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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-08 · Heft 10 (8.3.1912) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 10 (8.3.1912)
Date
1912-03-08
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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staben der einzelnen Sätze zusammen, den Namen Klein mit dem Zusatz „60 Jahre" bilden. — Im Verlaufe des ganzen Tages fanden sich Gratulanten ein und kamen. Glückwunschtelegramme von überall her. Neben Telegrammen von Rabbinern und anderen jüdischen Freunden und Bekannten finden sich solche von schwedischen Bischöfen, Pastoren, Exzellenzen und anderen Notabeln. Die hiesigen Hauptblätter brachten aus diesem Anlaß Professor Kleins Bild und schrieben ausführliche Artikel. Äuszlsnd. L. A. T. Petersburg, 1. März. In Smolensk werid-en gegenwärtig statistische Daten über die jüdische Bevölkerung in dem dortigen Gouvernement gesammelt. Infolge einer Order aus Petersburg wird in allen Kreisen des Gouvernements durch die Polizei eine sorgfältige Kontrolle der Juden betrieben, zum Zwecke der Feststellung der allgemeinen Zahl und der Art ihrer Beschäftigungen. Die Statistik leiten die Gehilfen der Jsprawniks (Bezirksvogt). — In Priluky hat der Jsprawnik einer jüdischen Truppe nach drei Vorstellungen zu spielen verboten, indem er das Verbot damit motivierte, daß dieselbe nicht in reiner deutscher Sprache vorträgt. — Aus Ekaterinoslaw teilt man mit, daß aus der Eisenbahnstation Almazna die Polizei einen Ueberfall auf die Juden veranstaltete. Sechs Personen, die zur Abrechnung nach dort kamen, wurden verhaftet und per Etappe fortgeschickt. Hier wurde aus eine Statistik verzichtet. ... — Aus Taschkent schreibt man: Die hiesige Administration begann in der letzten Zeit die Juden auszuweisen, namentlich die Zugereisten. Vor kurzem kam nach Taschkent aus Lodz der Reisende einer der bedeutendsten Lodzer Firmen. Ungeachtet dessen, daß er in ganz Rußland des Wohnrechtes sich erfreute, schickte ihn die Taschkenter Administration unverzüglich per Etappe zusammen mit Räubern und Plünderern fort. Jetzt weist dieselbe sechs Juden aus, bie der Operntruppe angehören, welche in jener Stadt gastiert. Der Unternehmer war gezwungen, Taschkent zu verlassen. — In Minsk wurde eine Abteilung von Gratiskursen für barmherzige Schwestern des „Roten Kreuzes" eröffnen Für Jüdinnen ist eine Prozentnorm bestimmt PDS V2 “RE3 Die Herstellung von Palmin (Pflanzenfett) und Palmona (Pflanzen»Butter«Margarine) gefefoieht unter ständiger Rabbinatsaufficfrt. Beide Produkte find gänzlich frei von tierischen Fetten, können daher gemäß Htteft für Milch» und Fleifchfpeifen verwendet werden. fUleinige Produzenten: H. Sdilinck & Cie. A.-G., Hamburg-Mannheim. General-Vertrieb für den Poftbezirk Berlin: Hd» Goldfchmidt, Berlin C. 2.» Neue Friedrkbftr. Nr. 45. worden. Gewöhnlich werden! Jüdinnen in die Kurse des „Roten Kreuzes" nicht ausgenommen. — Die Generalversammlung -des städtischen Klubs in Kirsanowka (Tambower Gouvernement) beschloß, Juden im Klub weder als Mitglieder, noch als Gäste'auszunehmen. Man behauptet, daß ähnliche Beschlüsse im ganzen Gouvernement folgen werden. — Der Grodner Gouverneur Borzenko änderte den' Beschluß der Bjalstoker städtischen Duma über die Subvention der lokalen jüdischen professionellen Schulen und die jüdischen - Kinderasyle in Druskeniky ab- — Den höheren Frauenkursen in Warschau wurde das Recht erteilt, Jüdinnen ohne eine Prozentnorm auszunehmen. — Der Kurator des Warschauer Lehrbezirks gestattete, sieben neue Elementarschulen für jüdische Kinder zu eröffnen. Von Ash und jfrru. — Zur Feier des 70. Geburtstages' des berühmten Chemikers Geheimrat Pros. Dr. Lieber mann hatte die Deutsche Chemische Gesellschaft am vergangenen Sonnabend abend im Hotel „Der Kaiserhof" ein Festmahl veranstaltet. Viele Mitglieder der Gesellschaft und Vertreter der gelehrten Welt vereinigten sich an. der festlich geschmückten Tafel. Während des Mahles, das einen glänzenden Verlauf nahm, wurden zahlreiche Reden auf den Jubilar gehalten. — Der bisherige Privatdozent in der ‘ philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, Professor Dr. Hermann Dessau, wissenschaftlicher Beamter bei der Akademie der Wissenschaften daselbst, ist zum außerordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt worden. — Am 29. Februar beging Herr Hermann Moritz in Berlin mit seiner Ehefrau Bertha, geb. Latz, das seltene Fest der diamantenen Hochzeit im Kreise von Kindern, Enkeln und Urenkeln. Das Jubelpaar, das im Alter von 86 und von 82 Jahren steht, erfreut sich völliger körperlicher und geistiger Frische. — Herr Professor Dr. Robert Bur g ist vom Magistrat in Charlottenburg zum Direktor der 4. städt. höh.. Mädchenschule, gewählt worden. Sein Amtsantritt soll zum 1. April erfolgen. — Die vom Berliner Verein für Arbeitsnachweis im Jahre 1911 placierten 2467 Bewerber verteilen sich, ihrer Nationalität mach Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit. Ende 1911 Bestand: 751 Millionen Mark. Alle Ueberschüsse den Versicherten. Unanfechtbarkeit, Unverfallbarkeit, Weltpolice JZG.ößels f? ö * (Kalkphosphathaltiges Nährmittel). Seit M / 1878 praktisch u. wissenschaftlich geprüft von Autoritäten der Kinderheilkunde. Bessert die Ernährung, wirkt hervorragend bei AT Rachitis u. Knochenerkrankungen. Schützt vor Drüsen und Skrofulöse, ä Pfund M. 1.30. Kinderbiskuit „Haima“ Blutu. Knochenbildend. Für die ersten Kauversuche. Von Aerzten bei Blutarmut u. englischer Krankheit, zur Besserung der Ernährung und Gewichtszunahme angewandt und empfohlen ä Pack 0.30 Mk. -Erhältlich in Apotheken und Drogerien, sonst direkt durch: IXI« O. Opel» Leipzig, Hardenbergstr. 54»» Zup Fopdeming dep Gesundheit! 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