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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-08 · Heft 10 (8.3.1912) · p. Seite 7

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 10 (8.3.1912)
Date
1912-03-08
Page
Seite 7 (sequence 19)
Language
German
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auf folgende Länder: Russen 83, Oesterreicher 82, 62 aus anderen außerdeutschen Ländern und 2 052 (nicht wie im vorwöchentlichen Bericht über die Generalversammlung irrtümlich angegeben 52) aus Berlin und dem übrigen Deutschland, — Der neuerbaute und auch in seiner Inneneinrichtung fertiggestellte besondere Pavillon für Infektionskrankheiten im jüdischen 'Krankenhause zu Posen wurde kürzlich einer eingehenden Besichtigung unterzogen, welcher-als Vertreter des Regierungspräsidenten Regierungs- und Geh.'Medizinalrat Dr. S chmidt, ferner Polizeipräsident v. d. K n e s e b e cf' und Kreisarzt Dr. Cläuß beiwohnten. Der Vorstand'und das Kura-; torium des Krankenhauses waren vollzählig erschienen,' die Repräseutanten-Versammlung der Shnagogengemeinde war durch ihren? Vorsitzenden Und zwei ihrer Mitglieder vertreten. — Herr Oberprüsident Dr. S ch w a r tz k o p s s stattete kürzlich bei seinem Aufenthalt in Gnesen auch dem Stadtverordnetenvorsteher Kommissionsrat W r e s z y n s k i 'einen Besuch ab. — Am 7. Februar d/J. beging *m aller Stille Herr Oberkantor Rosenthal in Breslau sein 40jähriges Dienstjubiläum als Kantor an der alten Synagoge „Zum Ztorch" und gleichzeitig sein 40jühriges Hochzeitssest. > Der allbeliebte Herr hat oft im Betsaal zü Bad Kudowa, das er fast alljährlich besuchte, den Gottesdienst durch seine schöne Stimme verherrlicht. — Zum 100. Geburtstag Berthold Auerbachs wurde an der ehemaligen Wohnnng des Dichters in Heidelberg eine Gedenktafel eulhttlll. Die Tafel wurde von den oberrheinischen Freimaurerlogen gestiftet. —Der frühere, um die württembergische Judenschast sehr verdiente Vorstand der Kgl. israel. Oberkirchenbehörde Präsident a. D. Carl v. Finkh ist im Altei: von 82 Jahren aus dem Leben geschieden. Sein den israelitischen Angelegenheiten in Pflichttreue und' strenger Sachlichkeit gewidmetes Wohlwollen sichert ihm auch in den Kreisen der württembergischen Israeliten ein dankbares Andenken. — Aus Prag wird gemeldet: Laut dem Ergebnis der jüngsten Volkszählung ist die Zähl der Juden in Böhmen gegenüber dem Ergebnis vom Jahre 1900 um 7'A pCt. Zurückgegangen. Nach einer im Zusammenhänge damit veröffentlichten Statistik wird bei 65 von 100 jüdischen Knaben die Zirkumzision nicht vorgenommen. Auch die Zahl der Taufen und Mischehen unter den Juden hat in erschreckendem Maße zugenommen. Diese Ziffern sind um so-trauriger, als es sich, gerade um Böhmen handelt, das einst das Zentrum jüdischer Frömmigkeit und jüdischer Wissenschaft in Oesterreich gewesen ist. — Der Magistrat in Budapest hat beschlossen, die Subvention der jüdischen Gemeinde von 60 000 auf 100 000 Kronen zu erhöhen. .— In Paris hat sich dieser Tage ein zum größten- Teile aus jüdischen Studierenden aller Kategorien bestehender jüdischer .Jugendbund gebildet, der sich die Wiedererweckung jüdischen Geistes unter den französischen Juden zur Aufgabe macht. Der Jugendbund führt den Namen „üenaissanee juive“. — Wie griechische Blätter melden, ist die Stadt Zante im griechischen Archipel in den letzten Wochen zweimal hintereinander von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht worden, das große Verwüstungen in der Stadt anrichtete. Das Judenviertel von Zante ist vollständig zerstört, und mehr als hundert jüdische Familien blieben obdachlos. Sowohl in Griechenland als auch in der Türkei sind Sammlungen zu gunsten der hart getroffenen jüdischen Familien von Zante eingeleitet worden. — Im 113. Lebensjahre verschied in Warschau der Jude Mofes Chwilja, wohl der letzte Lebende, der Napoleon gesehen hat. Bis wenige Tage vor feinem Tode war Chwilja körperlich und geistig gesund und spielte noch sein geliebtes Domino. Chwilja lebte mit seiner ersten Frau, von der er vier Kinder hatte, 30 Jahre und heiratete dann ein löjähriges Mädchen, das ihm 13 Kinder schenkte. Es leben heute 12 Kinder — zum größeren Teil in Amerika — und 76 Enkel; die Zahl der Ur- und Ururenkel ist unbekannt. — Die am 19. Januar in New Jork verstorbene Frau Karoline N e u st ä d t e r hat ein Drittel ihres Vermögens, über eineinhalb Million Dollarzu Wohltütigkeitszwecken bestimmt, für Errichtung eines israelitischen Erholungshaufes für Unbemittelte, für Schaffung billiger Wohnungen für den Mittelstand, auch für allgemeine Zwecke. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastrabe 53. Verantwortlich fiir den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin rS&C 43g<v DtrSKatabcni aMmat C^h£oJIA> Anotißl' &! Prima Kanari en- Edelroller ~90 »wunderb. Tourensänger in herrlich. W Klangfarbe, n. Güte 8, \0, \2, ^5 l». 30 m. Zuchtweibch. 3 u. HM. Nach». Gar. f. wert, leb. Ank. Lhrenh. Bedien., wie seit 30 Jahren, .preisbuch umsonst. Zuchtbuch 50 pf. .Briefin umsonst. Zuchtbuch 50 pf. Brr Georg- Brühl, K'ötzschon'fcroda, H. 51 □CHURT Ferment in wirksamster Form durch Reinkulturen enthalten die?enußfertigeri, ärztlich empfohlenen Dr. Tralner’s oghurt-Tabletten. In Apothek. u. Drogerien, wo nicht [ erhält!., dir, M. 1.75 u. 3.—. Man beachte den Namen 1 Dr. Trainer. Labor, f. Therapie, G. m. b. H., Dresden. Kunst- Stickerei - Anstalt Spez. Synag.-Paramente rona i. ktinstl. u. sol. Ausf., v. einf. b. z. feinst. Genre. Geschw. Bleiohrode Berlin W Pariser Strasse Nr. 14 Amt Wl. 1337. war wieder außerordentlich ge-, mütlich, wir Haben einen guten Durst entwickelt und die.Luft war zum Schneiden. Daß ich trotzdem keinen rauhen Hals habe, danke ich den. WVbert- Tabletten, die ich gleich beim Heimkommen und heute früh genommen habe. Sie Machen den Hals frei und benehmen auch den üblen Geschmack im Mund. Die Schachtel kostet in allen Apotheken und Drogerien 1 M. und hält lange vor. IN DEN APOTHEKEN: 80 PFENNIGE. 80 PFENNIGE.

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