Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1913)
- Date
- 1913-10-22
- Page
- Seite 512 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3229069-3229113--69862-3282187- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
'512 -Schreiber dieser Jeilen gestiftet -worden, während der weiße! -Vorhang von der'jüdischen Gemeinde angeschasft worden jft. . Von diesen Vorhängen wird an den Sabbaten der blaue Vorhang benutzt, an den Feiertagen der rote Vorhang, während am Versöhn u-ngstag und an allden Feiertagen, an denen Seelenseier stattfindet, der weiße Vorhang -zur Verwendung gelangt. Entsprechend diesen Vorhängen wechseln auch die Decken und die Thoramäntel, und letztere sind in genau der gleichen Zeichnung und Ausführung wie die Vorhänge und da-. ,zu .passend angesertigt worden. Alle diese Kunstgegenstände wurden in den Ateliers der Geschwister Bleicherode in vollendeter Ausführung hergestellt. In letzter Zeit hat die Synagoge in der Fasanenstraße noch eine Anzahl von Geschenken erhalten, die als Kunstgegenstände sehr bemerkenswert sind. Neben den herrlichen silbernen Leuchtern, die Herr Salomon Seligsohn (Mit- - glied des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde) gestiftet hat und die nach der Zeichnung des HerrnRegierungsbaumeister Beer hergestellt worden sind, prangen jetzt zwei prächtige bronzevergoldete Kandelaber, die auf der Estrade ihren Platz gefunden haben. Herr Kommerzienrat Jakob Mandelbaum hat sie nach dem Entwurf des Erbauers der Synagoge, des Herrn Ehrenfried Hessel, anfertigen lassen und hat sie der Synagoge gespendet. . Jeder dieser Kandelaber hat 21 Flammen, und sie erhellen in blendender Pracht den Aufgang zum Allerheiligsten und lassen die Schönheiten des Baues in hellstem Lichte erstrahlen. . Von zwei anderen.bekannten Wohltätern sind sehr schön ausgesührte, prachtvolle Silbergeräte der Synagoge Fasanenstraße zum Schmucke der Thorarollen gestiftet werden. Den einen Schmuck schenkte Herr Bernhard Easparius, der andere wurde von Herrn L. Kreslawsty der Synagoge gespendet. Dieser Thoraschmuck ist so vollendet schön und von dem Hofjuwelier Eugen Marcus in so künstlerischer Weise hergestellt worden, daß wir die einzelnen Gegenstände im Bilde -Vorfahren. Das Thoraschild ist ebenso wie die Glocken und die Thorahand im^vmauischen Stil, wie die Synagoge selbst, ausgeführt. Das Mittelfeld des Schildes zeigt die ausgehende Sonne, darüber die zehn Gebote, von zwei Löwen gehalten, der Giebel ist mit einem Stern Davids geschmückt. Das Thoraschild ist in oxydiertem, fein ziseliertem Silber ausgeführt und von roten und grünen kristallisierten Steinen besetzt. Die drei daran hängenden Teile enthalten ebenfalls gleiche bunte Steine. Die beiden Thoraglocken haben ein kuppelartiges Oberteil und sind durch eine bunte Glaskugel gekrönt. Die Griffe der Dhoraglocken sind ebenfalls mit bunten Steinen besetzt. Besonders zierlich ist die außerordentlich fein ziselierte Thorahand (Jad) gehalten, die ein sehr ' gefälliges Aussehen hat. Wir hoffen, daß sich in unserer Gemeinde noch viele Gönner und Freunde der guten Sache finden werden, die die Sitte unserer Väter und Mütter, die Synagogen zu schmücken, beibehalten und auch in Zukunft betätigen werden. Kgch dem Fnedenslchluh. Von Dr. Alp ho ns I. Sußnitzki. IV. eschlossen wohnen hingegen die Albaner, deren Stammesgebiet nahezu den ganzen westlichen Teil der Halbinsel umfaßt und sich auf die ehemaligen türkischen Wilajets Skutari und Janina sowie Teile von Kossowo und Monastir erstreckt. Nach der Peripherie zu wird freilich ihr Besitzstand immer dünner und ungewisser, bis er sich schließlich in der serbischen, bulgarischen und griechischen Umgebung so gut wie völlig verliert. Früher waren die Albaner noch weiter nördlich zu Hause, und über die montenegrinische Südostgrenze hinaus bis Novibazar und Nisch erstreckten sich ihre Kolonien. Mitder Synagoge Fasanenstraße. Schmuckgegenstände in Eine der beiden Thoraglocken. Abb. 2. Las Thoraschild. Abb. 3. Die Thorahand (Jad). . Abb. 2. Abb. 1. Abb. 3. , y v, t' u1 7^3'