Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1913)
- Date
- 1913-05-16
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3229069-3229090--69456-3281758- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
3 fttrtjk 15, wohin .auch MelduiMN bis spätestens 1. Juni zu richten sind. LL Berlin, 13. Mai. Die Anskunftsstelle des Verbandes für jüdische Wohlfahrtspflege, Roseustraße 2—i, in der Montag, Mittwoch, Freitag vormittag %11 bis V>1 Uhr Rat und Auskunft über Wohlfahrtseinrichtungen für jüdische Hilfsbedürftige kostenlos erteilt werden, braucht an diesen sowie den anderen Vormittagen — bis auf Sonnabend — jüngere freiwillige Hilfskräfte (Damen und Herren). Die Tätigkeit ist vielseitig und anregend, zugleich eine gute Einführung in das gesamte Gebiet der Wohltütigkeitsbestrebnngen. Nähere Auskunft erteilt gern in der Auskunftsstelle zwischen 9 bis 3 Uhr die Leiterin, Fräulein Dr. I a c o b s o h n. M. Hamburg, 9 Mai. Das Repräsentantenkolleg i u m fcu? r Deutsch-Israelitischen Gemeinde hielt im Genieindebureau eine Sitzung unter Vorsitz des Herrn Jakob Alexander ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der Vorsitzende zunächst die Herren O e t t i n g e r und Peine, die von langwieriger Krankheit genesen, zum erstenmal wieder den Verhandlungen beiwohnten. Der zweite Vorsitzende, Herr Jos. Lippmann, teilte mit, daß der allverehrte Vorsitzende, Herr Alexander, kürzlich seinen 60. Geburtstag gefeiert habe. Wenn er auch fern von Hamburg geweilt, so hatte der Vorstand doch im Namen des Kollegiums dem Jubilar telegraphisch die Glückwünsche der Repräsentanten übermittelt, und er spreche hier den Wunsch aus, daß es dem Gevurtstagskinde noch lange vergönnt sein möge, die Geschäfte des Kollegiums in voller Rüstigkeit zum Besten des Gemeindewesens zu leiten. Herr- Alexander dankte für die ihm erwiesene Ehrung und teilte, zur Tagesordnung übergehend, mit, daß der Gemeindevorstand die Satzungen des Siechenheims in der vom Repräsentantenkollegium beschlossenen Fassung genehmigt habe. Ferner ist vom Gemeindevorstand ein Schreiben eingegangen, in welchem dieser dem Beschluß des Kollegiums auf Nebernahme der Seelsorge für die israelitischen Gefangenen durch den Staat beitritt und mitteilt, daß er bereit sei, dies an zuständiger Stelle zu beantragen. Die Abrechnung der Gemeinde für das Jahr 1911 wird nach kurzer Debatte genehmigt. Beim Antrag des Gemeinde!) orstandes aus Erhöhung des Gehaltes der Lehrer für Erteilung des Religionsunterrichts an die. Volksschule besuchende israelitische Kinder fragt Herr Bachrach an, ob der Gemeindevorstand eine Kontrolle darüber habe, welche Eltern ihre Kinder an dem Religionsunterricht teilnehmen lassen. Herr Syndikus D r. Nathan erwidert, daß er jetzt mit einer diesbezüglichen Enquete beschäftigt sei, im übrigen könne der Gemeindevorstand wohl kaum einen Zwang zur Teilnahme an dem Religionsunterricht ausüben, da ihm hierzu die gesetzlichen Unterlagen fehlen. Die Gehaltserhöhung wird anstandslos bewilligt. Eine sehr lebhafte Debatte rief der folgende Punkt der Tagesordnung hervor: Antrag des Gemeindevorstandes auf Nachbewilligung von 9600 Mark an die Armenkommi'ssion für das Jahr 1912. Die Herren Alexander und L i p P - mann rügen es, daß die Armenkommission erst jetzt mit der Nachforderung komme, auch wird der Wunsch geäußert, daß in Zukunft derartige Vudgetüberschreitungen dnrch fparsam/ere Bewilligungen vermieden werden. Herr Albert Wolfs, als Mitglied der Armenkommission, weist darauf hin, daß durch den Tod eines Beamten die Armenkommission nicht rechtzeitig ihren Bedarf für das Jahr 1912 übersehen konnte. Der Mehraufwand sei hauptsächlich durch den strengen Winter im Jahre 1912 hervorgerufen worden. Auch werden die Anforderungen an die Armenpflege naturgemäß von Jahr zu Jahr größer, sind aber gerade in letzter Zeit stark angewachsen, da die staatliche Beschränkung des Straßenhandels gerade unter den jüdischen Armen viel Not und Elend hervorruft. Die Kommission habe übrigens dafür Sorge getragen, daß in Zukunft derartige Budgetüberschreitungen rechtzeitig den Gemeindekvllegien mitgeteilt und die nötigen Mittel eingestellt würden. Das Ergebnis der Debatte war die einstimmige Annahme des Antrages auf Bewilligung der Mittel. Gleichzeitig fand der folgende Antrag K i m m e l st i e l Annahme: „Das Repräsentantenkollegium ersucht den Gemeindevorstand, das Armenkollegium anzuweisen, sein Budget nach Möglichkeit nicht zu überschreiten. Wenn sich das nicht ermöglichen läßt, so möge die Armenkommission rechtzeitig um eine Nachbewilligung ersuchen. Jedenfalls möge der Gemeindevorstand dafür Sorge tragen, daß die Armenkommission dem Gemeindcvorstand regelmäßig vierteljährlich eine Aufstellung ihrer Ausgaben einreiche." Auf Antrag des Gemeindevorstandes wurde dazu noch dem Deutsch-Israelitischen Gemeindeburrd ein einmaliger Beitrag für den Bau einer Fürsorgeanstalt fürschulentlassene jüdische Mädchen bewilligt. Alsdann trat geheime Sitzung ein. y. Nürnberg, 9. Mai. Der uns vorliegende dreizehnte Jahresbericht des hiesigen Vereins für jüdische Krankenpfleger i n n e n gedenkt zunächst in Worten wärmster Anerkennung des lang- I^snäelmilch-Pflsnzeobollel'Margarine vollkommenster Butter-Ersatz. Hergesteirt unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. B. Wolf, Cöln a. Rh. Alleinige Fabrikanten: Sana-Gesellschaft m. b. h. Cleve. Bad Salzuflen! Mich. Hamlet. Erste und vornehmste 1V2 Oension in nächster Nähe d. Kurparks, der Trinkhallen und der Badehäuser. Bekanntlich erstkl. Küche. Elegante grobe Zimmer. Kail veMausen Botel rur Post. Das ganze Jahr geöffnet. :: Pension "IV2 :: Inhaber: Max Fleischer .Wmmlich. In gwettl gpch- «Dn«n\ w’brfnisfch I MrtÄkh.aj\ Kaiser- Natron Rieh. Maune, Dresden-Löbtau 16 Spezialfabnik für KrankenfahrstUhle für Zimmer und Strasse, Krankenselbstfahrer, Invalidenrädermechanische Ruhestühle, Klosettstuhle, Ess- und Lesetische, verstellbare Kopfkissen. _ _ In jeder grösseren Stadt werden Verkaufsstellen nachgewiesen. Kataloge gratis. gBad Neuenahr. § Hervorragende Kurerfolge bei ■” 8 Magen-, Darm-, Leber-,Gallenstein-, Nierenu. Blasen- 5 O leiden, Zuckerkrankheit, Gicht und Rheumatismus. O O Broschüren kostenlos durch O O Kur- und Verkehrsverein E. V. O 3928^53019296^^525