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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-04-03 · Heft 14 (3.4.1914) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 14 (3.4.1914)
Date
1914-04-03
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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4 von ca. 33% Prozent; sie erforderten 1912 2760 Mark und stiegen 1913 auf 4092 Mark. Das Vereinsvermögen erreichte am 1. Januar 1913 die Höhe von 46 910,97 Mark. — Der unter Verwaltung des Vereins stehende Feriensonds konnte im abgelaufenen Jahre allen Anforderungen gerecht werden. Pension für 48 Kinder in Sommerfrischen, einschließlich Anschaffung für Kleider, Fahrgeld usw., erforderte 2568 Mark. Zur Verfügung standen einschließlich des vorjährigen Kassenbestandes von 1490 Mark insgesamt 3593 Mark, so daß am 1. Januar 1914 sich ein Kassenbestand von 1025 Mark ergibt. Z. Frankfurt a. M., 27. März. Zwei Jahrzehnte sind seit der Gründung des hiesigen „Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen" vergangen, und mit berechtigtem Stolz darf er auf die stetig fortschreitende Entwickelung seiner so überaus segensreichen Tätigkeit zurückblicken. Ter im vorjährigen Bericht bereits erwähnte Neubau des Schwesternhauses ist so weit fortgeschritten, daß er wohl noch vor der demnächst bevorstehenden Eröffnung des neuen Hospitals wird bezogen werden können. Leider hat sich, wie der Bericht hervorhebt, eine nicht unerhebliche Ueberschreitung der ursprünglich vorgesehenen Bausumme dadurch nicht vermeiden lassen, das; mit Rücksicht auf die ständig wachsende Anzahl von Schwestern und Lehrschwestern Raum für ca. 65 bis 70 Personen geschasfen werden mußte. Es mußte eine Grnndschuld zur ersten Stelle in Höhe von 150 OO0 Mark ausgenommen werden, die bis auf einen Restbetrag von 40000 Mark, der hoffentlich auch untergebracht werden wird, bereits übernommen ist. Auch die Neueinrichtung des Schwesternhauses wird dem Verein ganz bedeutende Kosten auferlegen. Zwei größere Zuwendungen von Herrn und Frau Dr. Albert S o n d h e i m e r und ein Legat des Herrn Jgn. Sichel in Gesamthöhe von 10000 Mark sollen für die Kosten des Neubaues verwendet werden. Das Arbeitsfeld der Schwestern hat sich im abgelansenen Jahre wiederum vergrößert. Das israelitische Krankenhaus in Straßburg i. E. hat jetzt seinen geplanten Vergrößerungsbau vollendet, so daß jetzt außer der Oberin vier, zeitweise auch fünf der Schwestern nuferes Vereins für den Pflegedienst nötig sind. Dem Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge hier wurde auf Wunsch eine Schwester als Oberin überlassen. Ebenso wurde dem Jüdischen Asylverein in Aachen und dem Jüdischen Er- : holuugsheiiu in Baden-Baden zur Leitung der Anstalt je eine '■ Schwester zur Verfügung gestellt. Die Zahl der Schwestern betrug! am Schluß des Berichtsjahres 37. lieber Privatpflegen ist zu berichten, daß von 21 Schwestern im ganzen 187 Pflegen geleistet worden sind, und zwar ohne Unterschied der Konfession der Kranken. Die Pflegen erforderten 3403 Pflegetage und 405 völlige Nachtwachen. Von den Schwestern, die während des ganzen 'Jahres in der Privatpflege tätig waren, leistete eine die Höchstzahl mit 296 Pflegetagen und 62 völligen Nachtwachen. Die Hilfe der Armenschwester wurde in 240 Füllen in Anspruch genommen, zu deren Pflege 2037 Besuche erforderlich