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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-15 · Heft 11 (15.3.1912) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 11 (15.3.1912)
Date
1912-03-15
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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i Leitung der Alliance bei ihremletzten Köoptionsvorschlag den um unsere Sache .wie um das Judentum seit Dielen.fahren so hochverdienten Herrn Rabbiner : Dr" Warner nicht zur KooPhatioU vÄge-. schlagen hat und so' von der Mitarbeitä.uszuscheiden'versucht^ Hie Geneialversamlnlnng sieht in der nach' Beseitigung -des Wahlrechts . versuchten Ausscheidung fe Herrn Dr. Witter die Absicht, sich jede unbequeme Kritik fernzühälten.' '/Uitz spricht' Herrn Dr. Werner' ihr - - volles.' Vertrauen'' in&' chrest "Dank für,'seine treue Arbeit aus und hofft. auf seine . eifrige' Mitarbeit im' iLänüesko.lm-tee. In der anschließenden Sitzung des Lokalkomitees Berlin wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder. Justizrat Max Fuchs, Vorsitzender, Rabbiner Dr. Weiße, stellvertretender Vorsitzender und Heinrich Frankel als. Kontrolleur wiedergewählt. Neugewählt würden Justizrat Dziäloszinsky. als Schriftführer, Sanitätsrat Dr. E oh n als stellvertretender ' Schriftführer, Rentier Gideon Heymann als Schätz- - meister, Assessor Dr. Fri e d e m a n n als stellvertretender Schatzmeisters; ‘ .; W. S.: Berlin, 12. März. Im; V e r e in ehe m a l i g e r Schüler der' Knäbenschule der jüdischen Gemeinde Z u B e r l i n (E. V.) sprach Herr R ech tI ä'n w a l t D r. S.' I äff a über „Jugendliche Verbrecher". " Die Rechtspflege versteht darunter junge Menschen ick Alter von 12 bis'IZ'Jahrch, denen die zur Straftat nötige Einsicht fehlt. Wenn man hört, daß ich'Jahre'1882 30 000 Jugendliche, im Jahre 1906 gar 55000 Jugendliche durch ein Gericht verurteilt worden sind, davon 52 Prozent wegen Diebstahls, so erschrickt man und sagt:, die bisherigen Strafmittel haben keine Besserung bewirkt. In den Jahren' 1906 bis 1908 dagegen ist die Kriminalität der Jugendlichen zurückgegangen. Und die Ursache? Das Fürsorgeerziehungsgesetz. Danach haben die Behörden das Recht, wenn die Ursache der Vergehungen in dem Milieu liegt, diese sittlich gefährdeten jungen Menschen den elterlichen Einflüssen zu entziehen und sie in Familien oder Anstalten unterzübringen, um Hier nachzuholen, was dort versäumt worden ist. Auch die Jugendgerichtshöfe, durch'die man die'Berührung der jugendlichen ntit den Gewohnheitsverbrechern vermeidet, sind ein Segen. Die' große Summe, von Volkskraft, die der Gesamtheit bisher verloM. ^gegangen. 'ist'/,' mußnutzbringend umgestaltet werden; das kann nur geschehen, wenn man die jugendlichen Verbrecher zum zielbewußten Arbeiten bringt^ Reicher Beifall lohnte den Herrn Vortragenden. — Am kommenden Montag, den 18. März, 9 Uhr abends veranstaltet der Verein in den Residenzfestsälen, .Landsberger Straße 31,'einen Lichtbi lder vd r'tr ag : „Mit dem Kryflpriyzen durch Indien"; denVoxtragchältHerr Will y - S.imfo n:' Gäste sind herzlich willkommen. ' "Äüs- Anlaß des ' 1OO. Geburtstages dech Gründers und ersten'Rektors der. Knabenschule Ar on Horwi.tz findet im Mai dieses Jühres eine größeres Feier statt; Herr Direktör.