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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-10-02 · Heft 40 (2.10.1912) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 40 (2.10.1912)
Date
1912-10-02
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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" bilb eines gewissen Braverman, das irr seinen Konturen aus der hebräischen, mikroskopisch-kleinen Niederschrift des V. Buch- Mosis. gebildet ' wird. Hier kam -auch das Bild Strijewskis) „Polnisch-jüdische Hochzeit'/, . ein Geschenk Baron Kohners,' zur - Aufstellung^ wie auch die wmiderbaren Croquis des.'erblindeten Malers Anton Z i lz e r, der einzige lebenswahre Typen aus dem'Greisenheim des Pester Heiligen Vereins aufs Papier fesselte. An Statuen fällt hier' die Büste des berühmten Augenarztes Dr. Ignaz Hirschler auf, der bekanntlich nebst Karl Schwab als erster Jude von Sr. Majestät in das ungarische Bcagnatenhaus berufen wurde. Nicht ' ohne eine - gewisse Ergriffenheit läßt sich der altehrwürdige eiserne Leuchter der Jeschiwa von Papa mit seiner puritanen Einfachheit betrachten. ' Zn/ stolzem Gegensätze hebt sich von 'der 'AHenWerliegenden WaNd der riesige göldbrokatene Vorhang' ''für ^N^./Äunveslcide/ mit -wunderbaren Verzierungen im Stile der späten Nenäissänee, ab. Das Objekt, derzeit wohl noch in einen' ausländischen Prozeß verwickelt, wurde durch die. Hochherzigkeit des Barons Hatvany dem Museum gesichert. Ein. Chanukaleuchter mit dem Porträt Leopolds I. und als Ständer beiderseitig je einen schmucken ungarischen" Heiducken, eine email- und siligranverzierte Thoratasel mit einer Thorarolle, en miniature, zwei prachtvolle Kele-Kodesch (heilige Geräte) aus getriebenem Silber sind auch handwerklich hochstehende Werke' des angehenden XVIII. Jahrhunderts, das dann.durch ein von Baron Kohner gestiftetes Psalterium in'Silbereinband seinen Höhepunkt in der Sammlung erreicht.. .Eigentümlich mutet ein Messingchanukaleuchter mit der daraufgesetzten Büste Napoleons an, während aus demselben Material und.,ebenfalls.aus der Empirezeit eine mächtige, etwa zwei Meter hohe Menorah (Kerzenständer) als ein Wunder der, präzisen.Arbeit zu betrachten ist: samt-, liche an die Hundert reichenden Bestandteile des Stückes greifen mit einer stutzenden Pünktlichkeit ineinander. Aus der Krinolineepöche ist ein hübscher Hochzeitsteller aufgestellt, während das. andere Ende des Lebens durch einen seltenen silberdurchwirkten Totengürtel aus der Biedermeierzeit versinnbildlicht wird.'. Manches wertvolle Material bietet die Büch- und Drücksächenabteilung des. Museums'. An erster Stelle ist wohl die Prager Ausgabe der Haggada mit den feinen, wohl auch burlesken und grotesken Holzschnitten zu erwähnen, deren .einzig . würdiges Gegenstück bekanntlich die gleichzeitige Venezianer Ausgabe bildet. Ganz komisch mutet die Megilla aus dem XVIII. Jahrhundert an, wo- Haman und feine Söhne mit. niedlicher Perücke und „dem Dolch im Gewände" gehängt werden. Neben einem "aufliegenden Exemplar der Josephinischen Proklamation zur Nämenausnähme finden wir ein allerliebstes spaniolisches Mohlbüchlein mit Blumen auf Pergament. aus dem Jahre 1825, ein Geschenk des Temesvärer Oberrabbiners Dr. Singer.' Von 1848er Drucksachen findet sich ein feüriges Gedicht des Verlegers Heilprin, eines Freundes von Tompa und Kerenhi, vor, dann die deutsche, bei Beimel in Pest erschienene Uebersetzung von Petösis Gedicht „An die Könige". Die Dokumentensammlung enthält reiche Beiträge zur Geschichte des ungarischen