Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 12 (22.3.1912)
- Date
- 1912-03-22
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
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nimmt, zur Zierde unserer Gemeinde, -die ihm von Herzen zu seinem Geburtstage in Dankbarkeit und Verehrung wünscht, daß ihm ein Leben bcschieven sei ad jmiltos annos. M. Hamburg, 17. März. Die Gesellschast für jüdi-schc Volkskunde (e. V.) hielt ihre Generalversammlung im 'Logenheim, unter Vorsitz des Herrn Dr.. Rieg e r ab. Der 'Vorsitzende betonte bei Erstattung des Jahresberichts, daß die Gesellschaft, die ja nur wissenschaftliche Zwecke verfolge, naturgemäß sich in ihrer Tätigkeit von den anderen Vereinen dadurch unterscheide, daß sie mehr eine ruhige, innere Entwicklung verfolge. Sv habe auch die Gesellschaft im verflossenen Jahre ihr Hauptaugenmerk auf die weitere Ausgestaltung der „Mitteilungen" gerichtet, da ja infolge der beschränkten, ihr zur Verfügung stehenden Mittel die Vergrößerung der Samlungen aus dem Bereich der jüdischen Volkskunde nicht in dem wünschenswerten Maße ausgesührt werden konnte. Immerhin konnten die Sammlungen um manches wertvolle Stück vermehrt werden, und fanden diese bei der anläßlich des Jubiläums der Henry- Jvnes-Loge veranstalteten Ausstellung allgemeinen Beifall. Die in der vorigen Generalversammlung beschlossene Einsetzung des Redaktionskomitees, bestehend aus Herrn Dr. Löwenthal, Dr. R iege r und D e u t s ch l ä n d e r , habe sich sehr gut bewährt, und übte die Kommission einen günstigen Einfluß auf den Inhalt der literarischen Mitteilungen aus. ,Das wichtigste Ereignis war für die Gesellschaft die Beteiligung an der hygienischen Ausstellung in Dresden, die auf Anregung des Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Dr. G r u n w a l d - W i e n, erfolgte. Der Vorsitzende verlas ein Dankschreiben der Ausstellungsleitung, in welchem diese der Gesellschaft für jüdische Volkskunde dankt und hervorhebt, daß diese Sammlungen sehr viel zum Erfolg der historischen Ausstellung beigetragen haben. Die Verlesung' dieses Briefes wurde mit lautem Beifall begrüßt. Ferner teilte der Vorsitzende mit, daß es ihm gelungen sei, von dem Leiter des hiesigen Museums für Völkerkunde, Herrn Professor Thilenius, die Zusicherung zu erhalten, daß, vorbehältlich der Genehmigung der Oberschulbehörde, die Sammlungen der Gesellschaft in dem Neubau des Museums für Völkerkunde Ausstellung finden werden. . Dadurch erhalten die Sammlungen einen Ausstellungsraum, wie man ihn sich schöner und würdiger gar nicht denken könne. Diese Mitteilungen wurden von der Versammlung mit großer Befriedigung ausgenommen. Dem alsdann vom Kassierer erstatteten Kassenbericht war zu entnehmen, 'daß die Gesellschaft.-an Mitgliedsbeiträgen 1123 Mt. und an Spenden 200 Mk? vereinnahmte. Für die Erweiterung der Sammlungen wurden 584 Mk. verausgabt, während die Mitteilungen eine Ausgabe von 525 Mk. verursachten. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt rund 300. Die mit einem kleinen Gewinnsaldo abschließende Abrechnung wurde als richtig anerkannt und genehmigt. Zu Mitgliedern der Propagandakommission wurden die Herren L. Friedenheim, S. Leibowitz und I. Tannenberg gewählt, und der Kommission für ihre Zwecke ein Betrag von 150 Mk. aus der Vereinskasse bewilligt. L2 Hannover, 29. Februar. Die Direktion desVereinszur Beförderung des Handwerks unter den Juden in der Provinz Hannover erstattet den nachfolgenden Bericht über die Tätigkeit des Vereins in den Jahren 1909,1910 und 1911. Wie aus dem Bericht ersichtlich, ist in der abgelausenen Periode die Zahl der Vereinsmitglieder aus 248 zurückgegangen. Die Tätigkeit des Vereins ist im wesentlichen die gleiche wie in den vorangegangenen Jahren geblieben. „In den letzten Jahren," wird in dem Bericht ausgesührt/ „hat der Pessimismus unserer Glaubensgenossen, aus deren Kreisen wir die Jugend dem Handwerk zuzuführen uns bestreben, weitere Fortschritte gemacht. Unsere Bemühungen, das Selbstgefühl und das Selbstvertrauen dieser Kreise zu heben, scheitern an den Anschauungen und Vorurteilen vieler Eltern und Vormünder. Wir begegnen vielfach dem Zweifel, ob es nicht ratsamer sei, einen Jungen Kaufmann werden zu lassen, anstatt ihn dem Handwerk zuzuführen, weil er als Kaufmann mehr verdienen könne. Unerfreulicher noch ist eine andere Klage von Eltern und Vormündern, welche wir vermocht haben ihre Söhne und Pfleglinge Handwerker werden zu lassen, daß diese als Gesellen und Meister die als selbstverständlich erhoffte und vorausgesetzte Unterstützung ihrer Glaubensgenossen zu ihrer Ueberraschung und Enttäuschung entbehren müßten. Man erschwere jüdischen, strebsamen und leistungsfähigen Handwerkern die Entwicklungsmöglichkeit, indem nicht bloß Private, sondern selbst Gemeindebehörden, PD& W -RE3 Die Herftettung von '‘TOD Palmin (Pflanzenfett) und Palmona(Pflanzen-Butter»Margarine) gefcbiebt unter ftändiger Rabbinatsaufficbt. Beide Produkte find ganz» lieb frei von tierifeben Fetten, können daher gemäß Htteft für Mild)» und Fleifcbfpeifen verwendet werden. Alleinige Produzenten: H. Sdiiindi & Cie. Ä.-G., Hamburg-Mannheim. General-Vertrieb für den Poftbezirk Berlin: Hd.Goldfchmidt, Berlin C. 2., Neue Friedricbftr.Nr.45. flV Zn den Feiertagen empfehle: "MK €is karte» Konditorei u. Cafe 'z!£™z vmnperls c, Königs*. 22-2* Königs-Kuchen h M. 1.50 und M. 3 00 II Prinzess-Teekuchen .. .L Pfd M. 2.40 Fürsten-Kuchen ä M. 0.60 und M. 1.20 Sultana-Kakes.ä, Pfd. M. 1.40 Hausback. Napfkuchen ....von M. 1.00 Spekulatius.ä Pfd. M. 1.40 do. Stollen.von M. 1.50 || Berollnatius.ä, Pfd. M. 1.20 Butter- und Wasserbarches, Posener uud Bades täglich frisch, ff. Dessert-Makro neu, ff. schwere Sandtorten. Illustrierte Preisliste auf Wunsch gratis und franko. Sahnen-Zwieback ä Paket 20 Pf. ÄL Umständehalber ist °m gut renommiertes Restaurant critu°ll, n°bst Logierhans t» schlesischem Badeort w* zu verpachten. 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