Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 46 (14.11.1913)
- Date
- 1913-11-14
- Page
- Seite 7 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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7 Synagoge fand eine erhebende Feier statt. Rabbiner Dr. Gold-' s ch m i d t hielt an das Jubelpaar eine ergreifende Ansprache. Ober-; bürgermeister Stolle überreichte dem Jubelpaare im Namen des; Kaiserpaares die Ehejubiläumsmedaille mit der Zahl 60. Hieraus brachte der Synagogenvorstand seine Glückwünsche dar. — Sanitätsrat Dr. med. Max Heilborn in Breslau wurde auf der dortigen Kaiser-Wilhelm-Straße, Ecke Augustcistraße, von einem Straßenbahnzuge zu Boden geschleudert und so schwer verletzt, daß er nach dem Wenzel- Hancke-Krcmkenhaus geschafft werden mußte, wo er seinen Verletzungen am 4. November erlegen ist. Er hat ein Alter von 68 Jahren erreicht. — Die Synagogengemeinde in Guhrau hat unter dem Vorsitz ihres Vorstehers, Kaufmann B a u m a n n, beschlossen, eine neue Synagoge zu errichten; die Bausumme ist auf 35 000 Mark festgesetzt worden, die zum größeren Teil durch freiwillige Spenden ausgebracht werden soll. Bisher sand der Gottesdienst in gemieteten Räumen statt. — Aus München wird uns geschrieben: Mehr als allgemeines Befremden erregt es, daß auch Heuer bei der Verteilung der Luitpoldspende für Jugendfürsorge, wobei über 152 000 Mark verteilt wurden, nicht eine einzige jüdische Institution bedacht worden ist. Man wird zwar wie im Vorjahre einwenden, daß keine Eingaben von jüdischen Vereinen Vorlagen; vielleicht liegt es aber doch nicht ganz an dem und wäre es möglich gewesen, auch jüdische Korporationen von der bevorstehenden Verteilung zu verständigen. Jedenfalls wäre Anlaß gegeben, hierüber öffentliche Aufklärung zu schassen. — Das HerzBlochsche Ehepaar in Kirchen (Baden) feierte die goldene Hochzeit. Geheimrat D ö r l e überreichte die Jubiläumsmedaille, der Synagogenrat im Aufträge des Oberrates der Israeliten die Porträts des Großherzogpaares. — Dem Privatdozenten für Physik an der Universität Straßburg, Dr. Leonid Mandel st am ist vom Kaiserlichen Statthalter das Prädikat Professor verliehen worden. " Professor Mandelstmn ist 1879 zu Mohilew in Rußland geboren, studierte Mathematik und Naturwissenschaften in Odessa und Straßburg, promovierte hier 1902, war später Assistent am hiesigen Physikalischen Institut und habilitierte sich 1907 für Physik. — Auch an der Züricher Universität zeigen sich infolge des großen Andranges russischerjüdischerStudenten — es liegen allein 170 Neumeldungen vor —die gewohnten Folgen: Ein großer Teil der russischen Studenten mußte von Belegen von Plätzen, besonders in den klinischen Instituten, ausgeschlossen werden, und in der Tagespresse wird bereits die Frage nach Einführung der Prozentnorm aufgeworfen. — Der hebräischen Tageszeitung „Hazefirah" entnehmen wir, daß die Führer der russischen Judenheit beschlossen haben, in Luxemburg eine jüdische Universität für jüdische Studenten aus Rußland zu errichten. Ein Gebäude hierfür ist bereits erworben worden. — Aus Wien erhalten IN DEN APOTHEKEN s m SO PFENNIGE. 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