Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 13 (28.3.1913)
- Date
- 1913-03-28
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
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5 tretung, jene Männer zu ehren, welche damals in Wien für die erhabenen Grundsätze der Freiheit und Gleichberechtigung aller Staatsbürger ohne Unterschied der Konfession und des Glaubensbekenntnisses gekämpft und gelitten haben. Der Gemeinderat wolle daher beschließen: Es seien Gassen nach Robert Blum, Adolf Fischhof und Konrad Förster'zu benennen. Dieser Antrag wurde ohne Debatte der geschäftsmäßigen Verhandlung zugewiesen. Für den Wiener Gemeinderat bedeutet es eine Art Schritt zum Besseren. L/D Budapest, 20. März. Eine Deputation des Landes r abbin erbereins, bestehend aus den Herren Dr. N c u - m a n n (Nagykanisza), Prof. Blau, Dr. V e n e t i a n e r (Ujpest), Dr. Kiß (Ofen), Dr. Fischer (Budapest), Dr. Junger (Siklos), Dr. Spiegel (Eßtergom), Dr. Schwarz (Ghör), Dr. G o l d - b e r g e r (Tatra), Dr. E d e l st e i n (Ofen), Dr. K r i e s h a b e r (SoroksLr) und Dr. Bande (Kispest), machte kürzlich beim Kultus- und Uuterrichtsminister Grasen Johann Z i ch y ihre Aufwartung. Der Sprecher der Deputation, Dr. N e u m an«, gab dem Danke der ungarischen Rabbiner Ausdruck dafür, daß der Minister jetzt, wo er die den Seelsorgen so nötige materielle Unterstützung zu gewähren beschloß, seine Fürsorge auch aus die Rabbiner auszudehnen bereit ist. Er wies ans die ungünstige finanzielle Lage der Rabbiner hin und bat, daß dieselben bei Feststellung der Alterszulage gleich den Seelsorgern der anderen Konfessionen behandelt werden mögen. Der tVt i n i st e r empfing die Deputation sehr freundlich und versicherte sie seines größten Wohlwollens. Er dankte für die Anerkennung, welche der Sprecher der Deputation seiner Person und seiner Wirksamkeit zuteil werden ließ, und versicherte, daß er die sittlichen und finanziellen Interessen sämtlicher Konfessionen in gleichem Maße am Herzen trage. Sein Standpunkt sei, mit gleichem Maße zu messen und alle Konfessionen in jeder Hinsicht in gleicher Weise zu behandeln. Dieses Prinzip leite ihn auch bei der Vorbereitung des Gesetzentwurfs über die Alterszulagen sowie bei der soeben geplanten Anweisung der Zulage. Wenn die Seelsorger irgendwelcher Konfession es verdienen, daß der Staat sie'unterstütze, so verdienten es die israelitischen Seelsorger, die hinsichtlich der um die ungarische Staatsidee geleisteten wertvollen Dienste sich unter den ersten befänden. Dieser Gesichtspunki werde den Minister auch bei der Erledigung der in Rede stehenden Angelegenheit leiten. Die Antwort des Ministers wurde von der Deputation mit lebhaften Eljenrnsen ausgenommen. Sodann stellte Dr. Neumann die Erschienenen dem Minister vor, woraus die Audienz ihr Ende nahm. * Von Ash und Fern. — Die von dem Stadtverordneten S e l m a r S o l m i tz mit einem Kapital von 30 000 Mark gegründete Solmitz-Stiftnng hat den Zweck, tüchtigen jüngeren Aerzten an städtischen Anstalten und am Krankenhaus der jüdischen Gemeinde Preise und Beihilfen für wissenschastliche Arbeiten zu gewähren. In diesem Jahre sind die Arbeit des Assistenzarztes Dr. Wvlfsvhn am Krankenhaus der jüdischen Gemeinde „lieber Scrvdiagnostik des Krebses" und die des Dr. Valentin, Assistenzarzt am Birchow-Krankenhnus, „lieber Transplantationen" mit einem Preise ausgezeichnet worden. Der Preis betrug für jede Arbeit 800 Mark. — Aus den für 1912 fälligen Zinsen der von dem verstorbenen Geheimen Kommerzienrat Salomon Lach m a n n in Berlin gegründeten Stiftung sind 25 Militärinvaliden am 22. März mit Geldgeschenken von je 48 Mark bedacht worden. — Der bekannte Berliner Rechtsanwalt Justizrat Dr. Ludwig Fla tau ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Seit 1884 beim hiesigen Landgericht I eingetragen, hat er neben seiner Auwaltspraxis sich auch vielfach mit kommunalen und politischen Angelegenheiten-beschäftigt. Er war längere Zeit Stadtverordneter in Charlottenburg und gehörte auch dein Wahl- Versprich mir, daß Du nun endlich Sanatogen nehmen wirst. Von 17000Ärzten anerkanntes Kräftigungsmittel für Körper und Nerven. Erhältlich in allen Apotheken undDrogerien.Broschüren und Proben kostenlos und portofrei von den Sanatogen-Werken,Berlin,Friedrichstr.231 Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit. Ende 1912 Bestand: 785 Millionen Mark. Kostenfreie Kriegsversicherung. äi. PJDB 52 NV2 ä» Gemüse- und Früehtekonserven sowie sämtliche Kolonialwaren, Weine, Liköre, Schokoladen, Kakao mit anerkannter orthodoxer Rabbiner Schönlanfeer Mazze ab Lager 32 Pf. so lange der Yorrat reicht franko Haus 35 Pf. . Auf Wunsch sende Preisliste. nortnTolm P. Link, Berlin, Oranienburger Str. 86 a. I lUD Meranei» Hol 1V21 Berlin C, Königstrasse 34/36, I. Etage. Amt Kgst., Nr. 10946. Restaurant ersten Ranges am Platze, am Bahnhof Alexanderplatz unter Aufsicht des Kabbinats der hiesigen jüdischen Gemeinde. Diiier von 12bis4Uhr ä M. 1.60. — Reichhaltige Abendkarte. Qto Ausrichten von Hochzeiten und Festlichkeiten in und IRUUIIC« ausser dem Hause. — Saal für Hochzeiten und Fest- ^ichkeitei^owieflirVereine^mHause^^Kornt^^