaubensbrüdern zu ertvecken und sie zur Vertiefung in das Studium der göttlichen Lehre anzuspornen und anzueisern". F. G. # — Sinai-Briefe an m einen Ressen Fritz. Eine moderne Glosse von einem Rechtsgelehrten. Reuwied a. Rh. 8°. 132 Seiten. 1,80 Mark. An der Hand des sinaitischen Zehnwortes entwickelt der ungenannte Verfasser seine Lebens- und Weltanschauung. Die Einteilung der Briefe ist in ihrem ersten Teile nicht ganz klar; sie behandeln nach dem einleitenden ersten Briefe, der Philosophisches (sie!) Wirrnis betitelt ist, und dem zweiten Briese, der den Text des Zehngebvtes wiedcrgibt, 3. die Gotteslehre, 4. Eltern und Kiudesveryältuis, 5. den Menschen, 6. das Wunder und die sittliche Gesetzmäßigkeit, 7. Knechtschaft und Freiheit, 8. Freiheit und Gewöhnung (Erziehung), Glaube, 9. Gottesverehrung, 10. und 11. Liebe und Gerechtigkeit. Klarer schließen sich die folgenden fünf Briefe, die die letzten Sätze des Zehnwortes behandeln: 12. Bom Leben und Töten, 13. Von der Liebe, die sich irren kann, 14. Vom Arbeiten, Besitzen und Stehlen, 15. Bon guten und üblen Worten, 16. Bom Wollen und Gelüsten. Ein 17. Brief, betitelt: Das Ende wird zu einem Beginn, macht den Schluß. Als der Versuch eines Mannes, der sich im Leben zurechtzufinden sucht und sich eine sittliche Weltanschauung aufzubauen bemüht, mag die Schrift anerkannt werden. Anspruch auf wirklichen'Wert kann sie schwerlich erheben: sie verrät weder Originalität der Gedanken noch der Darstellmtg und reizt nach der Lektion eines Teiles nicht, das Ganze zu Ende zu lesen. Immerhin sind die in letzter Zeit sich wiederholenden Versuche jüdischer Kreise, Stellung zu den Fragen des Lebens und der Religion zu nehmen, als Zeichen eines starken, auch in unserer Mitte wieder erwachenden religiösen Bedürfnisses zu begrüßen. Dr* N — Ttengel, M. K6l Jehuda, Hebräische Fibel. Wien ION. Verlag Josef Schlesinger. Mit diesem Werke hat der Verfasser sich den Dank aller Fachlettte erworben. Der Laie begreift es nicht, wie schwer es ist, ein Lehrbuch für den ersten Unterricht des Hebräischen zu schreiben. Pädagogisches Können und tiefes Erfassen des hebräischen ^prachgeistes sind unbedingte Voraussetzungen hierzu. Diesen beiden Bedingtmgen entspricht vorliegendes Werk in jeder Weise. Die einzelnen Leseübungen sind auf das Mindestmaß beschränkt, auf das Fortschreiteu vom Leichten zum Schweren wird Bedacht genommen. Die Merkwörter, die jeder einzelnen Hebung vorausgeschickt werden, weisen schon auf den zweiten Vorzug des Buches hin. Kein Wort in dem ganzen Werke ist unhebräisch. Ganz besonders zu bewundern ist es, daß der Verfasser die Fibel zugleich zu einem Uebungsbuche für Liturgie, biblische Geschichte und jüdische Sitteulehre zu gestalten wußte. Aber auch der Verlag hat sich bemüht, den Wert dieses Buches durch schönen Druck und netten Einband noch zu erhöhen, und trotzdem ist der Preis des Büchleins ein ganz bescheidener. Jeder Lehrer und jeder Vater versäume es nicht, diese Fibel, die ein wahres Kunstwerk ist, sich anzuschasfen. Amitai. löücheremlsuk. Besprechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Religiöse Strömungen in der Jndenheit der Gegenwart. Bortrag von Dr. Wilhelm Knöpsmacher. Gehalten im Humanitätsverein „Wien" B. B. am 18. März 1913. Separatdruck aus den Zweimonatsberichteu des Hmnanitätsvereins B'nai B'rith. 