ä/D. Dr. Holz man hat - sich-'' in '^liebenswürdiger. Weise chereit erklärt, die Festrede zu halten. An alle früheren Schüler der Knabenschule ergeht die dringende-Bitte, in den Verein, der schon zwölf Jahre-besteht, einzutreten und feine Zwle ver-: wixklichen zu^ helfen; Weiterpflege der in der: Schule angeknüpften ..BHiehtzMe.n;WDMAMHKeiterbildung und auch Unterstützung der Mitglieder. ' Alljährlich spendetder Verein eine größere Summe, die am Chanukka an arme Schüler der Knabenschule verteilt wird. Veitritrserkdärun-gen,' sinti'Vorsitzenden Herrn Sanitätsrat Dr. L a ch m a n n, Landsberger Straße 89, zu richten, 1 - 22 Berrtherr 8,/März. Vor einiger Zeit fand in hiesiger Stadt eine Ver,sammlüng :0bersichlesrschev K-ultns/- b e a m t e n statt, die vonzirka 30 Kollegen besucht war, und in der die Gründung,, einer „freien oberschlesischen Kultüsbeamtenvereiniguug" beschlossen wurde. Diese Vereinigung erstrebt insonderheit hie Wahrung der Jnterefferrihrer! Mitglieder aus ideellem wie materiellem' Gebiete. Es soll-den Mitgliedern, weitgehendste Gelegenheit zur Vervollkommnung ihres beruflichen Bildungsgrades gegeben werden. In' . den vierteljährlich stättfindenden Versammlungen sollen Berufsfragen < allgemeiner Natur erörtert werden. Der Verein beabsichtigt aber ferner, den--Gemeinden sowie deren Kultusbeamten' beb eintretenden Vakanzen helfend und mitratend zur Seite zu stehen. Der Vorstand, besteht aus den- Herren. D a v i d s o h n - Gleiwitz, 1. Vorsitzender, de Beer- Beuchen, .2. Vorsitzender, G o l i n s k i - Beuchen, Schriftführer und Rendant,' -Rat h a n - Rybnik und S ch u f tan- Pleß, Beisitzer. Die nächste Bersammlung dürfte/voraussichtlich üm April in Gleiwitz. abgehalten werden;' wie Denn auch; beschlossen wurde, den Ort der Zusammenkunft jedesmal!zu wechseln., - . 2X2 Stendal. 8. März. Am 3..d. M. fand hier eine dreifach e F e i e r statt: die 25jährige Wiederkehr der Einweihung der hiesigen Synagoge, die Gründung des. Vereins für jüdische Geschichte und Literatur, m Stendal und.Umgegend und eine Purimseier. Sämtliche Mitglieder der hiesigen. Gemeinde sowie von Gardestgen und. Tangermünde haben sich an der Feier beteiligt. Vormittags war Gottesdienst in der Synagoge Abends versammelten sich alle Gäste im . „Schwarzen Adler" zu einem gemütlichen Beisammensein. Herr Dr. Wil.de, Rabbiner in Magdeburg, welcher zu der Feier erschienen war, hielt einen interessanten und mit großem Beifall entgegengenommenen Vortrag über die Geschichte der Juden. Alsdann fand ein gemeinschaftliches Essen mit daraus folgendem Ball statt. . Während der Tafel wurde von verschiedenen Mitgliedern für Unterhaltung reichlich gesorgt. M. Hamburg, 8. März. Das Reprä?sentanten-Kollegiumde.r D eutsch-Jsraelistbschen Gemeinde hielt im Gemeindebureau eine Versammlung unter Vorsitz des Herrn Jos. Lippm ann ab.' Den Bericht der Kommission zur. Führung der Gemeindeabrechnung für das Jahr 1910 erstattete Herr I. Oett i n g e r. Die Kommission hat. nur bei einzelnen, kleineren Posten einige Monitä zu machen, beantragt aber im übrigen die Genehmigung der Abrechnung der Gemeindekässe wie der Depositenkasse für milde Stiftungen. .. Die