Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
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3 gesetzes sorgsam porbereiteten Pensionsreglement beraten-und angenommen; es soll versucht werden in Rücksicht auf die bestehenden günstigen PensionsbestinnNungen für die Schwestern auf Grund des neuen Entwurfs bei dem Bundesrat die Befreiung von der hohen Bcitragspflicht im Interesse der Schwesternschaft zu erwirken. Die Schwestern haben diesem Entwurf zugestimmt. Der Verein für jüdische Krankenpflegerinnen wird voraussichtlich Anfang Dezember dieses Jahres seih in der Auguststraße 17 belegenes Heim verlassen und das,nun im modernen Stil neu erbaute Schwesternheim beziehen. Dieses Gebäude'ist in der Exerzierstraße aus dem Grundstück des neuen, demnächst zu eröffnenden jüdischen Krankenhauses belegen und für 100 Schwestern vorgesehen. Jeder Schwester wird ein eigenes : mit Zentralheizung, elektrischem Licht und Wascheinrichtung versehenes Zimmer zur Verfügung gestellt; neben der Wohnung der Oberin sind ein ausreichend großer.. Speisesaal, Gesellschaftszimmer, Unterrichts¬ und Bureauräume vorgesehen, Für die bei Jnfektionskranken pflegenden Schwestern sind abgeschlossene Bade- und Umkleideräume mit. besonderem Eingang vorhanden. Küche, Wirtschafts- und Vor-, ratsräume befinden sich im Souterrain. Speiseaufzug ist vorhanden. Das Schwesternheim ist mit Balkonen versehen und wird einen eigenen, vom Krankenhaus abgetrennten Garten haben. Da das neue Krankenhaus über 40 Schwestern erfordert, so muß die Zahl der Lehrschwestern vermehrt werden, wenn, wie bisher, die Privatpflege, die Armenünd Gemeindepflege nicht vernachlässigt werden sollen. Es können sich daher geeignete Mädchen und unabhängige Frauen, die sich der Krankenpflege widmen wollen, bei dem Vorstande oder der Oberin des Vereins, Fräulein Rose Blau, Schwesternheim Auguststraße 17 melden,- wo auch schriftliche Auskunft über die Aufnahmebedingungen erteilt wird. * 2X2 Berlin, 28. März. Am 19. d. M. hielt der Hilfsverein für die jüdischen Taubstummen in Deutschland in seinem neu erbauten' Altersheim zu Berlin-Niederschönhausen, Kaiserin-Augusta-Straße 37, seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab, an welcher außer dem Vorstande des Vereins eine größere Anzahl Vereinsmitglieder teilgenommen hat. Der Vorsitzende Herr Theodor Löwenberg erstattete den Jahresbericht oder bestelle gleich einen Doppelinhalator bei: Wiesbadener Inhalatoren - Gesellschaft. Wiesbaden 79, Rdeinstr. 34. Der „Wiesbadener Doppelinhalator" ist eine neue Erfindung, welche von ersten Spezialärzten als hervorragend gut befunden wurde. Auf vollständig kaltem Wege überführt er jede medikamentöse Flüssigkeit in einen vollkommen gasartigen Zustand. Dieser gasartige Medizinnebel wird dann genau wie Luft eingeatmet und vermag bis in die verstecktesten Teile der Atmungsörgane. sogar bis in die Lunge zu dringen. Die Wirkung ist verblüffend. Der Preis ist so gestellt, daß ihn jeder kaufen kann.- Er kostet sofort gebrauchsfertig mit Jnhalationsflüssigkeit (Eucal.-Präv.) nur 8 M. (Porto 50 Pf.), bei Nachnahme 8.85 M. Keine weiteren Unkosten, nur einmalige Ausgabe. 