Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-04-19 · Heft 16 (19.4.1912) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 16 (19.4.1912)
Date
1912-04-19
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3229015-3229032--68395-3280651
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

mann Hanse in Rogowo ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Seit dreißig Jahren gehörte er dem Vorstande der Shnagogengerneinde an und war stets bestrebt, für die Interessen der Gemeinde einzntreten und dieselben zu fördern. — Anläßlich der Feiner seines 70. Geburtstages stiftete Herr Markus Joseph in Wronke zu wohltätigen Zwecken 3OO M. für die städtischen Armen ohne Unterschied der Konfession, ferner 500 M. für Anschaffung von Oefen sür die dortige Gemeinde-Synagoge — Dem Lehrer Herrn Siegfried Ros e n -' bei um, bisher in Beuthen O.-S., jetzt in Stettin, ist anläßlich seines Uebertritts in den Ruhestand' der Adler der Inhaber des Königlichen Hausordnes von Hohenzollern verliehen worden. Aus Chemnitz geht uns 'ein Aufruf zur Gründung eines jüdischer: Handlungsgehilfenverbandes zu. Wie. in demselben mitgeteilt wird, findet am 28. April in Leipzig eine Vorbesprechung statt, zu der Prinzipale, Angestellte und jüdische kaufmännische Vereine eingeladen sind. Alles nähere ist durch Herrn B e r - l h o l d B ä h r in Chemnitz, Am Plan 9, zu erfahren. — Dir Verein für jüdische Krankenpflegerinnen in Essen versendet seinen Jahresbericht. Um allen Ansprüchen gerecht werden zü können, beschloß der Ausschuß, fortan nur noch im Stadt- und Landkreise Essen durch die Schwestern, deren der Verein jetzt drei hat, pflegen zu lassen. — Herrn Kommerzienrat Emil Meyer in Hannover ist der Rote Adlerorden dritter Klasse verliehen worden. — Die hessischen Volksschulen wurden im Schuljahre 1911/12 von 806 jüdischen Schülern und 813 Schülerinnen besucht. An jüdischen Seminaristen waren in Alzey zwei vorhanden. An dem sogen, pädagogischen Kursus zu Darmstadt nahm ein Jude teil. Jüdische Präparandenschüler gab es drei. — Die jüdische Gemeinde in Konstanz hat durch den Tod des Stadtrats E m a nuel Roths ch i l d, Besitzers der Kriegsdenkmünze, der Felddienstmedaille, des Kreuzes zum Zähringer Löwenorden und des Zähringer Löwenordens 2. Klasse, einen schweren Verlust erlitten. Er war 25 Jahre Vorsteher des Synagogenrats und' gehörte viele Jahre der israelitischen Landessynode an. — Das israelitische Kirchenamt in Stuttgart beschloß zur Erinnerung an das Synagogenjubiläum eine „Jubilänmsstiftimg für Kinderfürsorge" zu errichten. Die Stiftung bezweckt, die Fürsorge für geistig und körperlich schwache, zurückgebliebene oder der Verwahrlosung ausgesetzte Kinder durch Nirterstützuugsbeiträge und andere zweckmäßig' erscheinende Maßregeln.— Im Großen Rat des "Kantons Bern erreichte bei den Einbürgerungen, bei denen wiederum verschiedene jurassische Gemeinden durch ihre gewerbsmäßige Praxis aufsielen, einzig Dr. Li fschitz, Dozent an der Universität Bern, ein geborener Russe , die erforderliche Zweidrittelsmehrheit nicht. — Der in Wien im Alter von 87 Jahren verstorbene Joses Spitzberger vermachte sein gesamtes, sehr beträchtliches -Vermögen im Betrage von -reichlich zweieinhalb Millionen Kronen der Wiener israelitischen Kultusgemeinde mit der Bestimmung,, davon eingroßes israelitisches Kinderhospital zu errichten-und zu unterhalten. Spitzberger hat sein ganzes Leben hindurch in den ärmlichsten Verhältnissen gelebt, in seiner Hoswohuung und vier Treppen hoch gewohnt und ging so elend schlecht-angezogen, daß ihm aus der Straße Passagiere wiederholt Almosen darreichten.— Der jüdische Literatur-Verein in Budapest beabsichtigt den Talumd ins Ungarische zu übersetzen, um ihn nicht nur allen Israeliten zugänglich zu machen, sondern auch um die Nichtjuden aufzuklären, damit den unaufhörlichen Verleumdungen, zu denen der schwer zu verstehende Talmudtext so oft Anlaß gibt, ein Ende gemacht werde. —. In Djibutti, einer französischen Kolonie am Roten Meere, wurden, wie aus Paris gemeldet wird, zahlreiche sehralte jüdische Münzen zutage gefördert. Die archäologische Gesellschaft in Frankreich, welche die Münzen genau untersuchte, gibt in ihrem Berichte hierüber der Meinung Ausdruck, daß au der Fundstelle einst die biblische Stadt Ezzion-Geber gestanden hat, wo bekanntlich die Schiffe des Königs Salomon, welche nach der Bibel nach Ophir gesandt wurden, um dort Gold-zu holen, gesunken sind. Verantwortlicher.Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich sür den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin Mlttslmssrrsiss ckss Vesten. Flottenvereins mit dem Schnelldampfer Kaiser Franz Josef I. (Karthago), Ajaccio, Viilefranche (Nizza und Monte Carlo), Taormina, Katakolon (Olympia), Cattaro Spalato, Zara, Triest vom S. bis 22. Mai 1912 Fahrpreis von 310 K aufwärts; für Mitglieder des Flottenvereins von 27,9 K aufwärts. Malta, Tunis Nähere Auskunft bei: Mittelmeer- und Orient-Verkeiirsbureau Karl Senft, Berlin, Unter,den Inn-len70. ftmtlichesVerkehrs-Bureau der k.k österr.Staatsbahnen,Berlin,UntprdenLihden47» PCD 7P iliandelmifdi pklanren-butter-lllargariiie Vollkommenster koscherer Butter-Ersatz, ßergestellt unter Hufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. B. Wolf, Cöln. fleischig und milchig verwendbar. Den strengsten Vorschriften entsprechend. in Millionen Stüde j m. Kappus’sche Konkurrenzi Seife mit der Wage, Preis 25 Pf., « - sind seit deren Bestehen in . Deutschland verbraucht word.- ~ ‘ "p der Tat ein schlagenderße- « _ .ms für die Güte und die Be- : lidbtheit dieser Toiletteseife, j M. Kappus Offenbaoh a. M, , Toiletteseifen- und p Parfümerie-Fabrik. Gegründet 1848. war wieder außerordentlich gemütlich, wir haben 'einen guten Durst entwickelt' und bie Suffe, war zum Schneiden. Daß ich trotzdem keinen rauhen Hals habe, danke ich den Wildert- Tablette», die ich gleich beim Heimkonnnen und heute früh genommen habe. Sie machen den Hals frei und' benehmen auch den üblen Geschmack im Mund. Die Schachtel, kostet in alleil Apotheken und Drogerien 1 M. und hält-lange vor.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.