Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 45 (8.11.1912)
- Date
- 1912-11-08
- Page
- Seite 540 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3229015-3229061--68940-3281225- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
5 m GWßoktüv.' Welche Mise ^Beschränkung Herausgeber auferlegen! Dabei fehlt'^nÄhA 7deM"^ÄlEeI'. fyenrf* ttt#s M BerlG. ISMaMabdruck aus Nr. 23^.Jahrg. 1912 der ^,ÄllAni einen Zeitüngdes Judentums". auch manche Tefillah einchißchsiMM. ku^gekSWmG:D:—üch jpertzHM zum Beispiel die Weisen fÄ.'-Äalch'iökh,^ SiHrünÄch ^ünd^ Schü^oröth.. gänzlich:^ Moh^-Wkrd'EDsßse^GÄeffkMe''nr-M88Ä^D8n^^üE" das Werk ist beinahe spezifisch.süddeutsch gehalten.— in ziemlich .einfacher Weise rezitiert und das typische: kakosuv b'svroseebo. hat, der Herausgeber auch angegeben, , allein die Gebete: m'loeh, soellrtznu und t'ka hätten doch besonders.ausgezeichnet.zu werden verdient,. .- . Man mep/t an dem.Werke, daß Scheuermann früher einmal Kantor in Bingen ä. Rh. .war, denn das sogenannte „Binger Ghasonus", das in der Hauptsache eigentlich „Mannheimer Chasonus" ish hat er besonders kultiviert, nur hätte ich gewünscht, daß über,jeder diesbezüglichen Nummer „Aus der .Binger Partitur" gestanden, hätte. . Ueberhaupt fehlt vielfach die Angabe der Komponisten. Das ist aber7 bei einem Lehrbuch — ich nenne es absichtlich so . und komme später .darauf zurück — durchaus nötig. Der Schüler und angehende Kantor sock alle Quellen kennen lernen, auf daß er aus diesen selbst schöpfe. Daß 2, 1 und £ gle'chlauten ist wohl in Südbeutschlarid vielfach üblich, jedoch unrichtig. Doch das sind alles Mängel, denen bei. einer zweiten Auflage, die hoffentlich' bald notwendig wird, leicht abzuhelfen sein wird. Jedenfalls hat das Werk Scheuermanns das gehalten, was von ihm in einer Vorbesprechung gesagt wurde: es ist. ein praktisches Lehr- und Handbuch für Kantorenschüler und junge Kantoren und ist zugleich für Fortbildungszwecke sehr geeignet.7 Dazu kommt noch, daß es das süddeutsche Chasonus, das doch noch nicht .allgemein bekannt sein dürfte, in zahlreichen traditionellen Weisen, deren Komponisten Scheuermann wohl selbst nicht kennt, vortrefflich zum Ausdruck bringt. Den Chasonuslehrer zeigt der Herausgeber..darin,- daß er keine Wiederholung einer,. Melodie. bringt, .sondern auf bereits - be? kanntes immer nur hinweist. Ueberhaupt liegt in den Hinweisen ein erzieherisches Moment. Würde dem. Schüler alles, gegeben,, so würde dieser, später in der Praxis bequemerweise vielleicht nur von Noten beten, während er so gezwungen wird, die Gesänge wirklich zu studieren und zu memorieren. Das Werk ist bereits in mehreren jüdischen Lehrerbildungsanstalten eingeführt, ein Beweis dafür, daß. Scheuermann einem Bedürfnis abgeholsen hat.^Der Preis des Bandes (4 Mark) ist ein sehr geringer. * A. N, . i-s AHWUie WHdichtrr^sremdeDHungen und. Schätze aus ihren Werkeg jn deuMer^Nächdichtung. .Beben..LiLKalstoi, ^'Wmr'NäUde). MärkischäVerläManstalt, Berlin W. — Zweiter Sanb; - Von Petryrca bis.Tolstoi. -j.. ... Syngögen-Kompönisten Und nhre Werke?' Mil einem- Vörivort V6n Oberkantor M. Henle, Hainburg. . Ueberreicht von der Buch- und Musikalienhandlung M. W. Kaufmann, Leipzig. . . .. .. .. Das Judentum und seine Zukunft. Bon M. F.. Kohl,' Villmar.! Lahn. Zu haben bei A. I. Hosmann/ Frankfurt a. M. Preis 50 Pf. - -Ludwig Philippson (28,' Dezember 1811 bis 28.. Dezember 1911). ' Vortrag, gehalten in der Generalversammlung der Gesellschaft zur; Förderung der Wissenschaft des Judentums zu Berlin, am 3.. Januar 1912. ' Von Dr. I. Elbogen, Leipzig. Buchhandlung-Gustav. Fock, \ G. m. b. H., 1912. -XIX. Jahresbericht der israelitisch-theologischen Lehranstalt. in Wien, -. Für das Schuljahr 1911/12. Voran geht die Tosiftä. des Traktates Nesikin Baba K.amma, geordnet und kommentiert. Mit einer Einleitung: Das Verhältnis der Tosiftä zur Mischna von Rektor Pros. . Dr. A. Schwarz. Wien 1912. ' Kirchen am Rhein. Eine karolingische Königspfalz. Beitrag zur Kulturgeschichte des Oberrheins von der Steinzeit bis zur Gegenwart: Von Julius Schmidt, Pfarrer in Kirchen. Mit-Illustrationen, zwei Plänen und'je einer Originalzeichnung von I. P. Hebel und H. Daur, Bühl (Baden), Druck und Verlag der. Konkordia 1912.. Grundriß der, Gesamtwissenschaft des Judentums. Talmudische Archäologie von Dr. Samuel Krauß. Bd. III. Leipzig, Gustav Fock. '1912. Judentum und Kapitalismus. Eine kritische Würdigung von Werner Sömbarts ,^Die Juden und das Wirtschaftsleben". Von Rabbiner Dr. M. Hoffmann. Berlin 1912. Verlag von H. Jtzkowski. i Preis 2.50 M. Jud Süß. Ein Schauspiel von .Fritz Runge. Frankfurt a. M. Verlag von I. Kaussmann. 