3§jabrlger BroncbialKatarrb, ioiäbr. flstbma und Obrentubenkatarrb gebellt. . Berlin 8 59, den 24. Febr. 1913. Seit znka 35 Jahren leide ich an chronischem Bronchialkatarrh. Lungenkatarrh sowie seit ca. 10 Jahren an Asthma. Nachdem ich verschiedene Kuren erfolglos durchgeführt, hatte, ließ ich-mir vor 10. Wochen Ihren Doppelinhalator, auf welchen ich durch die Zeitung aufmerksam gemacht wurde, schicken. Ich bin erfreut über den Erfolg. Schon nach einigen Tagen stellte sich eine wesentliche Besserung ein; ich fühlte mich wohler, leichter. Ein Ohrentubenkatarrh, an welchem ich seit Anfang September v. I. litt, war nach 6wöchigem Gebrauch ebenfalls vollständig geheilt... HermänÄ Christiani sen., Grimmstraße 18II: erfolg vei $jäbrfgcm' Kacbett-, Heb 1 Kopf« und Hasenkatarrb. , . Breslau, den 2. Febr. 1913. Ihren Apparat habe' ich erhalten und teile Ihnen mit, daß ich mit demselben sehr zufriedencbm. Ich leide schon seit zirka 8 Jahren an einem hartnäckigen Rachen-, Kehlkopf- und Nasenkatarrh. Hübe mich schon zu wiederholten Malen ärztlich behandeln lassen, aber vergebens. Ihr Doppelinhälator scheint das richtige Mittel gegen derartige Leiden zu fein. Schon nach acht Tagen habe ich Linderung gehabt. Die Schleimabsynderüng ist auch nicht mehr so stark wie früher. > Ich werde aber noch eine Zeit inhalieren, damit ich die Kur mit Erfolg., beenden kann. > Die Art der Vergasung befriedigt mich in hohem Maße... . Theofil Wurzel, Gellhornstraße 5. Aierdrclener voppelinftalator. er$taunli<l>{ Klirkuna de! Keuchhusten. Köstritz, den 24. Febr. 1913. Den von Ihnen Anfang Februar d. I. bezogenen „Wiesbadener Doppelinhalator" habe ich täglich im Gebrauch, da ich leicht.zu Erkältungen neige. Die Wirkungen, die er auszulösen vermag, find recht befriedigende. In der. Hauptsache aber, habe ich das.Instrument bei meinen 2 Mädchen, die vom Keuchhusten befallensind, zur Anwendung gebracht. Die Wirkung ist erstaunlich. Nach kurzem! Gebrauch des Inhalators setzte eine beträchtliche Schleimabsonderung ein, die den Kindern große Erleichterungen brachte... Fr. Schneider, Kaufmänn. Leiter. Alleinige Fabrikanten: 'Wiesbadener Inhalatoren- Gesellschaft, Wiesbaden 79, Rheinftratze 34. Telegramm-Adresse: „Doppelinhalator Wiesbaden". Ächten Sie aber genau auf Unsere Firma, um auch den wirklich echten ^Wiesbadener Doppelinhalator" und 'keinen' einfachen, wie er von anderer Seite , angepriesen wird, zu erhalten.- Katarrhe und Tod. Betr, Erhaltungen, Schnupfen u$w. Ohne Lust kein'Leben! Also wenn die Ätmungsorgane ihre Tätigkeit einstellen und der Lunge keinen Sauerstoff zur Weitervermittlung mehr zuführen, ist es aus mit dem Leben. Sind die Tltmungsorgane erkrankt, so können sie natürlich nicht intensiv genug arbeiten,- und der ganze Körper leidet darunter. Nun leiden viele Menschen schon jahrelang an solchen Krankheiten/ ohne es zu wissen. Sie kennen wohl die Namen, wie z. B. Bronchialkatarrh, Lungenspitzenkatarrh. Luftröhrenkatarrh, Kehlkopf-, Nasen-, Rachenkatarrh, Schnupfen. Erkältungen, Asthma usw., sie wissen aber nicht, woran man diese sich so furchtbar rächenden Krankheiten erkennt. Wir wollen Sie ausklären und fragen Sie deshalb: 1. Haben Sie oft Husten? 2. Fühlen Sie oft Trockenheit im Halse? 3. Sind Sie oft heiser? 4. Sind Sie oft erkältet? 5. SindJhreLuftröhren oft verschleimt? 