Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- Seite 7 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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die statistischen Daten,; daß das Genesungsheim als humanitäre Anstalt mit vollem Recht seinen guten Ruf verdient. Zum Schluß sprach - Herr Dr. Schass, Lemberg, dem Gesamtvorstande, insbesondere dem Präsidenten' Herrn Dr. Koref und der geschäftsführenden Vizepräsidentin Frau Dr. Hersch, namens der Versammlung den innigsten Dank für die Mühe und Arbeit'im Dienste der Humanität aus, woraus der Vorstand als freien Antrag die Ernennung des verewigten Herrn San.-Rat Dr. R. Hausmann, Meran, und des Revisors Herrn H. Gutmann, Meran, in Anbetracht der hervorragenden Verdienste um den.Verein zu Ehrenmitgliedern vorschlug. Die Versammlung nahm per Akklamation die Wahl vor. — Das Genesungsheim hat bereits zum fünftenmäl seine Tätigkeit der Oeffentlichkeit unterbreitet, seit fünf Jahren unter allgemeinem Interesse segensreich gewirkt. Das Wohlwollen und die Förderung aller gutgesinnter Menschen werden dieser Anstalt gewiß immer treu bleiben. * Von Oah und jferu. — Der Berliner Stadtverordnete Max S a l i n g e r, in Firma Levy u. Salinger, feierte am 1, d. M. sein 40 jähriges Geschäftsjubiläum. Max Saling er, der vor wenigen Tagen sein 65. Lebensjahr vollendete, ist Ritter des Eisernen Kreuzes und stellvertretender Handelsrichter. — Ein jüdischer Sportplatz soll auf forstfiskalischem Gelände bei .Schulzendorf angelegt werden.. Der Plan geht von dem Turnverein „Bar-Kochba" aus, der schon im Vorjahre gelegentlich aus Schulzendorser Gebiet ein Schauturnen veranstaltete. — In der Synagoge des L u i s e n st ä d t i s ch e n B r ü d e r v e r e i n s, die sich auf dem Hintergelände des Grundstücks Dresdener- Straße 127 befindet, ist in.der Rächt zum 1. April ein Einbruch verübt worden. Die Diebe erbrächen die Sammelbüchsenundnahmen alles darin befindliche Geld mit. Dann, erbrachen sie. die Bundeslade, schnitten aus dem kostbaren Vorhang eine in Gold gestickte Krone, die mit Künstedelsteinen besetzt war. Ferner -demolierten sie mehrere Leuchter und nahmen einige wertvolle Synägogengeräte mit. Die Diebe Müssen mit den örtlichen Verhältnissen sehr, gut Bescheid gewußt haben. -^Die jüdische Gemeinde in Königsberg i. Pr. hat durch den Tod des Kaufmanns Max Arendt einen schweren Verlust erlitten. Er gehörte jahrelang der Repräsentantenversammlung an und war seit 1911 ihr Vorsteher. Herr Arendt war auch Vorsteher der Chewra Kadischa und der Zentralarmenkommission. -— Für einen Synagogenbau in ZoPPot ist von der neubegründeten jüdischen . Gemeinde für -22 000. Mark. ein Gelände von 800 Quadratmetern in der Roonstraße vom Mühlenbesitzer Gustav Bahr gekauft worden. Im verflossenen Schuljahr besuchten die Oberrealschule in Graudenz 441 evangelische, 54 katholische und 33 jüdische Schüler; die Vorschule 121 evangelische, 21 katholische und 5 jüdische Schüler. — Mit dem 1. April eröffnet das Casp ar-Lachmannsch e Provinzialw aisenhaus in Graudenz eine besondere Station für entlassene Knaben und Mädchen, die zu ihrer beruflichen Ausbildung noch einige Jahre' in Graudenz. bleiben sollen, vor allem für diejenigen Zöglinge, die sich einem Handwerk zuwenden und für deren geeignete Unterbringung bisher große Schwierigkeiten gemacht wurden. Das Hauptgewicht der Erziehung soll-auch aus die Ausbildung nach der Schulentlassung gelegt werden. — Aus Ostrowo wird uns geschrieben: . Bei den stattgesundenen Repräsentantenwahlen in der jüdischen Gemeinde wurden gewählt die Herren Destillateur Remak, Kaufleute Bergmann, Fränkel und