Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 38 (20.9.1912)
- Date
- 1912-09-20
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Z2-'k'Stra.tzv«rg 1. E., 10. September. 'Der soehen'''er'Mreirene.. Ilechettschastsbericht dev Israelitischen Getverbeschule umfaßt die Zeit voln 1. Januar 1909, bis '31. Dezember 1911) drei Jahre reich an ' Arbeit, -tin-Erfolgen-"mt'Anerkennung''fürdieser Allgemeinheit ge? leisteten Dienste.' Mit'dem Gefühl freudiger Genügtuung wird auf die Berichtsperkode hingewiesen, in der der Verein rastlos bestrebt ' war, den Pfleglingen, durchschnittlich etwa 60 an der Zähl, neben un- ' entgeltlicher Verpflegung' die Nötigen beruflichen und allgemeinen Kenntnisse M' vermitteln; Leider hielten mit',dem Fortschrittin schultechnischer Beziehung die .finanziellen Verhältnisse nicht gleichen Schritt. Die Einnahmen wurden zwar nicht weniger, die Ausgaben hingegen wuchsen ganz bedeutend an, so daß die Anstalt trotz der' größten Sparsamkeit alljährlich mit einem Defizit abschloß'. (Im Jahre 1911 überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um mehr als 2400 Mark). Trotzdem darf eine Verringerung des Schülerbestandes nicht eintreten. Weder an Beköstigung, noch an Ausgaben für Unterricht kann gespart werden. Die Weiterentwicklung der Schule ist eine gebieterische Notwendigkeit. Sache aller derjenigen, denen Volkswohl und Jugendfürsorge am Herzen liegt, wird es sein, durch reichliche Unterstützung die Gesellschaft in den Stand zu setzen, daß. die Israelitische Gewerbeschule ihrer großen Aufgabe auch in Zukunft gewachsen bleibe. Die Zeit vom 5. bis 15. Oktober 1911 war für die Israelitische Gewerbeschule von besonderer Bedeutung. Um den Freunden und Gönnern sowie der Allgemeinheit einen Einblick in den Schülbetvieb zu gewähren, wurde eine Ausstellung der Zeichnungen, der Fortbildungsschul- und Werkstättenarbeiton veranstaltet, die gut besucht war und 'allseitig eine gute Beurteilung'fand. Die Zahl der Besucher betrug annähernd 800 Personen. Vor allem sei des Besuches Seiner Exzellenz des Kaiserlichen Statthalters Graf von Wedel und seines Adjutanten Herrn -Oberstleutnant v. Donop dankend erwähnt.' Auch Herr' Unterstaatssekretär -Mandel. beehrte die Ausstellung mit' seinem' Erscheinen und sprach sich wiederholt lobend über die Schule -und ihre Leistungen aus: 'Der Bericht schließtmit» folgender bemerkenswerter Aeußerung des Vorstandes:. Wie oft begegnet man dem Vorurteil, daß unsere Glaubensgenossen jeder körperlichen Arbeitabhold seien und' nach -Erlernung eines Handwerkes -doch wieder zum Handel übergehen: Wiederholt sind wir auf Grund der Statistik der irrigen Meinung entgegengetreten. Im August 1911 haben wir, wie schon oft, Erkundigungen beiunserem ehemaligen Schülern eingezogeiL und es bereitet uns äusrichtige Freude, zu konstatieren, daß derjenige, der sein Handwerk gelernt und versteht, nicht daran denkt, demselben wieder den Rücken kehren. Auch möchten wir darauf aufmerksam machen, daß die wenigen ehemaligen Schüler, die wieder zu anderen Berufen übergegangen sind, hierzu infolge Körperschwäche oder infolge äußerer Umstände gezwungen waren. . * Schweiz. F. R. Zürich, 10. September. Ein eigenartiger Fall von Unduldsamkeit im eigenen Läger versetzt gegenwärtig die Geister jenseits der Alpen in die lebhafteste Erregung. Des zum Zeugnis kann ein Artikel der „Settima israelitica" dienen, in welchem sich eine starke Meinungsverschiedenheit in heftigem Für- und Widerreden zum Ausdruck bringt. Die Sache liegt so. Ein ehrbares und bis dahin völlig unbescholtenes Mädchen will in den Ehestand treten. Als sie dem Oberrabbiner von Livorno diesen Entschluß mitteilt, wird ihr die Eröffnung -gemacht, Daß sie nicht getraut werden könne, da eine ihrer X£llV£l£f ist Margarine i Fflanzen'Buller ( frei von tierischenFetten) ' -liergesteilt aus n u dem feinsten Pflanzenfett aus Kokosnüssen, unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. Rosenack-zu Bremen. Beide vollkommen1 koscheren Produkte, welche den'strengsten Vorschriften entsprechen, dürfen sowohl zu Milch-, als auch Fleischspeisen verwendet werden. Alleinige Fabrikanten-.Kunerolwerke EmhWremen Die VICTORIA zu BERLIN Allgemeine Versicherüngs - Actien - Gesellschaft in den letzten 25 Jahren. Jahr Vermögen Einnahme; an. Prämien und-Zinsen Jahresgewiiin Angesammelter Gewinnftir die; Versicherten - Lebens- Vßrsicherungs- : / - Bestand in Mil 1 i onen Mark. 1886 . 28.5 5.9 1.0 1,9 " 107,7 1891 57,9 15,1 -3,4 *** 0,0 207,9 1896 133,9 37;5 .6 9' -'v'‘ 18,2 504,5 1901 319,8 "; 78,4 17.2 54,7! 920,0 1906 606,3 123,8 26.2 115,0 : 1395,1 1911 885,2 181,1 36,4 - 172,1 2122,6 Prospekte -bei jedem. Vertreter der Gesellschaft. Meldungen von Agenten an die Direktion BerlinSW68,Lindenstr. 20-25. Gegr, 1875 Telephon Amt VI, 191 Ludwig Meyer, Potsdamer Str.134a Gummiwaren- und Verbandstoff-Fabri k Erstklassiges Magazin sämtlicher Artikel :: zur Kranken- und Gesundheitspflege :: Komplette Ausstattungen für das Wochenbett Man verlange herin SPEZIAL-OFFEETE mit neuen Preisen Weibliche Bedienung. . , Leibbinden nach Mass Lieferant-königlicher,.städtischer und Privat-Kranken-Anstalten Zur. 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