Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-11-21 · Heft 47 (21.11.1913) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 47 (21.11.1913)
Date
1913-11-21
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3229069-3229117--69947-3282276
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

s sich nicht nioderlassen. Erst im Jahre 1812 sieben diese Beschränkungen, und bald darauf erfolgte die Gründung der städtischen Judengemeinde. W. Posen, 14. November. Die Vorvereidigung der jüdischen Rekruten, 32 an der Zahl, fand in der Synagoge 6 (Israelitischen Brüdergemeinde) statt. Hierzu hatten sich der Gesamtvorstand sowie ein großer Teil der Gemeinde eingefnnden. Die Mannschaften wurden von ihren Vorgesetzten in das Gotteshaus geleitet und vor dem Allerheiligsten aufgestellt. Stimmungsvoll trug der Synagogenchor unter Leitung seines Dirigenten Musikdirektor Berggruen den Psalm 93 und die deutsche Hymne „Glorreich aus dem Erdenrunde" vor. Die von dem Oberkantor Lilienthal vorgetragenen Solopartien zeichneten sich durch Wohllaut und Innigkeit der Empfindung aus. Gemeinderabbiner Professor D r. Bloch hielt die Ansprache und legte seinen Ausführungen'das Textwort: „Die Treue üben, sind dem Herrn ein Wohlgefallen" zugrunde. Im vorigen Jahre waren hundert Jahre vergangen, seit den Juden im größten deutschen Bundesstaat, Preußen, die Gleichberechtigung zugesichert worden ist. In den Befreiungskriegen 1813 setzten unsere Brüder einen Stolz darein, sich als würdige Söhne ihres Vaterlandes zu erweisen. Redner hob hervor, daß Pünktlichkeit, Treue und Gehorsam bei einem Soldaten nie fehlen dürften und wie der einzelne als Glied des Ganzen sich zu bewähren habe. Zudem ermahnte der Seelsorger die Rekruten, eingedenk des Schwures für König und Vaterland, auch dem angestammten Väterglauben treu zu bleiben. Wolle aber ein Soldat religiöse Vorschriften innehalten, so sei die Gemeinde bereit, ihn mit Zustimmung der Vorgesetzten nach Kräften zu unterstützen." Die erhebende Feier wurde abwechselnd durch Gesänge des Oberkantors Lilienthal und des Synagogenchors verschönt. Mit dem Gebete für Kaiser und Reich endete die religiöse Feier. -MM ■ ll Alleinige'Produkten von Tomom -Satia-töeseUscfmft Cletje. ..mit beschränkter t)afttmg --Rheinland. Al h Weisen" W'\). TWMRI | besitztalie Ligen { schäften bester Jtaturbutter, ist dieser aber uoousietiett. [ME München, 14. November. K ö n i g Lud w t g III. hat auf das Huldigungstelegramm, mit dem Bayerns Rabbiner ihn zum Regierungsantritt begrüßt hatten, an Herrn Rabbiner Dr. Werner folgendes Dankschreiben gesandt: „Der Ausschuß der bayerischen Rabbinerkonferenz hat zu Meiner Thronbesteigung seiner anhänglichen Gesinnung in warm empfundenen Glück- und Segenswünschen Ausdruck gegeben. Aufrichtig erfreut sprechen Ich und die Königin wärmsten Dank aus. Ludwig." An dem Huldigungsakt, der an: 12. November im Thronsaal der Münchener Residenz stattsand, hat Rabbiner Dr. Werner als Vertreter der bayerischen Rabbiner teilgenommen, ebenso an dem am gleichen Tage stattgehabten feierlichen Empfang. I. A. Nürnberg, 12. November. Anläßlich des K r ö n u ngsfestes Sr. M. König Lu d w i g s III. fand in der mit Pflanzen reich geschmückten Synagoge ein feierlicher Festgottesdienst statt, bei welchem sämtliche jüdischen Soldaten der drei hiesigen Regimenter im Paradeanzug sonne die königlichen Beamten, Konsuln, Offiziere des Beurlaubtenstandes usw. zugegen waren. Im Mittelpunkt der Feier stand die Predigt des Herrn Rabbiners Dr. Freude n-t h a l, welcher mit trefflichen Worten die hervorragenden Eigenschaften des Königs Ludivig III. zu würdigen wußte, insbesondere sein hohes Pflichtbewußtsein, seine Bescheidenheit und Leutseligkeit, seine warme Anteilnahme an allen Fragen des öffentlichen und Wirtschaftslebens, nicht zuletzt aber seine Duldsamkeit, welche er allen Konfessionen gegenüber an den Tag legt. König Ludwig III. hat erst vor wenigen Wochen der jüdischen Gemeinde Nürnberg sein Wohlwollen und sein hohes Interesse durch den Besuch des Gotteshauses zu erkennen gegeben und sprach bei dieser Gelegenheit den Wunsch aus, daß die Juden unter sich fest und stark Zusammenhalten Niederlagen: Aachen: W. Kussmaul Frankfurt a. M.: Barmen: R. Werres Sohn Berlin: A. Rosenhain Bochum: Aug. Homborg Cöln: J. Bleienheuft Dortmund: Friede. Strunck Dresden: B. Behr & Cie. Düsseldorf: Leo Hornstein Duisburg: Mook & Schöndube Gelsenkirchen: E. Bauckhage & Cie. Hannover: Luxus & Bedarf Leipzig: Emil Speck Mainz: W. Sauerwein München:M.Silberthau&Cie Strassburg Paul Mayer Stuttgart Herrn. Meyer Elberfeld: R. Schöler- Lettr6 Essen: Ten Brink ‘waschbar garantiert unveränderlich im fragen Karl Münz Wiesbaden W. Kuss maul Vlrtserbrec&lity Ferner beijuwelieren u. feineren Luxuswarengeschäften zu haben

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.