Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-08 · Heft 10 (8.3.1912) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 10 (8.3.1912)
Date
1912-03-08
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3229015-3229026--68263-3280513
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kapelle, die unter Leitung des Kapellmeisters A. Fix den Triumphmarsch von Wieprecht, die Ouvertüre „Die Heimkehr aus der Fremde" von Mendelssohn, „An den'Frühling" von Grieg'und die Fantasie aus der Oper „Margarete" von Gounod in meisterhafter Weise zum Vortrag brachten. Die bekannte Vortragskünstlerin Hedda Worbe g g sprach' sodann einen, von ^Herrn M. A n s s p a ch verfaßten Prolog, in dem in poetischer Form die .Verdienste des - Vereins verherrlicht wurden. Der Obmann des Festausschusses,'Herr Lichtenst e i u, der auch das Arrangement in Händen hatte, richtete herzliche Worte der Begrüßung an die vielen Anwesenden. Im Mittelpunkt der Feier stand die Festrede des Rabbiners Dr. N.' P o r g e s, der in seinen Eingangsworten die Vertreter des Vorstandes der religiösen .Gemeinde, die Gemeinderäte Rosental, Nosenstock und Justizrat Broda loillkommeu hieß. Dann gedachte er der Verstorbenen, besonders der beiden Wohltäter Alphons I a k o b s s e n und Moritz B i e s e n t h a l, zu deren Andenken sich die Anwesenden von ihren Plätzen erhoben. Den Verein bezeichnete er als einen Baum, der sorgsam gepflegt sei und stets gute Früchte getragen habe. Ein lautes Selbstlob habe er nicht nötig. Durch sein segensreiches Wirken Habe er praktisches Judentum geübt. Die Männer, die an der Spitze stehen, wissen sich in die Lage der Armen zu versetzen. Das Wachstum des Vereins lasse' hoffen, daß in Zukunst immer mehr wird geschehen können. — Danach folgte die Ehrung von fünfzehn Jubilaren, die seit der Gründung dem Verein angehören. Jeder von ihnen wurde mit einer Ehrenurkunde bedacht. Zur Unterhaltung hatte der Vergnügungsausschuß ein Programm ausgestellt, das einen auserlesenen Genuß bot. — Neustadt a. H., 29. Februar., Bekanntlich wird in unserer Stadt unterhalb der Axtwurfanlagen am Wege zum Schöntal das I s r a e l i t i s ch e K r e i s a s y l s ü r die Pfalz errichtet werden, auf dem Platze, wo vormals das Lehrerinnenheim geplant war. Für den Bau selbst, zu dem das nötige Kapital von 100 000 Mark bereits aufgebracht,/war seinerzeit ein Preisausschreiben zur Erlangung geeigneter Entwürfe erlassen worden. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Geh. Oberbaurat - Hofsmann-Darmstadt, dem u. a. auch Bauamtmann llllmann-Speher, Direktor Brüll vom Pfälzischen Gewerbemuseum Kaiserslautern, Architekt Schulte-Neustadt und Direktionsrat. Wünsche-Ludivigshafen angehörten, erkannte den 1. .Preis Architekt H. Senf-Frankfurt a. M. zu, den 2. Preis Architekt F. Röckle-Frankfurt a. M. und den 3. Preis Architekt Leunartz-Frankfurt a.