6. Haben Sie oft Auswurs? . 7. Besonders des Morgens? 8. Ist Ihre Nase oft verstopft? 9. Haben Sie oft Kopfschmerzen? 10. Besonders bei Witterungswechsel? 11. Haben Sie Beschwerden beim Atmen? 12. Besonders bei Treppensteigen? 13. Ist die Nasenschleimabfonderung oft stark? 14. Müssen Sie zeitweise anhaltend niesen? ■ 15.! Sind Sie oft müde beim Aufstehen? 16. Leiden Sie an Verdauungsstörungen? 17. Hören. Sie zeitweise schwer? 18. Fühlen Sie Schmerzen über den Augen? Beantworten Sie sich diese Fragen selbst! Es sind -dies alles Anzeichen von vorhandenen Entzündungen der Schleimhäute (Katarrhe), und diese sind gefährlicher, als man im allgemeinen annimmt; denn die Entzündung der Schleimhäute ist der Anfang und die Lungenschwindsucht häufig das Ende. Im-Interesse der Allgemeinheit senden wir kostenlos eine belehrende Schrift.über die Selbstbehandlung der Schleimhäute mit dem Wiesbadener Doppelinhalator an jedermann. Man schreibe sofort, denn jeder Tag .bedeutet eine Gefahr und Qual, und hob in diesem hervor, daß das abgelaufene Geschäftsjahr, das zehnte seit der Begründung des Vereins, ein besonders arbeitsreiches gewesen sei, da in ihm der Neubau zur Unterbringung des von ihm errichteten Altersheims stattgefnndcn habe. Aber wenn auch das finanzielle Ergebnis des letzten Jahres gegenüber dem Vorjahre ein günstigeres gewesen sei, so sei doch durch beit Neubau das ersparte Vereinskapital völlig aufgezehrt worden und seien die Verpflichtungen des Vereins ganz erheblich größere geworden, so daß trotz der größeren Mitgliederzahl und trotz der höheren Einnahmen die Mittel des Vereins für die Zukunft bei weitem nicht ausreichen werden, um allen Ansprüchen gerecht werden, zu können. Er richtete an die Anwesenden die Bitte, eine recht rege Tätigkeit im Interesse des Vereins zu entfalten, und wies sie daraus hin, daß der Schatzmeister HerrSamuel Cohn, Berlin, Lützowüfer 13, stets bereit sei, Geldbeträge für den Verein entgegenzunehmen. Alsdann erstattete der Schatzmeister den Kassenbericht, und nachdemdie Revisoren ihm für seine rege Tätigkeit den Dank ausgesprochen hatten, wurde ihm Entlastung erteilt. Die turnusmäßig ansscheidenden Vorstandsmitglieder Herr William N e u m a n n, Herr Bernhard Cohn und Herr Max Kann wurden per Akklamation wiedergewählt. Nachdem das Vereinsmitglied Herr Ludwig Auerbach dem Vorstande den Dank der Vereinsmitglieder für das schöne Werk, das der Verein errichtet hat,- ausgesprochen hatte, erfolgte ein Rnndgang der Anwesenden durch die gesamten Räume der Anstalt, deren Einrichtung allgemeine Anerkennung fand. 2X2 Breslau, 28. März. . Am 20., 21. und 22. d. Ad. fand in der staatlich anerkannten Krankenpslegeschule des israelitischen Krankenhauses zu Breslau unter dem Vorsitz des Herrn Negierungs¬ und Geheimen Medizinalrats Dr. Telke die Reifeprüfung statt. Die zehn zur Prüfung zugelassenen Schwestern haben sämtlich das Examen als staatlich anerkannte Krankenpflegerinnen bestanden, und zwar vier mit dem Prädikat „sehr gut", vier mit dem Prädikat „gut" und zwei mit dem Prädikat „genügend". 2X2 Breslau, 28. März. Anläßlich der Jahrhundertfeier, zur Erhebung Preußens brachte die „Breslauer Zeitung" folgende interessante Notiz: An der Erhebung Preußens hat die jüdische