1914. Druck von Herrn. Liebermann, Wien. Ans der inneren Geschichte der Juden Frankfurts im XIV. Jahrhundert (Judengasse, Handel und sonstige Berufe). Bon Oberlehrer Prof. Dr. I. Kracauer. Jahresbericht des Philanthropins, Realschule und Lyzeum der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. Ostern 1914. Frankfurt a. M. Druck von M. Lehrberger & Co. 1914. Philanthropin, Realschule und Lyzeum der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M., Hebelstraße 15/19. Jahresbericht Ostern 1914. Inhalt: Schulnachrichten. Von Direktor S. Adler, Frankfurt a. M. Druck von Kumpf & Reis. 1914. The Teacliers’ Institute of the Hebrew Union College. Program 1913/14. Doktor Kohu. Ein Lebenskampf von Max Rordau. Vierte Auflage. Ernst Hofmann & Co., Berlin W. Druck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig. The Haskalah Movement in Russia. By Jacob S. Raisin, Ph. D., D. D. Author of „Sect, Creed and Custom in Judaism“ etc. Philadelphia. The Jewish Publication Society of American. 1913. Julius Salomon og Josef Fischer. Mindeskrift I Anledning af Himdredaarsdagen for Anordningen ef 29. Marts 1814. En Fremstilling af Idiske Retsog Livsforhold I Udland og Indland Navnlig- I Tiden Omkring Aar 1800. Med en Sämling Arkivala. Udgivet af Danmark Loge U. 0. B. B. No. 712. Kobenhavn 1914. Trykt Hos. J. Jorgensen & Co. (Ivar Jantzen.) Wilhelm Raabe, Schriften. Inhalt: Die Chronik der Sperlingsgasse. Ein Frühling. Die alte Universität. Der Student von Wittenberg. Lorenz Scheibenhart. Ein Lebensbild aus wüster Zeit, Einer aus der Menge. Der Weg zum Lachen. Mit einer Einleitung von Prof. Dr. Ludwig Geiger. Besorgt und herausgegeben von Dr. Ferdinand Hesse. Erster bis dritter Band. Verlegt bei R. Jacobsstähl & Co., Berlin-Schöneberg. The real life by Rabbi Louis Grossmann. D. D. New York, The Bloch Publishing Co. 1914. Der jüdische Kuktnsbeamte, seine Existenz und Zukunft. Anhang zum „Liturgischen. Handbuch". Bon Lion Wolfs. Der Rapoleonische Erlaß von 1808 wegen der Vor- und Zunamen der Juden und seine Ausführung in Worms. Von Max Leoy, Worms. 1914. Buchdr,uckerei Eugen Kranzbühler. Gebr. Cnyrim, Worms. Gegr. 1700. Hebt richtige Wanderarmen-Fürsorge. Berlin 1914. Deutsche Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge. Geschäftsstelle: Bureau des Dentsch^Jsraelikischen Gemeinde-Bundes, Berlin W 35, Steglitzer Straße 85. Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des XI. Zionisten- 'kongresfes in Wien vom 2. bis 9. September 1913. Herausgegeben vom Zionistischen Aktionskomitee. In Kommission beim Jüdischen Verlag. Berlin und Leipzig 1914. Chassidismus und Zaddikismus. Von Dr. I. I. Riemirower, Rabbiner der spaniolischen Gemeinde in Bukarest. Druck und Verlag der -Graphischen Anstatt Albert Baer, Bukarest. 76./1913. Preis 3 Lei. Monnmenta Hebraica, Monumenta Talmudica. Unter Mitwirkung zahlreicher Mitarbeiter herausgegeben von Prof. Dr. Karl Albrecht, Oldenburg i. Gr., Dr. Salomon Funk, Boskowitz, Prof. Dr. Nivard Schlögl, Wien. Zweiter Band: Recht, bearbeitet von Salomon Gandz, zweites Heft. Orion-Verlag, Gesellschaft m. b. H., Wien VIII/2, Alserstraße 47. Zweiunddreißigster Bericht der Lehranstalt für Oie Wissenschaft des Judentums in Berlin N 24, Artilleriestr. 14. Berlin. Druck von H. Jtzkvwski. 1914.

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