Repräsentanten beschlossen die Überweisung des Kommisstonsberichts an den Gemeindevorstand zur Kenntnisnahme, erteilten aber im. übrigen die beantragte Entlastung. Eine lebhafte und eingehende Debatte rief, der Kommisstonsbericht betreffs Gehaltserhöhung der Lehrer und Lehrerinnen an der Töchterschule hervor. Die Kommission beantragte Annahme des Antrages des Gemeindevorstandes aus' Erhöhung. der Gehälter für die im Antrag näher bezeichneten Lehrkräfte sowie die Bewilligung einer Teuerungszulage, von je 100 Mark für das Jahr 1912 an die zwölf festangestellten Lehrerinnen, die nicht mit einer Gehaltserhöhung bedacht werden. Das Ergebnis der Debatte, die sich hauptsächlich um budgetrechtliche Fragen drehte, war die .Annahme des Kommisstonsantrages, jedoch unter der Voraussetzung, daß Die zum 1. April 1912 frei/werdende. Lehrerinnenstelle nicht wieder besetzt wird. Der Antrag des Gemeindevorstandes auf. Anstellung einer weiblichen Hilfskraft. für das Gemeindebureau wurde einstimmig angenommen, ebenso der Antrag auf Bewilligung der Mittel zur Deckung des Defizits der jüdischen .Bibliothek und Lesehalle undder Antrag des Gemeindevorstandes auf Erhöhung Des Jühresbeiträgesfür den Verband deutscher Juden von 400 auf/800' M-rk. Sodansitrat-geheime Srtzungern. 2X2 MiMcheln-. 8? März,: -EshaDin UnfereHGemeinde^ wohltuend berührt und dürfte sichtzr auch weitere Kreise interessieren, daß Seine Königliche' Hoheit P r in z Ln dw--i-g. von.-Bayerns Prinzessin L u d w i g F erd i n and und Prinzessin ' P i l a-r - sowie auch Gras Crailsh e im, /Der.- -frühere ^'MiyMrPrü'stdent,'-.- Universitätsprofessoren und>andere' hochgestellte^ Persönlichkeiten einen von. Herrn Rabbiner Dr?W estn e r vor^einigen/Tagen in der orientalischen Gesellschaft gehaltenen; Vortrag über s rin jüdisches Thenm chesüMen.. Die.„MünchenerfNeuesten Vachrich^n" Nr^ llst-berichtem über diesen Abend, für ÄeWnjchMrThemä-r ^Das/Geistesleben - dH' spanischen Judentums"^'tzeiEhMs'warj7''sjÄuSsÄhrlich.-^,Her. / Redner behandelte dieses - uMf.EAWjrWMebinHöi^/emersMntxch^W^ .WrHen Gabirol und Maimonides, zwischen dem Dichter, des Weltschmerzes, wie er sich in entwickeltem Kulturbereiche-einzustellen pflegt, und dein liebevollen - Megerder'Logik, denn denkenden Erklärer desr-Gesetzes, zwischen Gabirols Hauptwerk „Ions vitae", dem Niederschlag neuplatonischen Geistes- und zwischen Dem „Führer der Herirrten", dem vollendeten Ausdruck jüdisch-aristotelischer M)ibrstphi^^Me die „M. N. N." berichten, hat der gehaltvolle, formvollendete Vortrag sichtlich., einen tiefen Eindruck/bei allen Zuhörern/ hinterlassen.-; Nach dem 'Vortrags für den der' Vorsitzende! Hexr^Hnterstaatsstkretär Professor Dr. v. Mayer in höchst anerkennender und-geistvoller Weise dankte, zog Prinz Ludwig, der - nicht zum. erstenmal einen Vortrag von Herrn Dr/ Werner gehört/hatte, diesen in ein Gespräch und blieb mit ihm und einigen änderen Herren längere Zeit in leütseligster Weise zusammen. Grstrrretch'NnsMN. / L2 Präg, 8. März. ...Im,Tempel (-Geistgasse) -fand für.den verstorbenen Oberrabbiner -- Dr. Nachan Ehre n f e l d ein Trauergvttesdienst.statt. In dem stilvoll dekorierten Gotteshaus.fanden sich

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