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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-08-30 · Heft 35 (30.8.1912) · p. Seite 419

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 35 (30.8.1912)
Date
1912-08-30
Page
Seite 419 (sequence 11)
Language
German
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— Un ami. dlsraöl. Le pfere. Hyacinthe par Aim6 Palliare CLoetmol). Paris. Imprimerie typograpliique Adrien. Mer6chal. - 1912. Man würbe"irren, wenn man meinte, es handelte sich hier bloß um . eine Auseinandersetzung der Stellung des,. Verstorbenen, der. von berufener Seite schon in diesen Blättern gewürdigt worden ist, zu-den Juden. Es ist vielmehr eine',lebhafte, stärk orätorisch gefärbte Darlegung der religiösen Anschauungen des merkwürdigen Mannes,'seiner Auffassung des Todes, der Unsterblichkeit, des Menschenwesens, usw. Wer sich für'diese seltsame Erscheinung interessiert, wird das Schrift-'; chen mit Vergnügen, lesen. L. G. Löcheremlauk. Besprechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet .. in keinem Falle statt. Verband der Deutschen Juden. Siebenter Geschäftsbericht für die Zeit vom 1. April 1911 bis 31. März-1912, erstattet vom Generalsekretär. Berlin 1912. D. Feilchenseld, Berlin 8"W 19. Talmudische Ethik des Alphabets. Studie von Dr. D. Leimdörfer, Rabbiner und Prediger zu Hamburg. 1912. Frankfurt a. M. I. Kaufmanns Buchhandlung.. Gemeindeblatt der jüdischen Gemeinde zu " Berlin. 2. Jahrg. Nr. 8. Berlin, den 9. August 1912. Neue Bilder von Herbert Eulenberg. 1. bis 3. Ausl. Verlag von Bruno - Cassirer. Berlin 1912. The jewish quarterly Review. Vol III. No. 1. Jüly 1912. New series edited by Cyrus Adler and S. Schechter. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. Herausgegeben von Dr. M, Grunwald. 16. Jahrg. 3. Heft. Wien 1912. r Freie jüdische Lehrerstimme. Monatsschrift für die Pflege der Interessen des Judentums in Schule und Haus. Organ des „Oesterr. Israelit. Religionslehrerbund". Nr. 6, 1. Jahrg. 15. August 1912. K. C. Blätter. Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigten. Korporationen. 2. Jahrg. Nr. 10/11., 1. Juli 1912. Die Thora als Grundlage unseres Verbandes.- Voxtrag, gehalten auf. dem 21. Gemeindetag des Verbandest der Synagogengemeinden , Westfalens zu Bochum am 23. Juni 1912, von Dr. M. David, Rabbiner der- Synagogengemeinde, Bochum. Französische-Zauberfibel. L. F. Weiß. Selbstunterricht. Lesen, sprechen, schreiben in kurzer Zeit. Preis 2,40 M. Verlag L. F. Weiß, Berlin W 50. Die Goldschilds.^ Die Geschichte einer jüdischen Familie, von Friedrich Fürst Wrede. 3. Ausl. Ernst Hofmann u. Co. in Berlin. Dr. M. Poppelauers Berliner Volkskälender für Israeliten auf' das Jahr 6673 (1913). Mit literarischen Notizen und einem Gedenkblatt versehen. 53. Jahrgang. Verlag v. M. Poppelauer, Buchhandlung, Berlin C., Neue Friedrichstraße 59. Sprechsssl. München,- 17. August. V^on einem jungen christlichen Historiker empfangen wir folgende Zuschrift) der wir gern an dieser Stelle , Raum geben. Die Red. Vor kurzer Zeit erschien ein genealogisches Handbuch, „Semi- Gothä" benannt,.in welchem die Genealogie des jüdischen Adels behandelt wurde und fälschlicherweise eine große Anzahl christlicher Familien hineinversetzt würde. Von der wissenschaftlichen Genealogie wurde das Büch strikt abgelehnt, wie es auch-,zu Angriffen der konservativen Blätter geführt hat und zum Teil zu sehr spöttischen , Bemerkungen über die Genealogieder Juden selbst. Nmi, verehrter' Herr Professor,' warum wird dennnicht durch Veröffentlichung von richtigen altjüdischen. Familiengenealogien der Sinn für Fannliengesch'ichte usw. in der. Judenschaft wieder-angeregt? Ich meine nicht die Veröffentlichung der Genealogie des 'sogenannten jüdischen Adels, sondern des guten. altjüdischen Bürgerhauses. Da kann man beweisen, daß ein Jude, der doch von konservativer und Zentrumsseite so viel Anfeindungen zu erleiden hat, stolz aus seine Abstammung, ist und auch sein kann, denn die Genealogie wurde do^h . schon in grauesten Zeiten gepflegt/- -Es würden sich sicher Familiest ' finden, die schon Aufzeichnungen besitzen aus der Zeit,'als' in Deutschland überhaupt an „Adel" .im heutigen Sinne des Wortes nicht-gedacht werden konnte. Da.kann man.sagen,-«-Euer Wel 'ist von-gestern, aber meine Familie war' schon' geachtet und berühmt lange 'vor Beginn' eurer Zeitrechnung, als an euch überhaupt noch Memand däch'te."" Auf dem alten jüdischen- Friedhof-in. Frankfu-rt a. M.