Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1912)
- Date
- 1912-04-19
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3224737-3229015-3229032--68392-3280648- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
in die Neichshauptstadt war es dem Jubilar vergönnt, dem Korpskommandeur ein größeres Kapital (30 000 M.) für die. Truppen zu überreichen,. das,gesammelt worden war, um die vielen Wunden zuheileu und Sorgen zu lindern, die der Krieg geschlagew hatte. Durch ein Anschreiben des Kaisers, ivurde Herr Witkowski, der jede. Auszeichnung ausgeschlagen hatte, erfreut. Seitdem hat er noch manche. Träne getrocknet durch sein Wirken und sein Wohltun auf vielen Gebieten, des öffentlichen Lebens. . N. Hamburg, 14 April. Das Kuratorium für Knabenh a nd s er ti g k.ei t su n t er r i ch t und I u,g en d sPiel e, begründet von der Heury-Jones-Loge, hatte zu einer im Logenheim, Hartungstraße, stattfindenden Entlassungsfeier eingeladen. Der Borsitzende des Kuratoriums, Herr Ed- Bl ei er, begrüßte die Erschienenen und hob in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Handsertigkeitsunterrichts in unserer heutigen Zeit, in der an die geistige Ausbildung solche hohen Ansprüche gestellt werden, hervor. Auch im verflossenen Winterhalbjahr wurden die Kurse, welche die drei Abteilungen Modellier-, Papp- und Kerbschnitzarbeiten umfassen, von mehr als 40 Schülern besucht, und haben einige hervorragende Leistungen auszuweisen. Diese wurden durch Ehrenpreise, bestehend in Büchern und anderen nützlichen Gegenständen, ausgezeichnet, welche vom Vorsitzenden den Schülern mit einigen ermunternden Worten überreicht wurden, Der Vorsitzende hob dann. noch, besonders hervor, daß das Kuratorium es freudig begrüße/daß eine Anzahl'früherer Schüler der Handsertigkeitskurse sich dem praktischen Handwerk zugewendet habe und dabei solche Erfolge erzielten, daß mehrere von ihnen jetzt zu ihrer Weiterausbildung die Kunstgewerbeschule besuchen. Mit einem Dank an die Lehrer und der Ermahnung an die Schüler, auch im Sommer die Uebung der Handfertigkeit nicht zu vernachlässigen und die in diesem Sommer nach längerer Pause wieder stattfindenden Jugendspiele, recht fleißig zu besuchen, schloß der Redner seine wirkungsvolle Ansprache. Im Anschluß an die Entlassungsfeier fand eine Besichtigung der ausgestellten Schülerarbeiten statt. Die ausgestellten Gegenstände, die das Praktische mit d^r Künstlerischen verbinden und ein beredtes Zeugnis von dem ernsten Streben ableg-ten, das/sowohl Lehrer wie Schüler beseelte, fanden allgemeine Anerkennung. . . ' <»xr Frankfurt a. M., 14. April. Die. Eduard- und Adelheid - Kann - St i s t u n g hat im September, 1910 gegenüber dem Gothischen Haus in Oberstedten ein Genesungsheim für jüdische - Patienten gegründet. . Soweit die Verfügbaren Mittel reichen, sollen Erholungsbedürftige kostenfrei oder zu geringen .Verpflegungssätzen ausgenommen werden.. Im Jahre 1911 wurden vom 1. Mai bis 21. November 56 Patienten ausgenommen; hauptsächlich haben sich Frauen gemeldet, obwohl die Stiftung nach den Statuten Patienten beiderlei Geschlechts Erholung gewährt. Die gesamten Verpflegungstage betrugen 2041, davon 736 