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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-01-26 · Heft 4 (26.1.1912) · p. Seite 38

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 4 (26.1.1912)
Date
1912-01-26
Page
Seite 38 (sequence 2)
Language
German
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Schutzjuden gestattet waren. Proteste halfen nichts, nur das eine setzten die Berliner Judenältesten durch, daß diese drückenden Bestimmungen sechs Jahre , lang geheimgehalten und erst 1756 veröffentlicht wurden. Auch die Folgezeit brachte keine wesentlichen Erleichterungen. Freilich wurden 1757 solchen Juden, die Fabriken anlegten. wie die der Silberlieferung und der Porzellanabnahme aus der damals berüchtigten Berliner Porzellanfabrik hinzu, das in seinen Folgen entsetzliche Bankrotteurgesetz wurde verschärft, die Haftbarkeit der Aeltesten bei Diebstählen noch im Jahre 1769 als dauernd erklärt, die drückenden Bestimmungen über den Judeneid 1757 erneuert. Erst in den ' 60 er Jahren wurden. Generalprivilegien gewährt, und 1763 denen, die solche Unternehmungen gründeten, das Recht der Ansetzung eines zweiten Kindes gestattet. Auch die Zahlungen, welche die Juden zu leisten hatten, wurden immer schwerer, am Ende der 50 er Jahre wurde das Schutzgeld des ganzen Landes von 15000 auf 25 000 Taler erhöht, es kamen neue sehr lästige Abgaben, obgleich die Gesamtheit in derselben schmählichen Weise behandelt wurde, einzelne hervorgehoben; besonders reiche und angesehene Leute erhielten für sich und ihre Familien Generalprivilegien und die Rechte der christlichen Kaufleute. Und doch, es beginnt mit Friedrich eine neue Zeit trotz aller Beschränkungen; Rahel halte recht, wenn sie die Berliner

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