1912. Ums Land der Väter. Von Luise Algenstaedt. . Preis 3.50 M. 1912. Berlin. Verlag von Edwin Runge. . H. S. Mosenthal, Bilder 7aus dem jüdischen Familienleben. Leipzig. Verlag von'Max Koch. * — Im Di e n st e des Fortschritts, Von Jos. Fei nc r, Hamburg 1912. Der bekannte Vorsitzende des jüdischen Lehrerverbandes, der auch in Freimaurerkreisen eine hervorragende Tätigkeit entfaltet, bietet uns hier ein Schriftchen, das eine Tat, ein Kid dusch Hasch ein bedeutet. Wenn die Bekenner der einzelnen Konfessionen die hochragenden ethischen Ideen, die der Verfasser mit voller Begeisterung. und edler Form darin zum Ausdruck bringt, sich zu eigen machen würden, dann hätten die konfessionellen Zwistigkeiten ihr Ende erreicht. Gegenseitige Duldung betont Feiner vor allem, er bemerkt.:; „Als Angehöriger einer Religionsgemeinschaft, die durch Intoleranz und Fanatismus unmenschliche Leiden erduldet, die ein Vieltausend-, jähriges Martyrium aus ihren Gang durch die Geschichtegeleitet hat, habe ich den Wert unbeding t er Duldung gegenüber jeder ehrlichen Üeberzeugung würdigen gelernt." Möge die Schrift, die wohl vornehmlich zur Lektüre für die Mitglieder des Freimaurerordens bestimmt ist, auch in anderen Kreisen begeisterten Widerhall finden. . . Dr. M. Sp. MHereinlauk. Besprechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet , in keinem Falle statt. Geschichte der Beerdigungs-Brüderschaft der Deutsch-Israelitischen V Gemeinde in Hamburg. Festschrift zur Jahrhundertfeier ihrer Neu- \ gründung im Jahre 5572/1812 (Urgründung 5430/1670). Im Aufträge verfaßt von Salomön Goldsch'midt, Hamburg 5672/1912. j Der jüdische Charakter in der Weltgeschichte. Von Dr. M. Lewin. ' Rede zur Feier des hundertsten Jahrestages der Emanzipation der preußischen Juden,- gehalten im Gotteshause der jüdischen Reform- ■ : Sxrechsaal. Posen/Rawitsch, den 29. Oktober 1912. -. Sehr geehrte Redaktion! uf Grund des § 11 des Preßgesetzes vom 7. Mai 1874 bitten wir um Ausnahme der folgenden Berichtigung in demselben Teile Ihrer Zeitung, in dem der Abdruck des zu berichtigenden Artikels „Ostmärkisches Judentum von Hermann Becker" in Nr, 42 Ihrer Zeitung erfolgt. ist. In-diesem Artikel wird die Behauptung aufgestellt, daß ein für uns tätiger „Wanderredner in bis dahin friedlichen Gemeinden Versammlungen abhält und Zwietracht unter den wenigen Gemeindemitgliedern der kleineren Städte zu säen sucht." Diese Behauptung, kann sich nur auf Herrn Dr, Ph. de Haas beziehen, der. mehrere Jahre hindurch als Generalsekretär unserer Vereinigung : fungierte, ein Amt, das er zu unserem lebhaften Bedauern vor wenigen Wochen infolge einer ehrenvollen Berufung als Rabbiner der Shnagogengemeinde Kattowitz aufgab. Win erklären hierdurch, daß unser Generalsekretär während seiner ganzen.Wirksamkeit in den kleineren Gemeinden, der Ostmark niemals Zwietracht zu säen gesucht oder gesät hat, sondern sich ausschließlich bemüht hat, Positives zu leisten und Religiosität in den Gemeinden zu verbreiten. Jede gegenteilige Behauptung entspricht nicht den Tatsachen, .was durch alle Hörer der von unserem Generalsekretär gehaltenen zahlreichen Vorträge erwiesen werden kann. Die in jenem Artikel ferner gemachte Mitteilung über die Höhe des Jahreseinkommens unseres Generalsekretärs ist ebenfalls gänzlich unrichtig. Ostdeutsche Abteilung der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums. I. A. Dr. Calvary, Arzt, Posen. Loewy, Bankier, Rawitsch'. . .v