Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1912)
- Date
- 1912-02-02
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
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wirkte hiev in verschiedenen Institutionen segensreich. Wegen seines . lauteren Charakters, wurde er von allen Bürgern geachtet und geehrt. —Posen.' Der israelitische Krankenverpflegungs- und Beerdigungsverein hielt m der Neuen Synagoge eine Seelengedenkfeier ab. Die Feier wurde vom Oberkantor Leibowitz geleitet, der auch die Namen der verstorbenen Mitglieder der Beerdigungsgesellschast zur Verlesung brachte, während Landesrabbiner Dr. Feilchenfeld die Gedenkrede hielt. M. Hamburg, 26. Januar. Die im Jahre 1887 in Hamburg begründete Henry-Jones-Loge beging die Feier ihres 25jährigen Bestehens. Aus allen Teilen Deutschlands waren aus diesem Anlaß Delegierte eingetroffen, um die Glückwünsche ihrer Lögen zu überbringen. Vor einem zahlreich aus Damen und Herren bestehenden geladenen Auditorium begann im obersten Saale des Logenheims die akademische Feier. Zu dieser waren außer den Delegierten der Logen erschienen: Vertreter des Gemeindevorstandes, des Repräsententenkollegiums," der Vorstände der Nachbargemeinden, des Israelitischhumanitären Frauen Vereins und vieler anderer Institutionen, ferner die Mitglieder der Loge mit ihren Damen. Eingeleitet wurde der Festakt mit dem Chorgesang: „Mit der Freude zieht der Schmerz treulich durch die Zeiten". . Alsdann hielt der Präsident der Loge, Herr Rabbiner Dr. Löwenthal, die Festrede. ' Herr Prediger Dr. Leimdörfer gedachte der seit Gründung der Loge Heimgegangenen Brüder. Herr Alfred Lisser überbrachte sodann eine von den Mitgliedern der Loge gewidmete „Jübiläums-Stipendien-Stistung" in erheblichem Betrage, zu welchem auch von der Steinthal-Loge, dem Israelitisch-humanitären Frauenverein und dem Schwesternbund der Loge beigesteuert worden war. Ter Redner betonte, daß die Loge von der Veranstaltung größerer, Prunkvoller Festlichkeiten abgesehen und an deren Stelle eine Stiftung begründet habe, die jüdischen jungen Leuten, die sich akademischen, künstlerischen, technischen oder kaufmännischen Berufen widmen wollen, eine Beisteuer zu ihrer Ausbildung gewähren soll. Mit herzlichem Danke nahm Herr M. Deutschländer, der Vorsitzende des Komitees für geistige und soziale Interessen der Loge, die Stiftung entgegen. Nach dem Vortrag der Arie aus „Elias", „So Ihr mich von ganzem Herzen suchet", hielt der Präsident der Großloge. Herr Justizrat Timendorfer- Berlin eine Ansprache, in welcher er die Bedeutung und Wirksam - feit der Henry-Jones-Loge würdigte und die Glückwünsche der Groß' löge zum Ausdruck brachte. Ihm folgte der Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Herr E. Luria, die Vorsitzende des humanitären Frauenvereins Fräulein S i d onie Werner und viele Delegierten auswärtiger Lögen. Am Abend vereinigten sich die Logenmitglieder mit ihren Damen und Gästen im „Hamburger Hof" zu einem Festmahl. Als Festgabe war den Logenmitgliedern usw. eine elegant ausgestattete Festschrift gewidmet,' die neben den auf die Entwicklung der Henry- Jones-Loge bezüglichen Daten zwei Vorträge enthält, die der verewigte frühere Präsident Herr Gustav Tuch kurz vor seinem Tode gehalten hat. L2 Bad Kisfirigen, 26. Januar: Der Hiesige-Verein israelitisches Kurhospiz^ dessen Vorsitzender Herr Rabbiner Dr. Bamberger ist, hat die Steinburg, ein herrlich gelegenes Haus in der Salinenstraße, mit großem Bauplatz, zusammen 0,499 da Flächeninhalt, erworben. Die für den hiesigen Kurort sehr notwendige Anstalt kann jedoch erst eröffnet werden, wenn der Verein über ein größeres Vermögen verfügt. Es wäre zu wünschen, daß durch größere Beiträge seitens der Gemeinden und Privatwohltäter dies recht bald ermöglicht werde. z. Elberfeld, 26. Januar. Die hiesige Synägogengemeinde die sich immer mehr zur Großgemeinde entwickelt, ist im Begriff, ein eigenes Altersheim zu errichten.' Die zu diesem Zweck von dem provisorischen Komitee für Sonntag den 14. Januar nach der Stadthalle einberufene Propagandaversammlung war aus allen Kreisen der Gemeinde gut besucht und zeigte sich unter dem Vorsitz des Herrn Albert Weyl und nach einem orientierenden Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Nörden gern bereit, das'gemeinnützige Werk mit ins Leben zu rufen. Aus der Versammlung heraus und auch schon von auswärts wohnenden Elberfeldern sind namhafte Beträge gezeichnet worden. AUHH44* Sfaubigelufr ist das Merkmal der Bureaus und Fabriksäle und den Atmungsorganen in hohem Maße schädlich. Darum neigen so viele Beamte und Arbeiter bei rauhem Wetter zu Husten und Heiserkeit. Den meisten sind die Wybert Tabletten zur Linderung des Hustens und Befreiung des Rachens von der Verschleimung schon bekannt. Bitten Sie Ihren Kollegen darum, wenn Sie keine haben. Sonst erhalten Sie in. allen Apotheken und Drogerien die Schachtel zu1 M.