Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 46 (14.11.1913)
- Date
- 1913-11-14
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Jahrgangs sind neue Anstalten gegründet worden, und zwar namentlich in Bulgarien und in Mesopotamien. 'Der sehr ausführliche Bericht gab zu einem längeren Meinungsaustausch Anlaß, ans dem sich ergab, daß unter sämtlichen Mitgliedern des Zentralkomitees über alle Angelegenheiten allgemein-jüdischen Interesses volle Uebereinstimnlnng herrscht. Es wurde im Laufe der Sitzung zur Wahl des Vorstandes geschritten. Durch Zuruf wurden wiedergewählt: als Vorsitzender Herr Narcisse Leven, als stellvertretende Vorsitzende die Herren Professor Dr. Netter und Eugene Säe, als Schatzmeister Herr M a ch i e l s. flmmfca. L2 New Aork, 2. November. Die Vereinigten deutschen Gesellschaften Washingtons feierten am 19. Oktober den deutschen Tag, eine seit einigen Jahren in allen bedeutenderen Städten Amerikas bestehende Einrichtung. Bei dem Festakte am Grabe George Washingtons, des ersten Präsidenten der Republik, hielt Simon Wolf die Festrede. Herr Wolf, der am 26. Oktober sein 77. Lebensjahr vollendete, ist trotz seines hohen Alters eine führende Persönlichkeit im öffentlichen Leben. Er hat verschiedene öffentliche Aemter, darunter das eines Generalkonsuls für Aegypten bekleidet und ist bis ans den heutigen Tag der anerkannte Führer aller jüdischer Bewegungen, besonders als Anwalt der armen Einwanderer. Seit fünfzig Jahren stand er in intimen Beziehungen zu allen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er ist in Hinzweiler, Rheinpfalz, geboren, kam als zwölfjähriger Knabe nach Amerika und ist seit 1862 als Rechtsanwalt in der Bundeshauptstadt tätig. — Etwas echt Amerikanisches meldeten mehrere Tageszeitungen von San Francisco. Der Rabbiner I a c o L N i e t o , der sich innner auf seinen Christuskvpf etwas zugute getan hat, trat auf einer lokalen Bühne als Jesus in Maeterlincks „Maria von Magdala" ans. Er erklärte den Berichterstattern, daß er keinen Grund sähe, warum ein Rabbiner nicht Christus verehren sollte, auf dessen Lehren unsere Zivilisation beruhe, und der ebenso wie Moses die Blüte der Religion Israels darstelle. Die Vorstellung war zu wohltätigen Zwecken gegeben. Jacob Nieto ist der Sohn des Hazan Abraham Haim Nieto, früher in London und später in New York bei der spanisch-portugiesischen orthodoxen Gemeinde angestellt, und stammt in gerader Linie von dem berühmten Londoner Chacham David Nietn ab, der schon vor zweihundert Jahren der Häresie ange- Der altbekannte Milchflammeri, bereittet mit (fBievn, Milch und Mondamin bleibt stets der beste. Es gibt kein künstliches Puddingpulver, das dem Flammeri so den Sahnegeschmack verleiht, wie Mondamin. Er war schon der Stolz zu Großmutters Zeiten. Mondamin eignet sich vorzüglich für alle Arten von Flammeris, Puddings, Aufläufe usw. Dazu geschmortes Obst serviert, hat die Hausfrau ein nahrhaftes Zwischengericht. 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Von Ssh und ssern. — Der Kaiser stattete letzten Dienstag abend zwischen 6 und 7 Uhr der Gemahlin des vor kurzem verstorbenen Geheimen Kommerzienrats Ludwig Max Goldl> erger einen Beileidsbesuch ab nnd nahm in der Familie des Verstorbenen den Tee ein. — Der frühere Prosektor im Krankenhaus der Berliner jüdischen Gemeinde, Dr. Hans K o h n, hat den Prosessortitel erhalten. — Die Berliner Aerztin nnd Assistentin an der zweiten medizinischen Universitätsklinik der Charite, Fräulein Dr. med. Rahel Hirsch, hat, wie wir erfahren, den Prosessortitel erhalten. Frl. Professor Dr. Rahel Hirsch, eine Enkelin des berühmten Samson Raphael Hirsch, ist seit zehn Jahren in der Charite tätig und steht im 43. Lebensjahre. — Der Handelsrichter Eugen Fraenkel, Inhaber der Firma Frnenkel u. Roer in der Kvmmandantenstraße, ist im Alter von 59 Jahren plötzlich' gestorben. — Aus Obersitzko wird uns gemeldet: Die hochgeachteten Eheleute, Rabbiner B. M. A n e r b a ch und Frau M i r j a m geborene S p i r o - C o h n, Schwiegereltern des Königl. Bibliothekars Dr. H e i n r i ch L o e w e in Berlin, begehen am 18. Cheschlvan, der diesmal ans den 18. November fällt, das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Die Feier findet in Berlin statt. — Vom Sanitätsamt des fünften Armeekorps ist der Firma Bernhard Fuchs in Posen, Zentrale für ärztliche Bedarfsartikel, die Gesamtliesernng für sanitäre Einrichtungen (Operationsmöbel und Instrumentarium) für die neneinznrichtenden Garnisonlazarette Striegan nnd Pleschen übertragen worden. :— Die Stadtverordnetenversammlung in Posen wühlte zu unbesoldeten Magistratsmitgliedern die Herren Schleyer, K r o n t h n l und Justizrat Dr. O r g l e r. — Aus Kattowitz wird uns geschrieben: Am Laubhüttenfeste wurden in Sosnowice zehn Juden überfallen, weil sich das Gerücht verbreitet hatte, daß die Juden versucht hätten, ein christliches Mädchen zn rituellen Zwecken zu ermorden. Es wurde festgestellt, daß jenes Mädchen sich zufällig mit einem Nagel eine Verwundung beigebracht hatte, die Anlaß zu dem Gerüchte gab. — Die diamantene Hochzeit feierte der Privatier,. Isidor * K eins in Königshütte. In der Zahn-Creme Mundwasser IaFettgfänse ä Pfd. 80 und 85 Pf. Bratgänse Stück von 5 M. an Rümpfe Pfd. 1.— und 1.10 M., Ia Keulen von 70 Pf. an, lieber Pfd. 1.60 und 1.80 M., Ia Uesen o. Darmf. Pfd. 1.30 M, Hautfett Pfd. 90 Pf., Klein 85 und 90 Pf. Ia Uesen von Mastgänsen Pfd. 1.40 M. Ia Uesen: von Stopfgänsen , 1.50 M. Ia Gänseschmalz, gar. rein, Pfd. 1.20 M. Ia Würstchen Dtz. 1.— u. 1.20 j Ia Schlack u.Salami Pfd. 1.80 Ia Wiener „ 2.—u. 2.40 'Ia Dauerwurst „ 2.—u. 2.20 Ia Dampfwurst Pfd. 0.90 u. 1.—| Ia Sehles. u. Poln. „ 1.20 Ia Leberwurst Pfd. 1.20 bis 1.80 M. Max Schönwald, Berlin Iiucbauer Strasse 1 Barbarossaplatz 4, Motzstr. 53, Flensburger Str. 19. Raucher vor HUSTEN HEISERKEIT KATARRH Freis IMk. efhälflid\ .Sportsleutö^'m Apotheken «.Drogerien