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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-06-05 · Heft 23 (5.6.1914) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 23 (5.6.1914)
Date
1914-06-05
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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6 bericht haitte der Atmosentasten der Frankfurter israelitischen Gemeinde Kn Fahre 1913 folgende Ginnahinen: 61 044,21 Mark Spenden zur BerteiKmg, 17 754 Mark J-ahresbeiträige, 48 317,31 Mark Beiträge für Spezmlsälle, 45 909,29 Mark Ziuserträ'gniss.e und Zuschuß aus der Reserve. Ausgegeben -wurden 161 595,66 Mark für Quartal spenden, monatliche und sofortige Spenden an 1160 Familien und alleinstehende Bedürftige, 11 428,05 Mark Verwaltungskosten. — In Mannheim ist Kommerzienrat Louis Hirsch, der frühere Seniorchef und jetzige Vorsitzende des Aufsichtsrats der weltbekannten Großgetreidefir-ma Jacob Hirsch nr. Söhne, im Alter von 75 Jahren gestorben. 1860 ging er nach Oesterreich-Ungarn, von wo aus er die Getreideausfuhr nach Süddeutschland, der Schweiz und nach Frankreich leitete. 1867 siedelte er .dauernd nach Mannheim über. Seit 1878 war er Mitglied der Handelskammer, feit 1888 Mitglied und handÄsstatistischer Vera rer des kaiserlichen statistischen Amts in Berlin. Seit 1889 bekleidete er das Amt eines Handelsrichters. — Aus Paris wird berichtet: Seit einiger Zeit besitzt auch die französische Hauptstadt ein jiddisches Theater, das regelmäßig drei- oder viermal in der Woche seine Aufführungen veranstaltet und sich eines sehr lebhaften Zuspruches seitens der Jiddisch sprechenden Bevölkerung der Seinestadt zu erfreuen hat. Der kleine Aussührungsraum liegt in der Nähe des Ostbahnhofes in der winkligen Rue de la Fidelite. Hier künden Theaterzettel mit hebräischen Schriftzeichen das Programm an, und am Abend sieht man dann eine bunte Menge aus aller Herren Länder in den Zuschauerraum strömen, um inmitten der fremden Stadt heimatliche Klänge zu hören. — Aus London wird uns geschrieben: Zangwills „Malting- Pot" bildet noch immer eine ungeschwächte Zugkraft des Lommedy- Theaters. Das Stück wird jedoch nächste Woche von einem neuen Stücke Israel Zangwills abgelöst werden. Zangwill hat seiner neuen Schöpfung den Titel „Glasier saints" („Uebertünchte Heilige") gegeben und nennt sie eine hohe Komödie in drei Akten aus dem modernen Leben. — Der König von Griechenland hat dem Präsidenten der dortigen jüdischen Gemeinde A. Constantini das Kommandeurkreuz des Erlöserordens und Herrn Alfred de Rothschild das Ritterkreuz desselben Ordens verliehen. Diese Auszeichnung sowie die Verleihung der Goldenen Verdienstmedaille an den Arzt des Prinzesstn-Alice-Hospitals in Athen, Dr. Abraham Alhanati, erfolgte, wie das dortige jüdische Amtsblatt hervorhebt, in Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste für das Vaterland während der letzten Balkankriege. Dasselbe Blatt meldet auch die Ernennung des Hiskia Sciaky zum Richter erster Instanz am Gerichtshöfe auf der Insel Chio. — Im Alter von 80 Jahren starb der fromme, wohltätige und überall beliebte Rabbiner R. Isaak Menasse in Hasköi (Konstantinopel). Das Volk hatte ihm den Namen „Hechotssid" beigelegt. 7000 Menschen begleiteten ihn zum Grabe. — Einem Artikel der „New Jork Times" über jüdischen Religionsunterricht in New Jork entnehmen wir folgendes: Es gibt in New Jork 29 jüdische Sonntagsschulen mit 5669 Schülern und 217 Lehrern, 42 Shnagogenschulen mit 4131 Schülern und 130 Lehrern, 17 „Institutivnal Thora schools“ mit 6952 Schülern und 140 Lehrern, 224 Talmudschulen mit 10 710 Schülern und 163 Lehrern, 468 Cheders mit 13 952 Schülern und 653 Lehrern; im ganzen also 580 Schulen mit 41 414 Schülern und 1303 Lehrern bei etwa 200 000 schulpflichtigen jüdischen Kindern. — In der Stadt Milwaukee in Amerika besteht schon seit langem unter i>em Namen „die Roosevelt-Garde" eine jüdische militärische Organisation. Wie aus New Jork berichtet, hat dieselbe auf eigene Kosten Rekrutierungsstationen eingerichtet und sich verpflichtet, aus der Mitte ihrer Organisation selbst zumindest zweihundert wehrfähige Männer in den Krieg zu stellen. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnlander, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Masse in Berlin. Oie Gagen der Luden Gesammelt und bearbeitet von Micha Josef bin Gorion Soeben ist erschienen: Band 2: Oie Erzväter Lüdische Sagen und Mythen Geheftet M.7.— In Halbleder gebd. M. s.so In Leder gebd. M. i±- Vorzugsausgabe M. 35.- Titel der einzelnen Abschnitte: Die Erneuerung / Die Völker der Erde / Von den ersten Völkern und vom Totenreich / Nimrod Der Stern Abrahams / Der Turmbau / Späteres vom Turmbau j Von der Völkeriafel / Aus zwei Chroniken / Die Kämpfe Abrahams mit den Götzen / Erzählungen über Abraham / Arabijeh—jüdische Mären / Die Schöpfung Abraham / Kanaan! und Ägypten / Von den Kriegen Abrahams / Älteres über die Kriege Abrahams j Die Verheißung / Von Ismael / Der 1 Abrahambund / Im Haine Mamre / Von Sodom und Gomorra / Ältere Sodomgeschichten / Im philisterlande / Isaak und -! Ismael / Abrahams Heil / Von der Opferung Isaaks / Vom Tode Saras / Oie Freiung Rebekkas / Älteres / Don den wei- . i leren Nachkommen Abrahams j Iakob und Esau / Der Tod Abrahams / Um die Erstgeburt / Isaak und Abimelech / llm den Datersegen / Oer Ausbmch der Feindschaft. - Früher ist erschienen: BüNv 4: Die AkZeit lSchöPfung - Sintflut) j Geheftet M. 6.- In Halbleder gebd. M. z.so In Leder gebd. M. io.- Vorzugsausgabe M. 35.— j Verlag Hätten & Loening / Frankfurt am Main 1

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