Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Auskunstsstelle des Jüdischen Frauenbundes; Verbreitung vonLiteratur zur Sittlichkeitsfrage; Erweiterung der Vertrauensliste der ausländischen Schutzadressen; Errichtung von Jugendgrnppen; Errichtung von Heimen für erwerbstätige Frauen und Mädchen; Petition zwecks Anstellung von jüdischen Lehrerinnen usw. Am nächsten Tage sailden die Sitzungen der Kommissionen für Stellenvermittlung, in der das öfter erwähnte Kartell gegründet wurde, und der Jugendkommission sowie eine geschlossene Vorstandssitzung statt. Die so erfolgreiche Tagung wurde durch einen „Jugendabend" beendet, an welchem die Damen Werner und Baehr-Hämburg, Neumüller und Rapp-Frankfurt 'a. M., Krämer-München, Meyer- Berlin die Ausgaben der weiblichen Jugendgruppen und Mädchenklubs besprachen und interessante Mitteilungen aus dem Vereinsleben machten. — Die Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes ist Berlin 8W.; Königgrätzer Straße 97. Kassel- 28. März. Am Dienstag den , 18. März und den vorhergegangenen Tagen fand am israelitischen Seminar zu Kassel die diesjährige E n t l a s s u n g s P r ü s u n g statt. Den Vorsitz bei der mündlichen Prüfung führte der Provinzialschulrat Leist. Die Prüfung hatte ein günstiges Ergebnis. ' Die Examinanden bestanden. Einer wurde von der mündlichen Prüfung befreit. Frankfurt a. M., 31. März Im Vorjahre haben wir über die Gründung des Gen es u n gs h e i m s der Eduard-und- Adelheid-Kann-Stiftung, das sich in Oberstedten im Taunus am Gothischen Haus befindet, berichtet. Auch im letzten Jahre wurde das Heim von einer größeren Anzahl von Personenbesucht. Der Bericht erwähnt 80 Insassen mit 2130 Verpslegungstagen, wovon über 1300 ohne jede Bezahlung gewährt werden konnten,, während im Jahre 1911 nur 56 Insassen Aufnahme fanden. Der Erfolg hat sich, insbesondere in der gesundheitlichen Kräftigung gezeigt, die sich bei allen Insassen schon nach kurzer Zeit bemerkbar machte. Der Stiftungsvorstand hat einen herben Verlust durch den Tod des Herrn Benny O p p e n h e i m e r erlitten, dessen reicher Wirksamkeit aus dem Gebiete der Wohlfahrtspflege auch an dieser Stelle gedacht werden muß. .Das Genesungsheim, das für israelitische Patienten beiderlei Geschlechts bestimmt ist, -wird am 6. Mai 1913 wieder eröffnet und sind Anmeldungen an die Verwaltung der Kann-Stistung, Schillerstraße 22 in Frankfurt a. M., zu richten. 22 Offenbnrg (Baden), 23. März. Zu Ehren des nach 37jähriger Wirksamkeit, durch Uebersiedlung nach Berlin, scheidenden Herrn Bezirksrabbiners Dr. Rawicz versammelten sich am 24. d. M. in dessen Wohnung die Vertreter "der Gemeinden des Synagogenbezirks Ossenburg zu einer kleinen Abschiedsfeier. Namens des'Bezirkes hielt der dienstälteste Vorsteher Herr M. Dreh s u ß - Nonnenweier eine Ansprache, für die einzelnen Gemeinden sprachen die Herren Vorsteher O b e r b r u n n e r - Ossenburg, D u r l a ch e r - Kippenheim, Grailsamer - Friesenheim, Weil -'Lahr, Shnagogenrat Samuel Weil- Schmieheim und als Lehrer Herr Schleicher- Nonnenweier, die dem Scheidenden den Dank für sein ersprießliches Wirken und die besten Wünsche für sein und seiner Familie Wohlergehen zum Ausdruck brachten. Obwohl' Herr Dr. Nawicz schon längere Zeit von einem hartnäckigen Augenleiden befallen ist, ließ er es sich nicht nehmen, jedem einzelnen Redner für die an ihn gerichteten Wvrte zu danken und die Vertreter zu bitten, allen Gemeindemitgliedern seine Grüße und guten Wünsche für die Zukunft zu übermitteln. In den Ansprachen wurde klar zum Ausdruck gebracht, daß der Bezirk und die Gemeinden dem scheidenden Herrn Bezirksrabbiner, der auf eine so lange und segensreiche Seelsorgertätigkeit zurückschaut, ein otinm cum dignitatejm* seinen Lebensabend wünschen. * Oesterretch-Nngsm. Meran, 28. März. Am 16. d. M. fand die V. Generalversammlung des Vereins „Asyl für mittellose kranke Israeliten in MeravT unter Beteiligung eines zahlreichen und sehr distinguierten'Publikums statt. Herr Dr. M. Ko r es begrüßte die Anwesenden, konstatierte die ordnungsgemäße Einberufung und Beschlußfähigkeit der Versammlung und gedachte In warmen Worten der durch den Tod dem Vereine entrissenen Gönner. Die geschästsführende Vizepräsidentin Frau Dr. Rosa Hersch gab in ihrem Tätigkeitsbericht eine ausführliche Uebersicht über die geschäftliche Tätigkeit des Vereins. Den interessanten und gründlichen Ausführungen folgten die Anwesenden mit großem Interesse. Dem mit großem Beifall ausgenommenen Tätigkeitsbericht folgten der Kassenbericht des Vereinskassierers Herrn G. Katzenstein und der Revisionsbericht des Herrn Heinrich Gutmann; es wurde die genaue und sorgfältige Behandlung der Kasse und Revision seitens der genannten Herren von der Versammlung mit großer Befriedigung wahrgenommen. Nicht minder Befriedigung rief der ärztliche Bericht des Präsidenten und Chefarztes Herrn Dr. M. Koref hervor. Die günstigen Heilungserfolge und die stetig wachsende Nachfrage um Aufnahme in das Genesungsheim sprechen nicht minder, beredt als .Drei Bevorzuge imjjalon sind dleSarottl- Schokoladen M-MÜdi-, N;-Nuß-, V-Vanille- Schokolade Leicht schmelzend und von feinstem Wohlgeschmack Qualiidf und Preiswürdigkeif vereinig! Zahn-Crem e tmnwwttwn J. A. H ENCKELS Zwillingswerk Messerwaren bester Qualität. 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