Judentums. Das derzeit älteste Dokument der Sammlung ist wohl ausländischer und zwar schlesischer Herkunft: ' ein Schutzbrief - des Grasen Hardegg für den Juden Isaak aus dem Jahre 1504, ein wertvolles Geschenk des Dr. David Pap. -Unter den fünf prächtigen Kesfübe- (Heirats-)briefen des Museums ist der früheste und zugleich' interessanteste jener aus der Familie Bassewi von Treuenfels, etwa aus dem Jahre 1650, also kurz nach der 1630 erfolgten Nobilitierung der Familiederen Mitglieder sich bekanntlich auch in Ungarn angesiedelt haben. Das mit den Zeichen des Tierkreises wundervoll'ornamentierte Dokument entstammt augenscheinlich der Hand eines italienischen' Miniators. Diese Technik lebte aber in den Ghettos bis in ganz.späte Zeiten fort, wie wir es noch aus dem spätesten Hochzeitsbries des Museums aus dem Jahre 1766 ersehen, der übrigens auch inhaltlich von Interesse ist, da darin noch wörtlich ausbedungen wird, der Gemahl dürfe sich nicht noch eine Frau nehmen. (Bekanntlich setzte der Wormser Rabbiner Gerschon schon im Jahre 1100 die. Polygamie der Juden in Westeuropa unter Bann.. Ein Fürst Esterhazhscher Schutzbrief für den Schutzjuden Koppel (1829) erinnert"an die eigentümliche Jnsti- Behren-Strassfe 9—13 BERLIN W Behren-Strasse 9—13 ^Aktienkapital Reserven . . . .... 200000000 Mark ... 110000000 Mark Im letzten Jahrzehnt (1902—1911) verteilte Dividenden: 11, 11, 12, 12, 12, 12, 12, 12^/2, jß1/*;-121/2()/0. FILIALEN: BREMEN: BRÜSSEL: - DRESDEN: FRANKFURT, a. M.: HAMBURG: KONSTANTINOPEL LEIPZIG: LONDON: MÜNCHEN: . . NÜRNBERG: AUGSBURG:.. . CHEMNITZ: WIESBADEN: Deutsche Bank Filiale Ererben, Domshöf 22—25,; Deutsche Bank Succursäle de Bruxelles, rue d’Arenberg 7 unä 9, Deutsche Bank Filiale Dresden, Ringstrasse 10 (Johannesfing), mit Depositenkasse in Meissen, Deutsche Bank Filiale Frankfurt, Kaiserstrasse 16. Deutsche Bank Filiale Hamburg, Adolphplatz 8, Deutsche Bank Filiale Konstantinopel, Galata, Rue Voivoda 25—27, Deutsche Bank Filiale Leipzig, Rathausring 2, Deutsche Bank (Berlin) London Agency, 4 George Yard, Lombard Street E. C., Deutsche Bank Filiale München, Lenbachplatz 2, Deutsche Bank Filiale Nürnberg, Adlerstrasse 23, Deutsche Bank Depositenkasse Augsburg, Philippine Welser Strasse D. 29, Deutsche Bank Depositenkasse Chemnitz, Königstrasse 3 und 5, Deutsche Bank Depositenkasse Wiesbaden, Wilhelmstrasse 22 (Ecke Friedrichstrasse). Eröffnung von. laufenden Rechnungen.. Depositen- und Scheckverkehr. An-und Verkauf von Wechseln und Schecks auf alle bedeutenderen Plätze des In-und Auslandes. Akkreditierungen, briefliche und telegraphische Auszahlungen nach allen grösseren Plätzen Europas und der überseeischen Länder unter Benutzung direkter Verbindungen. Ausgabe von Welt-Zirkular-Kreditbriefen, zählbar an allen Hauptplätzen der Welt, etwa 2000 Stellen. Einziehung von Wechseln und Verschiffungsdokumenten, auf alle überseeischen Plätze von irgendwelcher Bedeutung. Rembours-Akzept gegen überseeische Warenbezüge. Bevorschussung von Warenverschiffungen. : - Vermittlung von Börsengeschäften an in-, iind .ausländischen Börsen sowie Gewährung von Vorschüssen gegen Unterlagen. Versicherung von Wertpapieren gegen Kürsverlust im Falle der Auslosung. . ' : - Aufbewahrung und Verwaltung von.Wertpapieren. . . Die Deutsche Bank ist mit ihren sämtlichen Zweigniederlassungen und Depositenkassen amtliche Annahmestelle von Zahlungen für Inhaber von Scheck-Konten bei dem Kaiserl. Königl. iOesterreichischen Postsparkässen-Amte in Wien, -t

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