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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-06-13 · Heft 24 (13.6.1913) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 24 (13.6.1913)
Date
1913-06-13
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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Man gab ihr ben Rat, die Volljährigkeit des Kindes abzuwarten. Auf ein Gesuch des Rabbiners Dhchno hat jedoch der Erzbischof Nasari schließlich versprochen, sich darum zu bemühen, daß der Mutter das Kind zurückgegebett werde. * Von jtafr und jfrrn. — Für das bevorstehende Regi er un g sjubi l ä u m S r. M aj.e st ä t des Kaisers hat im Aufträge des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes Herr Rabbiner Dr. Hoch - selb ein Festgebet verfaßt, das dieser Tage an sämtliche Bundesgemeinden des DJGB., die eines Rabbiners entbehren, zur Versendung gelangt ist. — Zur Sammlung eines größeren Fonds für sein Schulwerk im Orient hat aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers der Hilfsverein der deutschen Juden vor einigen Tagen einen Ausruf erlassen, in dem er um Zuwendungen zur weiteren Ausgestaltung seines Schulwerkes bittet. — Aus scheinbar blühender Gesundheit heraus starb am 3. d. M. an einem Schlaganfall der Geheime Sanitätsrat Dr. Hermann R a h m e r. Im 65. Lebensjahre stehend, machte er mit seiner hohen elastischen Gestalt und der Lebhaftigkeit seines Wesens erst den Eindruck eines Fünfzigers. Er war eines der ersten Mitglieder und ein regelmäßiger Besucher des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur und erfreute sich wegen seiner Ueberzeugungstreue und seiner Charaktereigenschaften allgemeiner Beliebtheit. — Der Inhaber der Berliner Zigarettenfabrik Manoli, Herr I. M a n d e l b a u m, ist zum Kommerzienrat ernannt worden. — Zu Repräsentanten der Shnagogengemeinde Schubin wurden gewählt die Herren: Baruch, Hermann Elias, L. Zander, I. Marcus und Salli Wolfs; zu Stellvertretern die Herren: Lehrer Rosenbaum und Kaufmann Levtz. — Die jüdische Schulgemeinde in Rogasen wird im Rechnungsjahr 1913 an 65 Prozent der Einkommen-, Grund-, und Gebäudesteuer zu den Schulabgaben erheben. Der Schulvorstand beschloß außerdem den Umbau des Schulhauses. Der vorgelegte Kostenanschlag schließt mit 87 000, Mark ab. Der Bau muß spätestens bis 1. September d. I. fertiggestellt sein. — Am 31. Mai verstarb der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Samter, Herr Meier Kollenscher. Mehr als ein Jahrzehnt stand er an der Spitze der Gemeinde, der er bereits früher viele Jahre als Vorstandsmitglied seine Kraft und Liebe zugewendet hat. Sein gerechtes und liebenswürdiges Wesen, sein pietätvoller, tief religiöser Sinn, sein edles tatkräftiges Interesse für das Gemeindewohl sichern ihm einen Ehrenplatz in der Geschichte der Gemeinde./ — Aus Posen wird uns geschrieben: Das vierzigjährige Jubiläum seiner Tätigkeit als Schriftsetzer im Verlage der Ostdeutschen Buchdruckerei beging der im 63. Lebensjahre stehende Schriftsetzer Samuel Goldschmidt. Der wackere Veteran des Winkelhakens und der Ahle, der durch seine Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Anhänglichkeit vorbildlich wirkt, wurde aus diesem Grunde besonders ausgezeichnet. Namens des Verlages beglückwünschte ihn Direktor Linde und überreichte ihm ein Ehrengeschenk, worauf Chefredakteur Ginschel ihm die Glückwünsche der Redaktion aussprach. — Aus Breslau wird geschrieben: Z u r E r r i chtung einer Kinde rh ei lstätte in Schlesien hat die am 26. Februar d. I. verstorbene Witwe Paula ©uttmann' geb. Mailänder ihr Vermögen hinterlassen. Laut Testament vom 13. September 1907 ist der Magistrat mit der Verwaltung vertraut. Von den Einkünften der Stiftung sollen ferner jährlich 300 Mark an die Shnagogengemeinde zur Pflege von vier Gräbern gestiftet werden. — In Essen verstarb der Vorsitzende der Repräsentantenversammlung der Synagogengemeinde, Herr Kanzleirat Josef Hirsch. — Am 21. Juni begeht der Vorsitzende des Vorstandes der Shnagogengemeinde zu Magdeburg, Herr Gustav H e y n e m a n n, seinen 70. Geburtstag. Bei jedermann durch seine humane Gesinnung hochgeachtet, genießt er insbesondere in landwirtschaftlichen Kreisen hohes Ansehen durch seine trefflichen Sachkenntnisse, die er schon des öfteren in Gutachten über landwirtschaftliche Fragen zum Ausdruck gebracht hat. — Herr Jacob Schiss- New Pork hat zum Andenken an seine Schwester der jüdischen Gemeinde in Frankfurt a. M. für die Gründung einer Adelheid-Geiger geb. Schiff-Stiftung 100 000 Mark überwiesen, deren Zinsen teils dem Almosenkasten, teils dem Verein jüdischer Krankenpflegerinnen zufallen sollen. — Der Kaufmann Leopold L i n d h e i m e r gus Bödigheim hat der Religionsgemeinschaft in Baden A. HE PICKELS Zwillingswerk Messerwaren bester Qualität. Alle meine Fabrikate tragen mein Zwillingueichen; wenn eie bei Wiedr xverkJtafern nicutsa haben sind, bitte lieh *u wenden an die NM«Tag«: Berlin W. 66, Leipziger Strasse 118. Filialen in Köln a.Rh. - Dreiden-A. - Frankfurt a.X. Hamborg - Mönchs» - Wien I - New York. 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