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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-06-05 · Heft 23 (5.6.1914) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 23 (5.6.1914)
Date
1914-06-05
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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--'-Tr-r.vh' '■.- —- 5 - suchen den Tod fand. — Am 27. Mai ist in Gleiwitz Herr Justizrat & i e g m und Schüller gestorben. Der allznsrühe Heirngang dieses Prächtigen Mannes bedeutet für die Judenheit Oberschlesiens einen schweren Verlust. Seit dem Jahre 1891 hat er als Repräsentant, später als Vorstandsmitglied und lange Jahre hindurch als erster Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Gleiwitz und Vorsitzender des Verbandes der Shnagogengemeinden Oberschlesiens segensreich gewirkt und mit Wärme und Eifer die Interessen seiner Glaubensgenossen vertreten. Er war auch Vorsitzender des Kuratoriums des jüdischen Waisenhauses in Rybnik und zählte Zu den eifrigsten Mitgliedern des Ausschusses des Verbandes der deutschen Juden, an dessen Bestrebungen er den regsten Anteil genommen hat. Ehre seinem Andenken! — Aus Posen wird uns geschrieben: Aus Anlaß der goldenen Hochzeit hat die königliche Regierung dem Gustav unb Rosalie Goldschmidt schon Ehepaar Hierselbst di>e Jubiläumsmedaille verliehen. Die lleberreichung erfolgte durch Herrn Rabbiner Tr. Silb e r b e r g im Beisein einiger Herren der Verwaltung mit einer ent sprechenden Ansprache. — Der Landtagsabgeordnete I u st i z r a t Wolfs- L i s s a ist am vergangenen Sonntag in Berlin gestorben. Nekrolog folgt. — In Belgrad ist Herr Isidor L e v i n st e i n, der langjährige erste Vorsteher der jüdischen Gemeinde und der Chewra Kaddischa, im 67. Lebensjahre verschieden. — Dem Leipziger Rabbiner i Dr. N. Porges ist in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen von dem königlich sächsischen Kultusministerium der Professortitel j verliehen worden. — Am 14. und 15. Juni d. I. findet im | Kristallpalast in Leipzig der 14. D el e g i e r t e n t ag der Zionistii scheu Vereinigung für Deutschland statt. Den Rechenschaftsbericht wird Rechtsanwalt Dr. Ha n t k e - B-eriliu erstatten. ll. a. sind folgende Reseraite vorgesehen: Schriftsteller Leo M o tz k i n - Berlin: „Das neue Palästina" und Dr. med. Z l o c i st i -Berlin: „Eine deutsche Pflauzungskolonie (Achusah) in Palästina". — Zum Direktor der israelitischen Erziehnngslt ub Unterrichts an statt in Würzburg wurde der langjährige Lehrer der Anstatt, 9t. Mandelbaum, gewählt. - - Wie aus Halberstadt geschrieben wird, hat am 18. vorigen Monats die Halberstädter Wandervogelortsgruppe! beschlossen, zwar die schon früher aufgenouunenen Juden in der Gruppe zu belassen, jedoch keine neuen jüdischen Mitglieder mehr nnfzunehmen. Tie Folgen der Frankfurter Beschlüße machen sich -also schon bemerkbar! — Die jüdische Gemeinde (tu Bad Nauheim hat beschlossen, eine Synagoge der Neuzeit entsprechend zu errichten. Es wurde »ihr ein in der Karlstraße nuwei't der alten Synagoge gelegener Bauplatz von der Stadt gemeinde hierzu als Gescheut übergeben. — Nach dem sieben erschienenen R-echenschafts- Nus Bädern und Kurorten. Bad Lobenstein. Wieder steht die Saison vor der Tür und wieder sucht mancher nach einem Passenden Bade- und Erholungsort, nur sich dort von lästigen, krankhaften Beschwerden vollends befreien Zu lassen, oder auch im allgemeinen die abgespannten geistigen Kräfte neu ztl beleben und sich frische Lebens- und Arbeitskraft zu schaffen. Bei der heutigen großen Zahl von Kur- und Erholungsorten ist es oft sehr schwer, die richtige Wahl zu treffen. Ein in jeder Beziehung günstig veranlagter Kurort ist Bad L o b e u st e i n. Seine prachtvolle landschaftliche Lage, seine klimatischen Verhältnisse und ganz besonders die Mannigfaltigkeit seiner vorzüglichen Kurmittel geben von vornherein die Gewähr zu den besten Hoffnungen. Der soeben neu erschienene Badeprospekt gibt über jede Frage ausführlich Auskunft. Derselbe wird aus Verlangen von der Badedirektion unentgeltlich zugesandt und wird von derselben auch über alles Wissenswerte bereitwilligst Auskunft gegeben. Der Verkehr von Bad Lobenstein ist im ständigen Wachsen begriffen, ein Zeichen, daß es seine Besucher voll befriedigt, von denen eine große Zahl zu seinen ständig wiederkehrenden Gästen zähletr. Bad Salzbrunn übt mit seinen Heilquellen und Kureinrichtüngen nack) wie vor eine große Anziehungskraft auf diejenigen aus, die an Katarrhen der Atmungs- und Verdauungsorgane und an Stoffwechselkrankheiten (Gicht, Zuckerkrankheit) leiden. Die Quellen sind in den Jahren 1907 bis 1910 durch den bekannten Quelleningenieur Scherrer völlig neu gefaßt worden. Ein mustergültiges Inhalatorium für Einzel- und Gesellschastsinhalationen, ein pneumatisches' Institut mit Einzelapparaten und Pneumatischer Glocke, Gurgelhalle mit Einzelkabinen und Radiumemanatoriu'm sind geschaffen worden. Eine moderne, sehr schöne Badeanstalt, das ,,Luisenbad", wurde errichtet, eine geräumige, schmucke Wandelhalle erbaut. Der Hygiene ist überall durch Wasserleitung, Kanalisation, Müllentfernung'Rechnung getragen. Die Straßen sind chauffiert, die einzige gepflasterte ist zur Dämpfung des Geräusches mit eingelegten Gleitschienen versehen. r Die bevorzugte Schreibmaschine. Wir liefern unser Fabrikat auf Bestellung auch mit hebräischen Schriftzeichen. WANDERER-WERKE A.-G. Schönau bei Chemnitz. Vertreter fast an allen grösseren Plätzen. —-J Bad und Kurhaus PASSUGG 829 M. II. M. Hotel I. Ranges mit modernem Komfort. 1910 durch Neubau bedeutend erweitert. 220 Betten, Privatsalons. Appartements mit Bädern. — Tennisplatz. — Elektrische Heizung. — Saison: Mai—Oktober. Angenehmer Frühlingsaufenthalt. Reduzierte Preise bis 15. Juni und ab 1. September. Kein anderes Bad in subalpiner Lage weist so viele vorzttgl. Heilfaktoren auf. IfunMtUl'Ali Stark alkalische und milde Natron- und Eisensäuerlinge. Jodquelie mit hohem IYUrrnlIIt?l. Natrongehalt. Die modernsten und vollständigsten hydro- und hydroelektrischen Bäder-Installationen der Schweiz. Photo- und Aerotherapie. 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