Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 15 (11.4.1913)
- Date
- 1913-04-11
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
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Sparkasse - war er 40 Jahretätig, seit 1895 als Mitglied des Israel litischen Oberrates des Großherzogtums. Der nunmehr Verklärte war das .Muster eines Familienvaters und eines "guten Bürgers. Seinen höchsten Genuß fand, er -in der Familie. Im kommenden Jahre sollte er die diamantene Hochzeit mit seiner nun 78jährigen, geistig frischen und gebildeten Ehegenossin feiern. In seinem langen, arbeitsamen Leben hat-er vielen Menschen mit Rat und Tat beigestanden. Sein Wirken für das öffentliche Wohl wurde allgemein anerkannt; er war beliebt in allen' Schichten der Bevölkerung unserer Stadt und überall bekannt im Lande. Hauptsächlich feiner Tätigkeit ist.-es zuzuschreiben, daß in unserer so kleinen Gemeinde ein reges Interesse für alle jüdischen Angelegenheiten vorhanden ist. Er war so recht die Verkörperung eines überzeugten', aufgeklärten Judentums. Leser Ihres geschätzten Blattes war der Verstorbene wohl seit zwei - Menschenaltern. Die Bestattung war ein Beweis der Liebe und des Ansehens, welches der Verklärte genoß. Der Magistrat und die Spitzen der Behörden sowie'ein unabsehbares Gefolge erwieKn ihm die letzten Ehren. Herr Landesrabbiner - Dr. Silber st ein gab den Gefühlen der Trauerversammlung in beredten Worten Ausdruck, indem er das Leben und Wirken im Anschluß an das Prophetenwort (Micha 6, 8): „Es ist dir - gesagt worden, o Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nichts anderes als Recht hm, Liebe betätigen und in Demut wandeln vor deinem Gotte" schilderte. Möge auch das Andenken dieses Gerechten zum Segen werden! ■ M. Hamburg, 4. April. Der Verein s e l b st ä n d i g e r j ü d i sch er H and w e rk er u nd G ew erb e tr eib end er hielt feine Monatsversammlung im Logenheim, Hartungstraße, unter Vorsitz des Herrn Bhd. Heinemann ab. .Nach der Aufnahme einer Anzahl neuer Mitglieder verlas der Vorsitzende ein Schreiben des Arbeitgeberverbandes im Malergewerbe, Gau Hamburg, in welchem auf die Aussperrung im Malergewerbe aufmerksam gemacht und um Solidarität ersucht wird. Den Bericht des Ausschusses erstattete sodann Herr Nissensohn. ■ Den Antrag Feldmann auf Veranstaltung einer Wohltätigkeitslotterie zum Besten der Unterstützungskasse empfahl der Ausschuß'abzulehnen.' Aus formellen Gründen wurde der Antrag an den Ausschuß' zurückverwieseu. Eine sehr rege Aussprache knüpfte sich an den Antrag Elkeles, den im Mai stättsindenden Verbandstag zu ersuchen, auf dem im Herbst 1913 in Hamburg abzuhaltenden Deutschen Judentag ' eine allgemeine Ausstellung der Erzeugnisse des jüdischen Handwerks zu veranstalten. Der Vorsitzende teilte mit, daß der Verbandsvorstand dem Antrag, so schön und ideal er auch gedacht sei, aus praktischen Gründen nicht sehr synrpathisch gegenüberstehe, da die Zeit zur Arrangierung einer großen Ausstellung viel zu knapp bemessen sei.' Auch würde der Judentag diesmal eine derartig reichhaltige Tagesordnung , zu erledigen haben, daß die Delegierten kaum Zeit und Muße zur Besichtigung der Ausstellung finden würden. Von anderer Seite wurde dagegen betont, daß der Hamburger Verein den Antrag dem Verbandstag vörlegen solle, um die Stimmung der Delegierten kennen zu lernen. Wenn der Antrag auf dem Verbandstage keine Gegenliebe finde, dann sei es immer noch an der Zeit, ihn zurückzuziehen. Jedenfalls müsse etwas geschehen, um das noch vielfach vorhandene Vorurteil gegen das jüdische Handwerk zu bekämpfen, Nach weiterer Debatte lehnte schließlich die Versammlung den Antrag ab. L/D Oberstein, 4. April. Die im vorigen Monat hier abgehaltene Propagandaversammlung des „Ze ntralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" nahm einen allerseits begeisternden und befriedigenden Verlauf. Sie war von vielen israelitischen Gemeinden des Fürstentums Birkenfeld wie des übrigen Nahegebietes besucht. Herr Lehrer a. D. F. Eppstein aus Hoppstädten leitete trotz seines Alters mit noch jugendlicher Kraft die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und gab Herrn Rechtsanwalt Dr. Kehr aus Kaiserslautern das Wort zu seinem Referate über „Die Ziele und Bestrebungen des Zentralvereins". Nachdem der Redner eine packende Schilderung sowohl des politischen wie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Antisemitismus gegeben hatte und das Verhalten des Staates gegenüber dem getauften und ungetansten Juden gebührende gekennzeichnet, 'äußerte er sich in Biesenposten garantiert echter Straussfedern infolge meiner fttffirt schwarz, weiß und farbig. 10—15 cm großen Einkäufe PI4IT|J breit, 40—50 ein lang, 1,2, 3.4, 6 M., ca. 18 cm breit 6 und 8 M., 20 ena breit 10, 12, 15, 18 M., Prachtstücke bis 100 M. Pleureirsen. 30—40 ow breit, 30—100 cm lang, von 6 — 120 M., je nach Länge und Qualität. Reiher. Flügel. Gestecke. Stolen und Boas zu billigsten Preisen. Auswahlfendungen gegen Referenzen und Portoersatz. Straussfederhaus Herrn. Hesse, Dresden, Scheffelstrasse. LEVICO LEVICO HAÜ$TR1NKI£UREN ===^Triniesc^eniäta n Qnrifirnl Kurzeii: April- Oktober. ll .0UllM.U1 mit Alpiner Filiale . 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