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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-04-05 · Heft 14 (5.4.1912) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 14 (5.4.1912)
Date
1912-04-05
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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M. Hamburg, 29. März. Herr Jakob - Katz, Seniorches der bekannten Getreidesirma Sandel Katz, ist nach schwerer Krankheit im 67-= Lebensjahre. gestorben. Der Verstorbene, ein angesehenes. Mitglied unserer Gemeinde, erfreute sich in weiten Kreisen hoher Achtung und Wertschätzung. Zur Trauerfeier, die im Sterbehause in der Hagedornstraße stattfand, hatten sich außer den Verwandten und zahlreichen Freunden auch viele Mitglieder der Börse eingefunden, auch der. Tempelverband war durch seine Rabbiner und Vorsteher vertreten. Nachdem sich die Gattin und die-Kinder um den mit kostbaren Blumen und Kränzen geschmückten Sarg geschart hatten, hielt Herr Prediger Dr., L e i m d ö r f e r die Trauerrede. Anknüpfend an das Schriftwort: '„Deine Priester sind bekleidet mit Gerechtigkeit und deine Frommen, sie jubeln", schilderte er in ergreifender Weise den Lebensweg des Verblichenen, dessen Hinscheiden nicht nur von der Familie, von den Freunden und der Gemeinde, sondern namentlich auch von den Armen, denen er ein stiller Wohltäter gewesen, so tief beweint wird. Er war das Vorbild eines wirklichen Priesters, der in allen seinen Handlungen sich nur von der .Gerechtigkeit leiten ließ. Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Wohltätigkeit waren die Leitsterne seines Erdenwallens. Mit Trostesworten an die Gattin und die Kinder schloß die wirkungsvolle Rede. Der imposante Trauerkondukt bewegte sich nach dem israelitischen Friedhof in Ohlsdorf, woselbst nach einer Tr auerseier in der Friedhofsvorhalle die Beisetzung stattfand. 8. A. Bernburg, 26. März. Herr Rabbiner Dr. I. Flaschner hat, seines vorgerückten Alters wegen, sich veranlaßt gesehen, seine Pensionierung zu beantragen und tritt am 1. April d. I. in den Ruhestand. Aus diesem Anlasse veranstaltete der Vorstand am 14. März abends eine Abschiedsfeier, an welcher sämtliche Gemeindemitglieder mit ihren Angehörigen — sofern sie nicht behindert waren — teilnahmen. Die Feier gestaltete sich zu einer wahrhaft erhebenden Ovation für den scheidenden Seelsorger und legte am besten Zeugnis ab von der wirklichen Verehrung und Beliebtheit, deren er sich innerhalb unserer Gemeinde erfreut. — Möge dem alten Herrn noch eine lange und glückliche Ruhezeit beschieden sein. der ideale ‘Weg zur Schönheit den höchsten ^Anforderungen der ^Kosmetik entsprechend; den teuersten ausländischen Seifen in Barfüm und. Qüte gleichwertig. Qebrauchs-Q,ualität, herb u. erfrischend ZM. 0.50 Glitequalität, zart und duftend . . . . 3K. 1.00 überall erhältlich, eventuell direkt Fabrik cllpper-cGen-Qesellschaft, Berlin 0.27. ^5$ "22 Dresden, 29. März. Wie in .den meisten größeren Städten , Deutschlands hat sich nunmehr auch in Dresden ein Verein jüdischer junger Leute unter dem Namen: Jüdischer Jugendverein Dresden gebildet. Der Verein hat es sich zum Ziel -gesetzt, die Interessen der jüdischen jungen Leute Dresdens zu konzentrieren; ein wie großes Bedürfnis für die Gründung eines solchen Vereins vorlag, beweist die Tatsache, daß bereits bei der Gründung einige dreißig Herren dem Verein beigetreten sind. Das Vereinslokal befindet sich im Logensaale, Marschallstraße 14, 2. Etage. ' L. Nürnberg, 29. März. (Aenderung der Gesetze über /die Rechtsverhältnisse der Juden in Bayern.) Am 25. d. M! traten hier die Mitglieder der am 18. Februar 1912 gewähltenKommission zu einer längeren Beratung zusammen. Es würde beschlossen von den Herren Staatsanwalt Dr. Neumeyer (Augsburg) und Rechtsanwalt Dr. Kehr (Kaiserslautern) schriftlichen Beriet erstatten zu lassen. Die genannten Herren erklärten sich bereit, die Referate bis Ende September abzuliesern. . Al. A. Köln, 29. März. Der Bezirksverband der jüdischen I u g e n d v e r e i n e W e st d e u t s ch I ands h i e l t hier am 24. d. M. seinen zweiten Verbandstag ab. Der Vorsitzende dieses Verbandes Dr. Jsi Kahn betonte in seinem Tätigkeitsbericht, daß die Disziplin der bisher angeschlossenen 13 Vereine sehr viel zu wünschen übrig lasse. Von diesen Vereinen hätten nur vier ihre Beiträge entrichtet, aus wichtige Anfragen seitens der Geschäftsstelle würde erst nach längerer Zeit geantwortet, auch wäre es wiederholt vorgekommen, daß eine Beantwortung überhaupt nicht erfolgte. Es hätte sich aber trotzdem gezeigt, daß der westdeutsche Bezirksverband einen außerordentlich wichtigen Faktor in der Jugendvereinsbewegung darstellt. Interessant waren die Ausführungen des Vorsitzenden über die Deutsche Missions-Gesellschaft, die besonders jetzt im Hunsrück ihre Seelensängerei in skrupellosester Weise betreibt, und gegen die vom Verbände aus in energischer Weise vorgegangen würde. — Nachdem noch der Geschäftsführer seinen Bericht erstattet hatte, ergriff der Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands R.-A. Alfred Apfel, der aas den wirksamen Bestandteilen des brasilianischen IVluirapuama und dem nervenstärkenden Lecithin hergestellt, gewährleistet einen guten Erfolg bei allen Erscheinurgen der Neura5ttiEViiE Die sich auf eine Reihe von Jahren erstreckenden pharmakologischen nnd klinischen Untersuchungen seitens einer Zahl erster Professoren und bekannter Aerzte haben die eminente Wirksamkeit des Muiracithin erwiesen, speziell in Fällen vop vorzeitiger männlicher Neurasthenie und sonstigen neürästhenischen Erkrankungen des Nervensystems wie nervöse Depressionen, Unlust, Kopfschmerzen auf neurasthenischer Basis, Appetitlosigkeit usw. Ausführliche Literatur mit Gutachten jedem Interessenten kostenfrei durch die Fabrik. - V kreis, des Muiracithin pro Fl. mit 60 Pillen M«*'rk 6.—- mit 100 Pillen Mark 10.— jerhältlich in allen Apotheken. Fabrik: Kontor chemischer Präparate Berlin SO 16/72. Warnung: Ersatzmittel und Imitationen weise man im eigenen Interesse zurück.

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