waren. Bei 17 Operationen assistierte die Armenschwester den Aerzten. Da sich eine Vermehrung des Berwaltungsausschusses als dringend erforderlich erwies, wurde Dr. Felix Kaufmann zum ersten Schriftführer an Stelle des Herrn Professor Ruppel, der wegen Arbeitsüberhüufung nur das Amt des zweiten Schriftführers beibehalten konnte, neu in den Ausschuß gewählt. Aus den gleichen Gründen, wie bei Herrn Professor Nuppel, schied Herr Justizrat Blau definitiv aus und trat an feine Stelle Herr Stadtverordneter Dr. Ludwig Heilbrunn. Dem Kassenbericht ist schließlich zu entnehmen, daß Einnahmen und Ausgaben mit 55154,57 Mark balancieren. Er schließt mit einem Defizit von 7119 Mark ab. Der Pensionsfonds schließt mit 38907,64 Mark, der Fonds für Ferienreisen, für die in 1912/13 2030 Mark verausgabt wurden, mir 1584 Mark und die Schwesternsparkasse mit 41043,67 Mark ab. Gest erretch-Nngarn. K. Wien, 27. März. Unter dem Titel: „Wie Ritualmordmärchen entstehen," brachten vor kurzem die „Jglauer Nachrichten" folgende Notiz: Die Frau des Kaufmanns Ludwig Zimmermann in Jglau (Mähr.)/ hatte ein Dienstmädchen, welches ihr am dritten Tage den Dienst kündigte. Frau Zimmermannn erzählte einer Frau, daß das Dienstmädchen deshalb weggehe, lveil im Hause Juden wohnen, und voriges Jahr ohnedies ein Dienstmädchen von Juden erschlagen Prof. Dr. Soxhlet’s Nährzucker „Soxhletzucker“ wird nach Angabe und unter Kontrolle des Herrn Geheimen Rates Prof. Dr. von Soxhlet hergestellt und hat sieh seit Jahren vorzügTich bewährt nicht allein in der Säuglingsernährung für Säuglinge vom frühesten Lebensalter an, in den Fällen, in denen die natürliche Ernährung nicht durchführbar ist, sondern auch für ältere Kinder und Erwachsene, deren Ernährungszustand einer raschen und kräftigen Aufbesserung bedarf, namentlich während und nach zehrenden Krankheiten; auch mit Kakao gemischt als Prof. Dr. Soxhlet’s Nährzucker-Kakao. Ausführliche Prospekte versenden wir auf Wunsch gern kosten- und spesenfrei. Unsere Präparate werden nur in Originalpackungen, runde Blechdosen mit Schraubenverschluss, mit Aufdruck unserer Firma und genauer Bezeichnung des Inhaltes in den Handel gebracht und sind durch alle Apotheken und Drogenhandlungen erhältlich, nach Orten, wo keine Niederlage, auch direkt von der Fabrik. Der Preis der Dosen von 500 g Inhalt beträgt für Prof. Dr. Soxhlet’s Nährzucker 1.50 Mark, liir Professor Dr. Soxhlet's Nährzucker-Kakao 1.80 Mark. Nährmittelfabrik München G. m. b. H. in Pasing bei München Generalvertretung in Oesterreich - Ungarn Firma Philipp Röder & Bruno Raabe A. G., Wien III/2, Stammgasse 2. seorOxdet für ^gWmPler-Barnäy tS&vKronprinz-Rudolf - 1» Marlenbad. iTerfenügt durch die Firma; )Dr. CARL SCHINPLEB-BABNAV, BERLIN-WIEN^ Qas vorstehende Warenzeichen ist auf Grund des Gesetzes zum Schutz der Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1894, gemäss der Anmeldung vom 24. April 1908 für Firma Dr.Carl Schindler-Barnay, Berlin, Weinstrasse20a, am 17. August 1908 unter 109996 in die Zeichenrolle eingetragen. — Aktenzeichen Sch. 10 444 Klasse 2. — Geschäftsbetrieb, in welchem das Zeichen verwendet werden soll: Fabrik pharmazeutischer Präparate. Waren, für welche das Zeichen bestimmt ist: Marienbader Reduktionspillen. Kaiserliches Patentamt (Stempel des Kaiserlichen Patentamtes.) s

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