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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-15 · Heft 11 (15.3.1912) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 11 (15.3.1912)
Date
1912-03-15
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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Leiche bereits eingesegnet habe. Die Leiche Herrn v. Neumanns wurde schließlich - nach katholischem Ritus auf dem katholischen Friedhof bestattet. Die Polizei hatte offenbar eine Demonstration befürchtet, denn sie entsendete ein starkes Wachaufgebot. Es kam aber zu keinerlei Ausschreitung. Die Budapester Kultusgemeinde hat bloß die Anzeige wegen der ungesetzlichen Vollziehung der Taufe an Herrn v. Neumann bei der zuständigen Behörde erstattet. «Dchweveu. M. F. Stockholm, 8. März, Am 4. v. M. verschied hier Generalkonsul Eduard Fränckel im 75. Lebensjahre. Geboren 1836 in Gotenburg, wurde er nach Absolvierung technischer Studien im Jn- und Auslande im Jahre 1861 als Maschineningenieur bei den schwedischen Staatseisenbahnen angestellt, wo er zwei Jahre später zum Maschinendirektor avancierte. 1873 schied er doch aus dem Staatsdienste, um als Direktor und Leiter in eine der größten Maschinen- und Wagenfabriken Schwedens unter der Firma „Atlas" einzutreten, aus welchem Posten er bis zum Jahre 1887 verblieb. Ein Jahr später wurde er zum österreichisch-ungarischen Generalkonsul in Stockholm ernannt und als Abgeordneter in die Erste Kammer des schwedischen Reichstags gewählt. 1894 wurde er als Mitglied des Staatsausschusses gewählt, wo er ungefähr anderthalb Jahrzehnte gesessen hat, und in den letzten Jahren war er Mitglied des Bankausschusses. In politischen Fragen gehörte er der Konservativen Majorität der Ersten Kammer am Jedoch wurden seine hervorragenden Fachkenntnisse auch von den anderen Parteien des Reichstages stets anerkannt, und man hielt es für selbstverständlich, ihn in mehreren Komitees, die sich mit ökonomischen Fragen zu beschäftigen hatten, .als Mitarbeiter zu sehen. Dem hiesigen Stadtverordnetenkollegium gehörte Fränckel 33 Jahre an. Seit dem Jahre 1895 gehörte er dem Vorstande der hiesigen jüdischen Gemeinde an und war seit 1906 dessen Vorsitzender. Fränckel hatte noch mehrere Vertrauens- und Ehrenämter inne, und überall hat er — nach dem übereinstimmenden Zeugnis der hiesigen Tagespresse — „eine gewissenhafte und uneigennützige Arbeit niedergelegt". Dies hob auch Herr Rabbiner Professor Dr. Klein in seiner Ansprache, die er bei der in der hiesigen Synagoge stattgefundenen OCXOOOOOOOOOOOOO<XOOOOOOOaX)OCDOI&OOOOOOOqp w stets frisch, liefert^zu Original-: g Fabrikpreisen mit ka b a 11 die * ,Alf aGakesf ab r i k G. m. b« H« in Radebeul - Dresden 6 - Verlangen Sie gefälligst umgehend g portofrei unsere illustr. Preisliste OQX)OOOQOOaX)C£OOOOCXDOQOQX3QXKXQaX>QOOQOOQiDQ!!! Ävis k«r Msäerverksuker I U iL Schokoladen, Kakao J?/ :Zucker: Kolonialwaren u. Konferven hergefieUt unter Hiiffi(i>t des wobUöbl. Öberrabbihats in Hamburg. »■r:^ Man verlange Preisliste. -»® TWi Adolf Zinner jr. Hamburg A, öcindelallee 138. Trauerfeier gehalten hat,. besonders hervor. Anknüpsend an das Schriftwort: .„Süß ist.der Schlaf des Arbeiters", führte er unter anderemaus, daß Fränckels ganzes Leben ernster und schwerer Arbeit angehörte,, und. wenn er. trotz seines hohen Alters noch weiter leben wollte, geschah es nur, um noch weiter arbeiten zu. können. Bei der ergreifenden Trauerfeier war die mit Palmen, Lorbeerbäumen und anderen Blattpflanzen geschmückte Synagoge bis aus den letzten Platz gefüllt. Unter den Anwesenden befanden sich viele Reichstagsabgeordnete. und Stadtverordnete, viele Mitglieder der hiesigen jüdischen Gemeinde, Vorsteher von hiesigen Handelsgesellschaften, Repräsentanten von Vereinen, in denen. der Verstorbene als Mitglied oder Vorsitzender gewirkt hatte. Von den überaus zahlreichen Kränzen, die an seine Bahre geschickt worden sind, seien hier genannt dre von den Stadtverordneten in Stockholm, von der Ersten Kammer des Reichstags, von der hiesigen jüdischen Gemeinde und von der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft Hierselbst. Generalkonsul Fränckel, dessen Frau vor ungefähr drei Jahren ihrem Manne in den Tod voranging, hinterlüßt Kinder und Kindeskinder. Ehre seinem Andenken! — Zu meiner hier vor einiger Zeit veröffentlichten Mitteilung über die Feier des achtzigsten Geburtstages des Herrn S a l o - mon Elkan Hierselbst möchte ich nun bei dieser Gelegenheit hinzusügen, daß Herr Elkan vor kurzem den größten Teil seines Vermögens, 180 000 Kronen, der hiesigen jüdischen Gemeinde mit der Bestimmung vermachte, daß nach seinem Tode die Zinsen des genannten Kapitals als Stipendien an würdige Studierende und Künstler j ü d i - scheu Glaubens verteilt werden sollen, und zwar sollen die Stipendien so beschaffen sein, daß die' sie Erhaltenden sich ganz unabhängig und sorglos dem Studium oder der Kunst widmen könnten. LuszlÄNd. Z. Petersburg, 8. März. Hiesige Zeitungen bringen die für die gegenwärtige Lage der Juden in Rußland bezeichnende Meldung, daß 400 jüdische Familien des Amourgebietes den buddhistischen Glauben angenommen hätten. Zu diesem Schritt entschlossen sich diese Juden deshalb/weit der Generalgouverneur des Amourgebietes jüngst die Vertreibung aller Juden aus dem Gouvernement angeordnet hatte. -Die Herftettung von Patinin (Pflanzenfett)un&. katmona tzPflanren-Butter-Mrgarine) gekchiebt mitev < ftändigerRabbinatsaufÜcht. Beide Produkte find;.gänz« J ®1idf>^freivon"iferifcben^Fetten, können daher I gemäß Htteft für Milch- und Fleifcftfpeifen veh> : wbndet werden. j; " HUeinige Produzenten : H.Scftlinck&Cie.Ä.-G., Hamburg-Mannheim. i e^^äkVeÄieb^füt deri Poftbezirk Berlin: : < aRd*Ö©tdßpn^^

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