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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-09-11 · Heft 37 (11.9.1912) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 37 (11.9.1912)
Date
1912-09-11
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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»OOOOOOCXDCOOCOOOX) 300000000COOOOOODOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOCOOOOOOOOaOOGOO« das Verhältnis der israelitischen,. Neligionsgesellschast zur israelitischen Gemeinde erfolgt: -Nach dem Tode des Herrn Rabbiner Dr. Horowitz machte nämlich die israelitische Neligionsgesellschast den Anspruch, daß ihr ^Rabbiner Dr. Breuer, der an Dienstjahren unter den derzeitigen Rabbinern Frankfurts der älteste sei, in die städtische Schuldeputation einzutreten habe.. Der Herr Unterrichtsminister hat nun entschieden, daß die Frankfurter israelitische Religionsgemeinschaft nicht die eigentliche Ortsgemeinde ist, weil sie nur einen kleinen Teil der Frankfurter Judenschaft vertritt, der sich einer^bestimmten religiösen Richtung angeschlossen hat. Der Eintritt t § ältesten Rabbiners der israelitischen Gemeinde sei ferner um so mebr sachlich begründet, als kein Kind eines Angehörigen der israelitischen Neligionsgesellschast die städtischen /Volksschulen in Frankfurt besuche. S£s> Frankfurt a. M., 8. September. Die Hauptsynagoge an der Börne- und Allerheiligenstraße, die vor fünfzig Jahren errichtet wurde, ist umgebaut und vollständig renoviert worden. Das vordem etwas düstere Gebäude hat ein freundlicheres Ansehen erhalten und läßt jetzt seine in vorzüglicher Weise durchgearbeiteten, maurischen Formen wirksam in Erscheinung treten. Der Jnnenraum hat eine erstaunliche Aenderung durchgemacht. Durch die neue Ausmalung ist ein stimmungsvoller Raum geschaffen worden, die imposanten Verhältnisse sind durch die lebhafte Farbengebung gewachsen. Die stets wechselnden Malereien sind, obschon die maurischen Architekturformen den Ausgangspunkt bildeten, in durchaus freier, farbenfroher Weife entworfen. Einen Glanzpunkt bildet die Partie am Allerheiligsten, ein Akkord von gelb, rot und blau, während die Gewölbe- und Wandflächen der Mittel- und der Seitenschiffe ihren Grundton "mit gesteigerter Wirkung von oben nach unten in grau und blau haben, wobei alle Partien durch dezent angebrachte, echte Vergoldung illuminiert sind. Auch die Eingänge mit den neugeschafsenen Neben- . räumen find in der Farbe vornehm gestimmt. Interessant sind hier eingemauerte, antike Steine mit hebräischen Inschriften und Skulpturen, die sich im.Schutt der Kellerräume vorgefunden haben und aus den Synagogen entstammen, die vordem am selben Platz gestanden haben. Zwei Schlußsteine sind aus der 1711 abgebrannten Synagoge. Sie sind in der späteren Synagoge wieder verwandt, worden und mit nachträglich eingemeißelten Inschriften, versehen, die die Freude über den gewaltigeren Neubau ausdrücken. Die Steine kommen also jetzt wieder zu ihrem Rechte. Dann sind rechts und links im Vordereingang zwei Türstürze der- Eingänge der 1712 erbauten Synagoge und über der Mitteltüre zum Jnnenraum ein sogenannter „Chuppastein" angebrachtden man nur noch selten antrifft. Nach jüdischem Brauch wurde an diesem Stein, der sich an der Außenwand der Synagoge befand, bet Trauungen ein Glas zerschellt. Die gesamten Arbeiten leitete Architekt Fritz Ep. st ein, Frankfurt a. M. Die Synagoge wird zu Nosch haschonoh wieder in Benutzung genommen. -; L2 Mainz, 3. September. Heute vormittag 11% Uhr hatte sich zahlreiches Publikum, darunter die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörde, m der Neuen Synagoge in der Bonifaziusstraße eingesunden, um der feierlichen Einweihung derselben' beizuwohnen. Die Feier wurde eingeleitet durch einen Choral von Glück (Psalm 24, 7 bis 10), gesungen vom Synagogenchor und verstärkt durch fangeskundige Damen und Herren der Gemeinde. Diesem Choral folgte nachstehende Ansprache des ersten Vorstehers, Herrn- Stadtverordneten Kommerzienrat Bernhard M a her: „Im Namendes Vorstandes der Israelitischen Gemeinde begrüße ich die Vertreter der hohen Behörden, die Ehrengäste sowie die Mitglieder unserer Gemeinde, und'danke ich Ihnen aufs wärmste , für Ihr-uns ehrendes Erscheinen. Es gereicht mir zur besonderen Freude, Ihnen zur-heutigen Feier einen kurzen Rückblick auf die Bmlgeschichte unseres neuen Gotteshauses geben zu dürfen.; Unsere alte Synagoge entsprach nicht mehr den baupolizeilichen Bestimungen, die heutzutage an ein öffentliches Gebäude, gestellt werden wegen der Sicherheit der Besucher. Da ein Umbau des alten Gebäudes mit unverhältnismäßig großen Kosten verknüpft gewesen wäre und trotzdem nicht Abhilfe aller Mängel gewährleistet hätte, entschied sich die am 10. Juli 1910 einberufene Gemeindeversammlung mit großer Mehrheit für den Neubau einer Synagoge. Ein allgemeiner Wettbewerb unter den deutschen Architekten wurde zur Erlangung eines Bebauungsplanes ausgeschrieben, und ging aus diesem Wettbewerb unter 131 Bewerbern Herr Architekt Willy Graf in Stutt- ' gart mit dem ersten Preis hervor. Ihm wurde vom Vorstande und der von demselben zugezogenen Baukommission der Auftrag zur Erbauung dieses Gotteshauses' gegeben, und am 5. Mai 1911 begonnen, können wir heute, nach kaum sechzehnmonätlicher Bauzeit, die Einweihung unserer neuen Synagoge begehen. Für die geniale und rasche Ausführung des Baues gebührt Herrn Architekt Graf unser aller Dank, wie wir ihn auch seinem unermüdlichen Bauwerkmsister Herrn Architekt Siegloch aussprechen. Gleichzeitig danken wir allen den Meistern und gpO OOOCOC cOoOOOOCO DOC OCCCQO OCOCOOOOOCCO JOC CODOCOO :oooax)ox)oooGOocooDoooooooooaooacoapax3cxx:ooooocax)oogococxcoooax>cGc ooccocag DEUTSCHE PALÄSTINA-BANK BERLIN W8 HAMBURG Wilhelmstrasse 67; Adolphsplatz 4; Aktienkapital: M. 20000000 Telegrammadresse: Palestinbank Reserven: M. 2 900 000 Kontokorrent- und Scheckverkehr, Ausfertigung von Schecks und Kreditbriefen, Umwechslung von Kupons und fremden Geldsorten, Ausführung von Börsenaufträgen, Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Vermietung von Safes, Inkasso von Wechseln und Verladedokumenten, besonders von solchen auf die Plätze des Balkans und der Levante. FILIALEN IM ORIENT: Beirut, Damaskus, Haifa, Jaffa, Jerusalem, Tripoli (Syrien), Agentur Nazareth. §Docooooa»cooa»aooooax)aQooQO(»ooQocQoc»oaöooocoo<xocooacooaö'äo )ax>ocDooooooax5a»oobor coocoocooaöcooQOoooocooooooooo odcooo 300 oooodooxx

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