Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1913)
- Date
- 1913-02-14
- Page
- Seite 84 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3229069-3229077--69206-3281495- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden.' 9. Jahrgang. Heft Nr. 1. Januar 1913. Gemeindeblatt der Jüdischen - Gemeinde zu Berlin. 3. Jahrgang. Nr. 1.- Berlin, den. 10. Januar 1913. Ost und West. XIII. Jahrgang. Heft 1. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Jsradlrte Universelle. ' Im Deutschen Reich. Zeitschrift des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. XIX. Jahrgang. - Nr. 1. Berlin, Januar 1913. Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Jahrgang 4, Heft 1. Berlin den 1. Januar 1913. Volksschristen über die jüdische Religion, herausgegeben von Dr. I. Ziegler, Karlsbad. 1. Jahrgang. 3. und 4. Heft (Doppelheft). Die Thora Moses von Dr. B. Jacob, Dortmund. I. Das Buch. Frankfurt a. M. I. Kaufsmann. 1912/13. Unter der goldenen Kuppel. Heitere Bilder aus dem Reichstag von Hugo Frenz, mit 6 humoristischen Zeichnungen von Paul Halle. Berlin W 30. 1913. Hermann Barsdors Verlag. The Jewisli Review. Edited by Norman Bentwich & Dr. J. Hochman. Vol. III. No. 17. Jan. 1913. K. E. Blätter. Monatsschrift der im Kartellkonvent vereinigten Korporationen. 3. Jahrgang. Nr. 4. 1. Januar 1913. Die Sadduzäer von Rudolf Leszynsky. Berlin, Mayer und Müller. 1912. ' ' Trauerrede, gehalten an der Bahre des verewigten Oberrats Leopold Ettlinger am 9. Dezember 1912 von Dr. M. Appel, Stadt- und Konserenzrabbiner in Karlsruhe. Karlsruhe, Buchdruckerei von Malsch und Vogel. 1912. Geschichte der Weltliteratur. Von Dr. Carl Busse. In zwei Bänden. Zweiter Band: Mit 439 Abbildungen Im Text und 25 Einschaltbildern. Bielefeld und Leipzig.' 1913. Verlag von Velhagen und Klasing. "pTn Informationsblatt Nr. 3'; Herausgegeben vom Bureau der Agudas'Jsroel. Frankfurt a. M. Naabe-Gedächtnisschrift. Herausgegeben von Professor Dr. Heinrich Goebel. Erstes Sonderheft der „Genien". Monatsschrift für Literatur und Kunst. Im Xenien-Verlag zu Leipzig 1912. Salamon Dembitzer: Wolken. Jargongedichte. Gefangen vom Leben. — Vun mein Mammes Täg. — Jüdische Toner. Antwerpen. S. Kahans Verlag. 1912. Fünfzig Jahre Erinnerungen aus Amt und Leben. Skizzen von Bernhard Jacobsohn. Im Selbstverlag des Verfassers. Druck von O. Wolfs. Berlin-Friedenau 1912. Rede zum 100. Geburtstage Sigismund Sterns, des Begründers der jüdischen Resormgemeinde in Berlin, gehalten im Gotteshause derselben von Dr. Jelski am 30. Juni 1912. Veröffentlicht vom Vorstande der Gemeinde. Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. 3. Jahrgang. Heft 12. Berlin, 1. Dezember 1912. Für unseve Jugend.' Ein Unterhalbungsbuch für israeMsche Knaben und Mädchen. Unter Mitwirkung eines Ausschusses herausgvgeben von E. Gut. Neue Folge. Frankfurt a. M. I. Kauffmann. 1913. Preis 3 Mark. Sxrechsaal. An die Familie des verstorbenen Heinema n n V o g e l st e i n. „Die Hauptkonferenz amerikanischer Rabbiner, die im April 1912 in Baltimore, Md., tagte, nahm in ihrer Jahresversammlung mit Bedauern zur Kenntnis, daß ein großer Führer des liberalen Judentums in Deutschland verschieden ist. Heinemann Vogel stein war ein Gelehrter und Känrpfer aus dem Felde jüdischen Fortschritts. Er setzte sich ein für den Fortschritt mit dem Mute eines ernsten Glaubens an die Prinzipien jüdischer Reform. Wir fühlen, daß wir in ihm einen Bruder verloren haben, erfüllt von unserem Geiste, und geben unserem großen Schmerze über sein Ableben Ausdruck." ' * 84 —-— ‘; Be schluß d es Vorstandes der jüdischen Gemeinde zu Posen vom 16. Dezember 1912. Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. hat mit Bezug aus die verschiedenen Veröffentlichungen in Angelegenheit der Richtlinien für das liberale-Judentum mittels .Schreibens vom 5. Dezember d. I. im Anschluß an seinen Antrag vom 25. v. M. den Wortlaut'der Erklärung übersandt, wie sie vön den Gemeindebehörden der Jüdischen Gemeinde in Berlin endgültig angenommen worden ist. Dem Anträge des genannten Vorstandes, der Erklärung seitens der hiesigen Gemeinde beizutreten, wird nur wie folgt entsprochen: E i n st i m m i g beigetreten wird dem ersten Teile der Erklärung, welcher lautet: „Innerhalb des deutschen Judentums bestehen die verschiedensten Anschauungen und Richtungen, die durch das Band der Jüdischen Gemeinde zu einer Einheit zusammengeschlossen sind. Diese unverbrüchliche Einheit kann weder durch Erklärungen liberaler Rabbiner noch durch Erklärungen orthodoxer oder traditionell gesetzestreuec Rabbiner erschüttert werden." Mit 3 gegen 2 Stimmen wird dem zweiten Teile beigetreten, welcher lautet: „Keiner Richtung im Judentum steht das Recht zu, einer anderen die Zugehörigkeit zur religiösen Gemeinschaft abzusprechen oder ihr den Makel der Minderwertigkeit anzuheften." Teil 3 und Teil 4 der Erklärung werden einstimmig abgelehnt. Posen, 5. Februar. ‘ * , ~ Erwiderung. Eine Bemerkung ist es besonders, di.e mich veranlaßt, mit wenigen Worten auf einen Artikel einzugehen, der am 31. Januar an dieser Stelle erschien und sich polemisch mit mir befaßte. Es heißt dort nämlich: „Die zahlreichen liberalen Mitglieder unserer Gemeinde aber können ihr Befremden und ihren Unwillen darüber nicht los werden, daß es ausgerechnet ein Atheist fein muß, ein Mann, der.in öffentlicher Versammlung erklärt hat, er sei mit der Religion fertig, daß gerade ein Mann dieser Denkungsart es sein muß, der sich bei jeder Gelegenheit als Wortführer und Vorkämpfer der Orthodoxie aufspielt." Ich will nun nicht behaupten, daß der anonyme Herr Verfasser absichtlich eine vor Jahren von mir gemachte Diskussionsbemerkung für seine Zwecke redigiert hat. Objektiv jedenfalls spricht er die Unwahrheit, wenn er mich so zitiert, wie eres tut. In Wirklichkeit sagte ich damals nämlich: „Zwar bin auch ich mit der primitiven sogenannten Kindheitsreligion längst fertig. Nennen Sie mich meinetwegen sogar mit einem mir zwar unsympathischen Worte Atheist. Aus religiösen Gründen nehme ich also keine Stellung zur liberalen Bewegung. Weil ich dagegen der Ansicht bin, daß durch die Lockerung des Zeremonialgesetzes und durch die Umwertung aller Werte auch der Zusammenhang unter den Massen des jüdischen Volkes gelockert und so sein Bestand gefährdet wird, deshalb werden Sie mich stets im Lager der Männer treffen, die die Reform bekämpfen." Der Herr Anonymus nennt ferner mein Verhalten in der liberalen Versammlung unwürdig und hält es nicht für nötig, für diese herabsetzende Bezeichnung einen anderen Beweis zu erbringen, als daß er behauptet, ich hätte gegen die liberalen Rabbiner vom Leder gezogen. Das zu tun braucht noch nicht im Einzelsalle eine unwürdige Handlung zu fein. In Wirklichkeit habe ich denn auch nichts anderes getan, als an der Lebensführung mehrerer liberaler Rabbiner die Wirkungen demonstriert, die die liberale Idee im praktischen jüdischreligiösen Leben hervorruft. Von dem einen habe ich behauptet, daß er am Sabbat raucht, von dem anderen, daß er aus einer Kaisergeb urtstagsseier offen gegen das Speisegesetz verstößt und mit seiner Familie in einer nichtrituellen Pension seine Ferien verlebt. Unwürdig wäre mein Verhalten, wenn ich auch nur ein Wort von dem, was ich gesagt habe, hätte zurücknehmenmüsfen. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall; ich bin im Gegenteil jederzeit bereit, für meine Behauptungen einzustehen. Der Herr Anonymus schreibt fünfundfünfzig Druckzeilen über eine Versammlung. Dreißig davon widmet er der löblichen Aufgabe, zwei gegnerische Diskussionsredner in der Öffentlichkeit herabzusetzen. Aber auch nur ein Wort von dem, was sie gesagt haben, objektiv wiederzugeben oder sachlich zu bekämpfen,, hält er für überflüssig. Dr. Grüneberg, Elberfeld.