Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 14 (5.4.1912)
- Date
- 1912-04-05
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
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Tilgung gestellt. Des weiteren ist eine Schwester als Oberin am jüdischen Krankenhaus in Hannover, eine Leiterin des Genesungsheims in Oberstedten. Zwei Schwestern konnten im Lause des Berichtsjahres auf eine zehnjährige Tätigkeit im Verein zurückblicken und erhielten für die so lange geleisteten treuen Dienste als äußeres Zeichen der Anerkennung die.goldene Brosche. — Auch im verflossenen Jahre hat es nicht an edlen Wohltätern gefehlt. Der Bericht erwähnt besonders eine Gabe der Erben des verblichenen Professor Sulzbacher in Newhork in Höhe von 3462,40 Mk. — Dem Kassenbericht ist zu entnehmen, daß die Einnahmen hinterden Ausgaben um 2686,41 Mk. zurückblieben, sie also einen Fehlbetrag in der angebenen Höhe ausweisen. Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 44646,37 Mk. — Dem Pensionsfonds, dessen Bestand sich (in Wertpapieren im Nominalbetrag) auf 37440 Mk. beläuft, sind im Berichtsjahre an Geschenken und Beiträgen 45389,90 Mk. zugeflossen. Der Fonds für Ferienreisen beträgt abzüglich der Ausgaben pro 1910/11 in Höhe von 1300 Mk. jetzt 2613,80 Mk. GefterreiiH-Angarn. L. Wien, 29. März. Vor einigen Tagen fand unter dem Vorsitze des Präsidenten, Landesschulrats Dr. G u st a v K o h n im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde die vierte ordentliche Delegiertenversammlung der Zentralstelle für das jüdische A r m e n w e s e n unter zahlreicher Beteiligung der Vereinsvertreter und von Privatwohltätern statt. Dem Berichte des Kuratoriums ist zu entnehmen, daß die Zentralstelle ihrer Ausgabe, die Wiener jüdischlvnsessionelle Armenpflege aus eine zeitgemäße Grundlage zu stellen, mit regem Eifer oblag, so daß der begründeten Erwartung -Ausdruck gegeben werden darf, daß die als zweckmäßig anerkannten, auf ein einheitliches Vorgehen der Wohltätigkeitsvereine abzielenden Bestrebungen endlich in der Praxis Verständnis und Eingang finden werden. Dem Vizepräsidenten Dr. R. Schorstein wurde für sein mit großer Sachkenntnis erstattetes Referat lebhafter Beifall zuteil. Hieran schloß sich eine Diskussion, an der sich die Erschienenen lebhaft beteiligten. Sämtliche Kuratoriumsmitglieder wurden per Akklamation wieder gewählt. — Der anfangs dieses Monats in Wien verstorbene Ingenieur Heinrich Baumgarten, der infolge testamentarischer^ Verfügung in Budapest bestattet wurde, hat letztwillig verfügt, daß an seinem Todestage je 10 000 Kr. den israelitischen Kultusgemeinden Wien und Budapest zur sofortigen Verteilung an Arme übergeben werden. In seinem Testament hat Herr Baumgarten weiter verfügt, daß folgende Wvhltätigkeitsanstalten in Wien und Budapest die nachbenannten Beträge zu erhalten haben: 10 000 Kr. das israelitische Blindeninstitut in Wien, je 4000 Kr. der Mädchen-Unterstützungsverein und der Verein zur Versorgung israelitischer Waisen in Wien, ferner 3000 Kr. der Verein „Kinderheim" ohne Unterschied der Konfession sowie der Verein zur Unterstützung jüdischer Kleingäverbetreibend.er. Außerdem bedachte der Verblichene viele humanitäre Anstalten und Vereine der Wiener Kommune, wofern sie nicht antisemitische Tendenzen verfolgen. Die israelitische Kultusgemeinde in Budapest erhält mehr als eine halbe Million Kronen zur Verteilung an verschiedene jüdisch-konfessionelle Vereine und Institutionen. — Am 21. März starb hier Dr. Theobald P o l l a k im Alter von zirka 60 Jahren. Der Verblichene, ein treuer Sohn seines Glaubens, war K. K. Ministerialrat und Departementsvorstand im Eisenbahnministerium, ferner Ritter der Eisernen Krone III. Klasse, Kommandeur des spanischen Jsabellen- Ordeus und Ehrenbürger der politischen israelitischen Gemeinde in Prerau (Mähren) usw. An seinem Leichenbegängnis, das am 24. März auf dem israel. Friedhofe stattsand, nahm u. a. teil: der Eisenbahnminister D.r. Freiherr von Förster, die Sektionschefs Dr. Ritter von Röll, Baron Nudel und Knißler, sämtliche Ministerialräte des Eisenbahnministeriums sowie die Direktoren der Nordwestbahn und der Staatseisenbahnen. Ferner waren erschienen der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Stern mit den Vorstandsmitgliedern Kaiserl. Rat Langer und Steiner, fast die meisten Rabbiner der Kultusgemeinde und eine unübersehbare Zahl von Leidtragenden aus den höchsten Gesellschaftskreisen der Metropole. In einem Nachrufe wurde besonders aus die Glaubenstreue des Verblichenen hingewiesen, der trotz der hervorragenden Stellung, die er bekleidete, ein treuer Sohn seines Glaubens und Stammes blieb. Ehre seinem Andenken. — Der Kongreß d e r W u n d e r r a b b i s, der vorige Woche in Ezernowitz tagte, befaßte sich ausschließlich mit religiösen Fragen. Es wurde Jji fötc -Uw- SmtttHtjiüßn' pox)ccooooaooooooooooocooöoooocxoo3ooooooc) i Cakes u. Waffeln § stets frisch, liefert zu Originalg Fabrikpreisen mit Rabatt die § „AlfaCakesfabrik 0 Ga m. ba Ha 8 in Radebeul-Dresden 8-- ' •- ' '■ § Verlangen Sie gefälligst umgehend g portofrei unsere illustr. Preisliste oGOooopoopoooooooooooocoooooooooooooooopocDoooö Lebens-Versicherung VICTORIA zu BERLIN Lebens-Versicherungsbestand: über 1 Milliarde u. 934 Mill. 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