- befinden sich .Grabsteine vom Jahre 1200 zirka. Was .für eine Fundgrube.s-ürdm- Familienförfcher müssen die Archive der. alten Synagoge bilden?! Der Sinn für Familiengeschichte ist den Juden, doch niemals.abgegangen, und ich denke es mir sehr schön, als Beilage Ihrer geschätzten- Zeitung und Ergänzung der Familiennachrichten derartige genealogische Notizen zu veröffentlichen. Und warum zurückhalten?. Jeder ist stolz auf seine Väter,- sie mögen gewesen sein,, was sie wollen! ,. i Ich hoffe, mitdiesenkurzen.Ausführungen eine guie-Anregung ge-, geben zu haben und würde, mich sehr freuen/ wenn ich zustimmende Antwort bekäme. Willy Puls, . \ - :v : elegentlich meines diesjährigen Aufenthaltes auf, Norderney habe ■W ich mich zu wiederholten.' Malen, durch den Augenschein von der vorzüglichen Einrichtung des Logenheims' überzeugen können, nachdem ich schon so unendlich viel Segensreiches darüber gehört hattä' Wohl jeder Kurgast kennt den großen, herrlichen Neubau ist der besten Lage des Ortes. 'Seine innere Einrichtung entspricht dem äußeren Anblick. Prachtvolle,-lichte Schläfräume bieten den vom Spielen und Tollen'ermüdeten Kindern willkommene Ruhestätten, in' einem großen schönen Speisesaal stärken sie sich an vorzüglich bereiteten nahrhaften Speisen, und ein großer - Spielplatz- und weite, offene Liegehallen tragen den Charakter des Hauses als Erholungsheim und Kurhaus - Rechnung. Man sieht den -Kindern) - Knaben und Mädchen, die aus allen-Teilen Deutschlands hier Zusammenkommen/ an, daß nichts unterlassen würde, ihnen den Aufenthalt Jo angenehm und nutzbringend zu gestalten wie nur irgendmöglich'. Besondere- Erwähnung verdientdie umsichtige und gewissenhafte Leitung 'der beiden hannoverschen -Damen, Fräulein -Frankenberg und Fräulein Frensdorf, die es mit bewunderungswürdigem Talent verstehen, ganz allein eine so große Menge -der' verschiedensten Temperamente im Zaumzu halten und sich' doch die Zuneigung und'Liebe all der um gleich gearteten Kinder zu erwerben und zu erhalten. Ich habe das Gefühl, daß die Loge für ihr großes segensreiches Werk kaum paffendere Leiterinnen hätte finden können, als in den Leiden genannten Damen. Als deus ex machina aber muß hier auch Herr Rudolf Herzberg, Hannover, genannt werden, der-in selbstloser, uneigennütziger Weise als Vorstand des Komitees der Loge seine Kräfte und seine Zeit zur Verfügung stellt. Ist er auch nicht selbst auf Norderney anwesend, so lebt doch sein Name in der- Dankbarkeit der vielen Kinder, die in ihm denjenigen erblicken, der ihnen die Pforten dieses Paradieses erschlossen, da alle Aufnahmeanträge durch seine Hände gehen. - Aber wie es nun einmal kein Ding in der Welt gibt, das ganz vollkommen wäre, ein Mangelhaftet auch dem Erholungsheim an. Es fehlt ein Gegenständ, der speziell für Kinder nicht leicht entbehrlich und geeignet ist, einmal über die Leere verregneter Ferientage hinwegzuhelfen. Ich meine ein Klaviers Vielleicht findet sich bis zur nächsten Kursaison ein Menschenfreund, der dem Hause ein solches Instrument zum Geschenk macht. Der größten Dankbarkeit der Kinder dürfte er gewiß sein. Adolf Rothschild, Lehrer, Achim-Bremen. Berlin, 22. August. 7k> er Leitartikel Ihrer geschätzten Zeitung N. 33 vom 16. August a. c. kann, soweit er die Synagogenvereine anbetrifft, nicht unwidersprochen bleiben. Der Herr Verfasser des Artikels behauptet zwar, diese Verhältnisse zu kennen, indes dürfte seine Kenntnis sehr alten Datums sein, wenn solche überhaupt vorhanden ist. Wenn er aber diese Verhältnisse kennt, dann müßte er wissen, daß sämtliche Synagogenvereine gerade darunter leiden, daß sich nur 'mit größten Schwierigkeiten Männer, finden.^ die das mühevolle, undankbare und dabei kostspielige; Amt eines Vorstandsmitgliedes übernehmen. Er müßte wissen, daß sämtliche Synagogenvereine sich wiederholt erboten haben, ihre gesamten Einrichtungen-dem Gemeindetzorstand ohne

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