gratis und 1305 gegen Bezahlung- Der Stiftungsbericht hebt hervor, wie selbst ein kurzer Aufenthalt in der schönen Taunusluft die Rekonvaleszenten körperlich gekrüftigt habe und wie rasch sich dieselben bei sachgemäßer Pflege erholt haben. Dem Vorstand gehören im neuen . Geschäftsjahr an: Leopold H i r s ch l e r, Vorsitzender,,, Dr. Eduard Schnapper, 2. Vor- sitzender, Benny O p p e n h e i me r, Kassierer, , Rechtsanwalt Dr. Alfred Geiger, Schriftführer, Sanitätsrat Dr. Jas so, Bankier Ferdinand S ch w a r z s ch i l d, Professor. Dr. H ü l s e n, sämtlich in Frankfurt a. M,, ferner Stadtrat B r a u n s ch w e i g,. Homburg v. d. H., Frau Rudolf G ei s enh e i me r , Paris u. a. Wenn auch das Heim erst kürze Zeit , seiner Bestimmung übergeben worden ist, so kann man doch, heute schon konstatieren, daß . sein Wirken , ein segensreiches war. Ausnahmegesuche sind an den Vorsitzenden, Herrn Leopold,Hi rschl er, Staufenstraße. 14 in Frankfurt a. M., zu richten./ . Luszlsnd. L. A. T. Petersburg, 11.. April. J-Ni Kiew wüvden vor kurzem in den Straßen für die Hungerleidenden im Innern Rußlands TR«/ *fa/fcnw /Shttr CßitßoilM' AWOitßi' & t VereinFreunde dJaubstummen Jedide llmim. In unserer Anstalt zu Berlin- Weitzeusee können vis spätestens 1. Mai d. I. taubstumme jüdische Kinder aus dem ganzen 'Deutschen Reich,.welche densatzungsmäßigen Anforderungen entsprechen, neu ausgenommen werden, gegebenenfalls, in Freistellen. — Anmeldungen sind an den Vorstand za Händen des Schriftführers Herrn Adolph Salomön, Chärlottenburg 2, Knesebcckstr. 35-36, zu richten. ■ 1VS Fabrik Jf. Fleilch-. W,nst- Uli» Ausschnittwaren mit elektrischem Betrieb unter Aufsicht des Rabbinats der großen Gemeinde. . Julias Kaufmann, -Berlin IfO Esmarchsträtze 11, Tel. Königst. 10316.. Versand nach außerhalb p. Nachnahme.' Wiederverkäufer Engrospreise. Rurtriz Konditorei' in Weissensee, Berliner Allee 33,-; empfiehlt den verehrliehen Fried-'; hofsbesu ehern ihre gastlich. Räume,'. BurkisKonditorei, Berliner-Allee 33, ist die.. älteste und eleganteste Konditorei im Orte. Spezialität:'. Kaiserstreusel, Truffeltprte usw.; 1 ali.iienliAkNfilr ä Paket 20 PiVmiiigy ärztlich empfohlen. ""IwIBDulK Illnstr. Preisliste auf Wuosch gratisu, franko. Schneider’s Hotel T52Ö-RESTAURANT 1D2 Königstrasse 39 BERLIN C. Ecke Klosterstr. Elektrisches Licht. Fahrstuhl: . Zimmer 2.50 Mark. “ .Ausführung von Hochzeiten in und ausser dem Hause. Adolf Kochmanns 1^2 Restaurant u. Stadt|(üche |1Ü3 Meraner Hof “irr 1 p Berlin C, Königstrasse 34/36, I. Etage. Amt Kgst., Nr. 10946. 1 I . Einziges Restaurant ersten Ranges am Platze 1 I unter Aufsicht des Rahbinäts der hiesigen jüdischen Gemeinde. 1 Diner von 12 hjs 4 Uhr ä M. 1.50.Reichhaltige Abendkarte. 1 1- QA'AvI+trii^liA Ausrichten von Hochzeiten und Festlichkeiten in und I | yldU IKUVIly» ausser dem Hause. — Saal für Hochzeiten und".Fest- | Tchkeiten-'-sowle.fürry.ereinerimcBause.v,, Kornhauser&Kaufmann.-Jp . sÄti Kronenstrasse 21 i (Ecke Charlottenstrasse, im Herzen der Konfektion)• . Modern/und Tornehm eingerichtetes . Restaurant. Reichhaltige Speisekarte zu kleinen Preisen. Gut gepflegte Getränke aller Art. TviO WurstundEleiscbwaren