Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-10-01 · Heft 40 (1.10.1913) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 40 (1.10.1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 8 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3229069-3229110--69817-3282139
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

solche Weise Gekränkten zu, einen Schadenersatz bis zur . Höhe von 500 Dollar zu beanspruchen. Ein besonderes Punkt des Gesetzes verbietet bei sonstiger Verhängung derselben Strafen auch die Pkakcrtierung oder Annoncierung, daß eine gewisse Kategorie von Gästen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder Rasse in dem Hotel beziehungsweise in dem öffentlichen Lokale oder anderen Plätzen unerwünscht sei. Dieses Gesetz wurde seinerzeit von den Juden, die von einer großen Anzahl einflußreicher nichtjüdischer Persönlichkeiten unterstützt wurden, gefordert, weil sich die Fälle gehäuft hatten, in denen Hotelbesitzer oder Leiter von Kuranstalten, Belustigungsetablissements usw. durch Anschläge und Zeitungsannoncen bekanntgegeben haben, daß in ihren Etablissements jüdische Gäste nicht erwünscht seien. Von Msh und Lern. — Der Fürsorgsverein für hilflose jüdische Kinder (E. V.) Berlin hält am 6. Oktober, abends 8 Uhr, im Verwaltungsgobäude der jüdifchen Gemeinde, Rosenstraße 2/4 eine außerordentliche Generalversammlung ab. Tagesordnung: Beschlußfassung über den Erwerb eines Grundstücks und den Bau eines Säuglingsheims. — Zuhöre r k a r t en zur Hauptversammlung des Verbandes der Deutschen Juden, die. am 9. November in Hamburg stattfindet, werden im Bureau des Verbandes in Berlin, Potsdamer Straße 45, vom 15. Oktober bis zum 1. November in der Zeit von 11 bis 1 Uhr vormittags verausgabt. Schriftliche Vormerkungen unter genauer Angabe der Namen und Adressen werden notiert. — Im Jüdischen Mädchenstif t, das unbemittelten schulentlassenen Mädchen zwei Jahre lang unentgeltlich Unterhalt' und hauswirtschaftliche Ausbildung gewährt, werden demnächst zwei Stellen frei. Meldungen mit Schulentlassungszeugnis sind an den Vorsitzenden Professor Dr. Strelitz, Schönhauser-Allee 162, zu richten. — Die jüdische Gemeinde in Tilsit hat durch das am 20. September erfolgte Hinscheiden ihres ersten Vorstehers Dr. Max Rosenkranz einen schweren Verlust erlitten. Die Dankbarkeit der Gemeinde, für deren Fortentwicklung er feit einer Reihe von Jahren unermüdlich gewirkt, folgt chm' über das Grab hinaus. — In Hohensalza wurden zu Stadtverordneten gewählt: Leo Davidsohn, Sanitätsrat Dr. Warschauer, Sally Kays er und Bankier I. Levy. — Aus Wreschen wird uns geschrieben: In Amerika starb der Bäckermeister Moritz Posen er, in Zerkow geboren, und hinterließ ein Vermögen von 46 Millionen Dollar. Die Nachricht hat hier großes Aufsehen erregt, weil auch hier ein Verwandter des Erblassers, Kaufmann Jf.aak Pos euer, wohnt.— Der Schulaufsichtskreis Miloslaw umfaßt 46 öffentliche Volksschulen und eine Privatschule, die zusammen von 5455 Kindern, und zwar 2736 Knaben und 2720 Mädchen, besucht werden. Davon sind 4979 katholisch, 465 evangelisch und 11 jüdisch. Die kleinste Schule ist in Miloslaw die jüdische mit 8 Kindern. — Aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers in Breslau wurden dem Königlichen Katasterassistenten Das Wohnungs-Linrichten bildet sich immer mehr zur Aunsi aus, und damit sehen wir lang gehegte Wünsche in Erfüllung gehen. Aber damit ist auch dem, der sich einrichten will, dies Geschäft sehr erschwert. Denn wo er früher ohne Kopfzerbrechen auswählte, gilt es nun, Probleme zu lösen. Problem ist schon die Tapete, die Möbelstellung resp. ihre Anpassung an den Raum, die Zusammenstimmung von Teppich, Möbelstoff und Vorhängen. And, ganz abgesehen von der Geschmackssrage, können diese Probleme nur gut gelöst werden, wenn man die Materie studiert hat. - Für Einrichten in feinerem Sinne bietet W. Dittmar, Berlin, Molkenmarkt 6, seine Dienste hiermit an. Seine Ausstellung in der Tauentzienstrahe 10 kann nach den Aussprüchen berufener Beurteiler als eine Schute feiner, moderner Einrichtungskunst angesehen werden. Die Besichtigung iff von 9 bis 1 Ahr und 3 bis 7 Ahr frei und gern gesehen; auch wird nach dem Namen des Besuchenden nicht gefragt. Diese Ausstellung ist in Wort und Bild in der Broschüre „Bilderhängen, Möbelstellen, Einrichten" beschrieben, die Dittmar den Lesern aus Wunsch gern und kostenfrei übersendet. Das Dittmarsche Hauptgeschäft wird auch vielen, die auf dem Gebiet des Einrichtens ihre Kenntnisse bereichern wollen, Interesse bieten; auch dort ist der Besuch frei und gern gesehen. C^C^C^C^C^Q^C^C^C^C^C^C^C^QffaQ^C^C^C^C^C^C^ CflÖ DEUTSCHE PALÄSTINA-BANK Aktienkapital: M. 20 000 000 HAMBURG Adolphsplatz 4 Telegrammadresse: Palestinbank BERLIN W 8 Wilhelmstrasse 67 Reserven: M. 3 500 000 Kontokorrent- und Scheckverkehr, Ausfertigung von Schecks und Kreditbriefen, Umwechslung von Kupons und fremden Geldsorten, Ausführung von Börsenaufträgen, Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Vermietung von Safes, Inkasso von Wechseln und Verladedokumenten, besonders von solchen auf die Plätze des Balkans und der Levante. FILIALEN IM ORIENT: Beirut, Damaskus, Haifa, Jaffa, Jerusalem, Tripoli (Syrien); Agenturen: Nazareth, Nablus. C^C^C^C^C^C^C^C^C^C^C^Q^C^C^C^C^C^C^C^C^C^C^C^C^OZOC^C^C^OC

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.