Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1912)
- Date
- 1912-04-19
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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sind die Grundzüge seines Charakters. - Schon durch seine ganze Persönlichkeit übt er eine Autorität aus, der.sich niemand entziehen kann. Seine Schüler achten in ihm nicht nur den hervorragenden Pädagogen, sondern sie erblicken, in ihm auch den Freund und Gönner, der um ihre Förderung väterlich besorgt ist. Sein tiefes Mitgefühl ist auch den Armen Jerusalems bekannt. . Seiner großen Menschenliebe steht auch eine innige Liebe zur heimatlichen Scholle nicht nach. Bemühungen und Versuche von Freunden und Verehrernihn für das Ausland zu gewinnen, sind öfter unternommen worden, ebenso oft aber hielt er ihnen wacker stand und lehnte sie stets mit der Motivierung ab, daß er sein begonnenes Werk in Palästina nicht im Stiche lassen dürfe. Wenn wir noch zum Schluß den Anteil Direktor ' Cohns bei der Gründung der Bne-Brith-Kolonie „Motza" erwähnen, seine Verdienste um die „Jüdische Nationalbibliothek", deren Vorsitzender er seit ihrer Begründung ist, und — last not least — sein Mühen für das „Jüdische Mädchenheim", das Erziehungsheim xar exeellenoe in Jerusalem, von ihm und seiner Gattin ins Leben gerufen und von letzterer mit so großer Hingebung ehrenamtlich geleitet, so ist damit das Verzeichnis der 25jährigen Arbeit Direktor Cohns in Paläftinia noch lange nicht erschöpft. — Dem strebsamen imd vielseitig gebildeten Mann, dessen segensreiche Wirksamkeit zum Besten der jüdischen Einwohner der heiligen Stadt uns seit vielen Jahren bekannt ist, entbieten wir zu seinem Ehrentage nachträglich , unsere innigsten Wünsche. Möge das von ihm reorganisierte und zur ' prächtigen Entwickelung gebrachte Schulwerk in Jerusalem auch ferner blühen und fortschreiten, zu seiner eigenen Zufriedenheit, zum Segen und Wohle der dortigen jüdischen Bevölkerung und zur Ehre des Judentums. Die Red.. Von MH und Lern, — In der alten Synagoge halten 'seit Montag dem 15. d. M. (abends 8% Uhr) Vorträge über die „Sprüche der Väter": Rabbiner Dr. Eschelbach er wochentäglich außer Dienstag, Rabbiner Dr. Stier am Dienstag. — Professor Dr, Ulrich Friede.mann, Assistent am hygienischen Institut der Universität Berlin, ist als-Nachfolger des in Tripolis dem Typhus erlegenen Prof. Dr. Schütze zum Vorsteher der bakteriologischen Abteilung am städtischen Krankcnhause Moabit ernannt worden. —Herr Max Lichtensteim der fast 60 Jahre lang dem Hause N. Israel in hervorragender Stellung angehörte, ist am 12: d. M. im 73 Lebensjahre gestorben. Der Entschlafene war Mitglied des Vorstandes der alten Synagoge und der Kommission für die sestgottesdienstl.ichen und musikalischen Angelegenheiten. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde widmet ihm einen ehrenvollen Nachruf. — Herr Jakob Beimel wurde zum Kantor der jüdischen Gemeinde in Kopenhagen berufen. Herr B., der seine musikalische Ausbildung.an der'Königl. Hochschule inVerlin in der Meisterschule des Prof. Gernsheim erhalten,- hat mehrere Jahre als Kantor und Chordirigent an der Tiergarten-Synagoge zu Berlin sowie als Leiter des Mendelssohn-Chors fungiert. — Dem Professor Dr. Ludwig Lewinski vom Andreas-Realgymnasium'ist der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen worden. — Die diesjährige Generalvers ammlung des F ü rso r g e v e r ei n s für hilf lose jüdische Kinder E. V. findet am Montag, den 22. April, abends 8% Uhr, im 2. Verwaltungsgebäude der 'jüdischen Gemeinde/ Rosenstraße 2/4 statt. — Von einem beklagenswerten Mißgeschick ist der Kantor der Marienburger jüdischen Gemeinde, Herr Weiß rock, heimgesucht worden. Herr W. befand sich zum Virsuch bei Verwandten in Allenstein und hat sich im Zustand geistiger Umnachtung aus dem Fenster der Wohnung gestürzt. Dem Bedauernswerten, der der Heil- und Pflegeanstalt Kortau zugesührt wurde, wurden beide Beine gebrochen. — Die Rechtsanwälte I a r e ck i und Orgler in Posen sind zu Justizräten ernannt worden. — Aus Hoheusalza wird uns geschrieben: Aus den 'ftir 1911 fälligen Zinsen der von dem verstorbenen Geh. Kommerzienrat Salamon Lachmann in Berlin gegründeten Stiftung sind am Todestage Kaiser Wilhelm 1. Invaliden, darunter auch einerin hiesiger Stadt mit Geldgeschenken von je 50 M. bedacht worden. — Der Rentier Her- DIE BELIEBTEN ESS- Prima - Kanarien - Edelroller "MM M^wunderb. Tourensänger in herrlich, langfarbe, n. Güte 8, \0, 12, (5 b. 30ITl. Zuchtweidch.Zn.4M. Nachn. Gär. (.wert,leb Ank. Lhrenh.BeffnyjP bien; mic feit 30 Jahren, preisbüch Oosset Postillen Quellsalz; ünd>rail&s Wandere M ckfc Ungeziefer J» A vl vertilgt gewissen - §4r umsonst. Zuchtbuch 50 pf. B'riefm Seore DrüUl. LStrsehshbraäs, 2. 81 . | -2736. KöpenickerStr.114. Petrol Hahn h^eex.!,. tDarch jede Apotheke. - . Nureeltt mit nebenstehender Schittzmärke^ . - -r Preisliste und Literatur gratis durch die- Versandstelle R tltl Eisfel Bad EmS, § Jj^Pr CARL SCHHiDLEB-B/lRNAVrBERfcl»r-WIEM^| T\as vorstehende^ Warenzeichen ist auf Grund des Geset£es.‘-ztlm*'Scli utz der U Warenbezeichnungen votir 12.Mai 1894, gemäss der Anmeldung vom 24. April 1908 fü* “FirmarDr.Carl Schindler Barnay, Berlin, Weinstrasse20a, am 17. August 1908 unter 109996 in die Zeichenrolle eingetragen. — Aktenzeichen Sch. 10 444 Klasse 2. — Geschäftsbetrieb, in welchem daä 'Zeichen verwendet i werden soll t Fabrik pharmazeutischer Präparate. Waren, für welche däs'Zeichen*bestimmt ist: s Marienbader .'Redükiionspil len. Kaiserliches- Patentamt. (Stempelndes -Kaiserlichen Patentamtes.)