- M. Außerdem wurde angekaust der Entwurf von Distriktsbaüsührer Emlich-Neustadt, Architekt Müller-Kaiserslautern und der Entwurf eines Ludwigshafener Architekten. Dem Träger des 1. Preises, Architekt Senf-Frankfurt a. M., nach dessen Projekt der Bau zur Ausführung gelangt, wurde auch die Bau-' sührung übertragen. §2 Hannover', 3. März., Gleichwie in anderen Städten hat man auch hier der Formalität 'der Wahl eines Lokalkomitees ' der Al 1 i a n ceTs.r a e 1 i t e üniverse Ile entsprochen. Die Wahl erfolgte schriftlich, und beteiligten sich etwa zwei Drittel aller Mitglieder. Die'fast einstimmig Erwählten sind: 'Kommerzienrat Emil L. M e her, Generaldirektor Joseph ' B e r l i n e r, Senator L. F i s ch e r, Siegmund L. M e h e r, Gust. S t r iru ß, mit; dem Recht der Kooptation. Das Komitee hat sich dem nordwestdeutschen Bezirkskomitee angeschlosfen, das unter Leitung des Hamburger. Lokalkomitees steht (bestehend aus den Herren Max M. Marburg', Dr. H i n r ich f e n, Dr. L i p p m a n n, Hermann G o m p e r t y , . Geheimrat Hey m a n n, Dr. Max C o h e n und Emil M a y), hat jedoch beschlossen, die eingehenden Beiträge bis nach Beendigung des Alliancekonflikts bei der Bankfirma Ephr. Meyer L Sohn in Hannover zu deponieren und einstweilen weder nach Paris, noch nach Hamburg oder Berlin abzuführen. Oesterretch-Angsm. . K. Wien, 29. Februar. David R i t t e r v. G it t in a n n hat, wie schon gemeldet, der israelitischen Kultusgemeinde in Wien einen Betrag von drei Millionen Kronen zur Verwendung im Sinne seiner Verabredung.mit dem Präsidenten Dr. Alfred S t er n zur Verfügung gestellt, .Dieser Betrag soll zur Errichtung und Erhaltung eines unter der Verwaltung der Kultusgemeinde' stehenden.Kinderspitals .verwendet werden, dessen Grundstein womöglich noch im Jahre 1913 gelegt und das.möglichst bald, eventuell schon im Jahre 1914, .vollendet werden soll. Die bei der Kultusgemeinde vorhandenen und in Zukunft etwa hinzukommenden Stiftungen oder Widmungen für einjüdisches Kinderspital können, soweit dies rechtlich zulässig erscheint,, für die Errichtung und Erhaltung des iw Rede stehenden Kinderspitals mitverwendet werden. Die Vollversammlung des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde hat die Widmung des Herrn v. Gutmann mit dem Ausdruck des tiefgefühlten Dankes zur Kenntnis genommen und beschlossen, eine Abordnung des Vorstandes mit der llebermittlung des Dankesvotums zu betrauen. — Vorige Woche hielt Professor S o m b a r t in Wien einen. Vortrag über „Die Zukunft der Juden". Als Antwort aus diesen Vortrag kündigte am Sonntag, den'25. d. M. Rabbiner Dr. Grunwald ebenfalls echen Vortrag im Beethovensaale an, wobei es zu lebhaften Zusammenstößen zwischen jüdischnationalen und zionistischen Studenten kam. Die ersteren sind Anhänger, die letzteren Gegner Sombarts. Einige hundert-jüdischnatio- DIE BEVORZUGTE MARKE. GEGRÜNDET Kronprinz - Rudolf - in H&rientmd. ultlgt durch die Finna: r. CARL SCHINDLER-BARNAY, BERLIN-WIEN j^as vorstehende Warenzeichen ist auf Grund' des Gesetzes zum Schutz . der Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1894, gemäss der Anmeldung vom 24. April 1908 für Firma Dr, Carl Schindler Barnay, Berlin, Weinstrasse 20a, am 17. August 1908 unter 109 99(n in die Zeichenrolle eingetragen. — Aktenzeichen Sch. 10 444 Klasse 2. — Geschäftsbetrieb, in welchem das Zeichen verwendet werden soll : . Fabrik pharmazeutischer Präparate. Wären, für welche das Zeichen bestimmt ist: r Marienbader Reduktionspillen. Kaiserliches Patentamt. (Stempel, des Kaiserlichen Patentamtes.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.