Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 30 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- Seite 353 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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" ' - - 353 Von den Ausgaben seien die folgenden erwähnt: . "Nus.fi sch es Hilfswerk: a) Neifespesen - Konto des Spezialfonds für die russischen Juden . .... . . . 750.70 Mark b) Auswanderersürsorge, Unkosten der Zentrale Berlin : . . . . . . . . . . . 17 032.45 „ - c) Auswandererfürsorge, Unkosten des Schutzkomitees ............ 15 629.91 „ d) Allgemeines, Auswanderer-Fürsorge-Konto 210 015.62 e) Subventionskonto für die russischen Juden 19 002.65 k) Löaisenkinder-Unterstützungskonto . . . 2199.25 Subventionskonto (allgemeines) .... 9 810 — für Palästina . . 158 014.06 „ „ für d i e Balkanst a a t e n ..... 46 175.81 „ für Galizien . . 3 369.90 b) Zwei Mitglieder der Sozialistenpartei. Hugo Haase. Geboren am 29. September 1863 in Allenstein. Besuchte die Volksschule in Wormditt, Gymnasium in Rastenburg, studierte in Königsberg Jura und Nationalökonomie, feit 1890 Rechtsanwalt in Königsberg, vom 1. April 1912 ab in Berlin. 15 Jahre Stadtverordneter in Königsberg, ehrengerichtlich wegen einer Aeußerung über die Polizei 1892 mit einer Warnung belegt. Zum Reichstagsabgeordneten gewählt in einer Nachwahl 1892, wiedergewählt 1898, 1903 und 1912 für Königsberg-Stadt. ' Dr. Oskar Cohn, Rechtsanwalt in Berlin. Mein Lebensweg hat am 15. Oktober 1869 in Guttentag, Kreis Lublinitz, begonnen. Die Volksschule und das Gymnasium habe ich in Brieg, Bezirk Breslau, die Universität feit Ostern 1887 in Berlin, Greifswald, München und wieder Iuftizrat D. F. waldstein. Dr. Oskar Lohn. Hugo Haafe, Aonigsberg. Die Milchen Keichstsgssbgeordneten. Zweite Serie. a) Das zweite Mitglied der Deutschen Volkspa r t ei. Justizrat D. F. Wald st ein. „Ich bin am 6. Februar 1865 geboren, habe Ostern 1882 die Universität bezogen, um Rechtswiffenschaft und Volkswirtschaft zu studieren, 1885 die erste und 1889 die zweite juristische Prüfung bestanden. Seit 1890 bin ich Anwalt in Altona, seit 1908 der Vertreter dieser Stadt im preußischen Abgeordnetenhause, und seit der letzten Reichstagswahl der Vertreter des 3. Schlesw.-Holst.-Wahlkreises: Schleswig- Eckernförde, im Deutschen Reichstag. Meine Stellung zum Judentum ergibt sich aus der Tatsache, daß ich Mitglied und im Zentralausschusse des Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens bin. ' Die Pflichterfüllung und Treue, sowohl gegenüber seinem deutschen Vaterlande wie gegenüber seinen jüdischen'Stammesgenossen, das erscheint mir als der jedem deutschen Juden durch die Geschichte vorgezeichnere Weg." in Berlin besucht. Die ersten beiden Semester als Student der Medizin. Die Jahre seit 1891 gehörten der Ausbildung bei den Gerichten, der Arbeit für die Doktorprüfung, sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten und der Dienstpflicht im Heere, die ich 1892—93 in Berlin Leim Kaiser-Franz-Garde-Grenadier- Regiment erfüllt habe. Seit Ende 1897 bin ich Rechtsanwalt in Berlin. Im November 1909 wurde ich zum Stadtverordneten in Berlin, im Januar 1912 für den Wahlkreis Nordhausen—Grafschaft Hohenstein in den Reichstag gewählt. Ich gehöre der sozialdemokratischen Partei an. Dieser Umriß meines Lebens wäre ganz unvollständig, wollte ich nicht auch hierbei meiner Eltern gedenken. Ich war ihr elftes Kind, und da sie selbst zu den ältesten Kindern ihrer Eltern gehörten, übrigens auch den größten Teil ihres Lebens in dem oberschlesischen Städtchen verbrachten, wo ich geboren bin, so war ihr Leben und meine Jugend von Gefühlswerten und Traditionen beherrscht, die für den überwiegenden Teil der Judenschaft heutiger Zeit^ und nicht nur der großstädtisch gewordenen, nicht mehr in Kraft geblieben sein dürsten. Aus den Häusern ihrer Eltern hatten mein Vater und meine Mutter neben einer starken religiösen Ueberzeugung ein tiefes Streben