S. Friedmann zu Repräsentanten und zu Stell- . Vertretern die Herren Mählenbesitzer -Färber, Kausleute Leo Roth st ein, S. Wisch und Wilhelm Kaiser. — In Oppeln verschied im Alter von 83 Jahren der Vorsitzende des Repräsentantenkollegiums, Herr Adolph Goldfeld. — Der Professor des Hygienischen Instituts in München, Dr. Rudolf Emmerich, der sich mit'dem Studium befaßt, wie Fleisch vor Verwesung zu schützen ist, hielt vor kurzem einen öffentlichen Vortrag, in dem er darauf hinwies, daß die jüdisch-rituelle Schlachtung das Fleisch'blutleer mache und es vor frühzeitiger Verwesung schütze. Prof E m in e r i ch 'empfahl, bei Schlachtungen sich nur der jüdischen Schlachtmethode zu bedienen. — Die Stadtverordnetenversammlung hat . der israelitischen Gemeinde in Neuß einen Zuschuß von 1000 M. für eine neue Leichenhalle gewährt, — Geh. Konimerzienrat Ludwig Mayer in Öffenbach erhielt das .Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. — 'Der dieser Tage in Wiesbaden verstorbene 80 jährige Rentner V. Bernstein war lange Jahre Mitglied der Stadtverordneten-' Versammlung. Als Vorsteh er .der israelitischen Kultusgemeinde, welches Amt er 28 Jahre inne hatte, erwarb er sich auch um die Entwicklung der Gemeinde und besonders ürn'..die'Erbauungsder' Synagoge 'große Verdienste. — Das Fest der goldenen Hochzeit feierte in Freiburg i. B. der langjährige Seniorchef des Hauses Gebr. D r e y f u ß, Samson Dreyfuß mit seiner Gattin. — Am 18. v.. M. Zum Umzug. Bürgerw-hnuug uuö rvshuungskuttuV, dieses Thema wird unter den Tagesfragen nicht eher abgesetzt werden, als bis es seine vollständige Lösung gefunden hat. ' Immer mehr wird man sich heute darüber klar, daß man auch ohne reichgeschnitzte Möbel zu einer vornehmen Wohnung kommen kann, oft ist diese Neichhest geradezu sogar Hinderlich dabei, Die vorgeschrittenen, in besserer Lebenslage befindlichen Stände, die für den Empfang ihrer Gäste drei Besuchszimmer öffnen, kommen immer mehr davon zurück, Schloßmöbel in diese Zimmer zu stellen. Das ist deswegen richtig, weil für gewöhnlich diese Räume als Wohnzimmer dienen müssen und Prunkmöbel zum Lauskleide schlecht stimmen. - Am Wohnungen vornehm zu gestalten, dafür-...sinh'- heute', ..ganz andere Mittel zur Land,; als noch vor etwa 10. Jahren. Nur das eine sei hier erwähnt: wie weiß man heute anders mit der Farbe zuschalten und was ist nicht alles zu erzielen, wenn die Möbel, die Vorhänge, die Tapete, der Teppich und die Bilder fein in der Farbe zueinander abgestimmt find. Vorbilder hierfür gibt die Ausstellung in der Tau^tzienstraße 10 der Firma W. Dittmar, Berlin, Molkenmarkt 6. Die Besichtigung ist dort' wie im Lauptgeschäft erbeten. Drucksachen, wie das Lest „Bilderhängen, Möbelstellen, Einrichten", stehen auf Wunsch gern und kostenfrei zur Verfügung. Kosten, Zeit und Arbeit daroh Benutzung unserer Annoncen- Expedition, selbst wenn es sich nur tim eine Gelegenheit«-Anzeige, ein Gesuch oder ein Angebot handelt, das in einer oder mehreren Zeitungen veröffentlicht werden soll. -ExpeditiiB RudoH Hom. Die VICTORIA zu BERLIN Allgemeine Versicherungs - Actien - Gesellschaft . in den letzten 25 Jahren. Jahr Vermögen Einnahme^ an Prämien und Zinsen Jahresgewinn Angesammelter Gewinn für die Versicherten Lebens- Versieherungs- Bestand in Millionen M a r k. 1886 28,5 5,9 . t,o 1,9 107,7 ' 1891 •; 57.9 15,1 3,4 . .6,9 207,9 1896: 133.9 37,5 6.9 . 18,2 . 504,5 1901 319,8 78,4 ' 17,2. . 54,7 920,0 1906 606.3 123,8 26.2 115,0 1395,1. 1911 885,2 181,1 36,4 172,1 2122,6 Prospekte bei jedem' Vertreter der Gesellschaft;, Meldungen von Agenten an die Direktion Berlin SW68,Lin‘dehstr. 20-25. 13