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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-12-15 · Heft 50 (15.12.1911) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 50 (15.12.1911)
Date
1911-12-15
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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. jüdischen Gemeindebeamten alle versicherungspflichtig seien, das Gesetz trotz hoher Beiträge aber -nichts biete. - Aus diesem Grunde habe sich denn auch der deutsch-israelitische Gemeindebund, der die Rabbiner-, Lehrer- und Kantorenverbanpe^ umfaßt, vereinigt, um eine solche eigene Kasse zu schaffen^ die bessere Vorteile biete.,. Da eine Kasse gesetzlich aber nicht mehr zulässig sei, so wird eine Vereinigung aller bestehenden Provinzial-Hilfspensionskaffen zu einem Kassenverband - geplant. Dieser Schritt soll .auch bereits die Zustimmung des Ministers gefunden haben. Es wurde einstimmig eine Resolution angenommen, nach der schleunigst der Beitritt zu dem Kassenverband bewirkt werden soll. Bei den Vorstandswahlen wurden die Herren G e i s e n b e r g - Marien Werder als erster Vorsitzender, Mannheim- Graudenz als zweiter Vorsitzender, Rhna czewski - Pr.-Stargard als Kassierer, Meisel und Schreiber-Danzig als Beisitzer gewählt. — Breslau, 10. Dezember. Eine nachahmenswerte Veranstaltung hat die Bereinigung jüdischer Frauen getroffen, indem sie die Eltern der Zöglinge ihres . Kindergartens und Kinderhorts in die Räume dieser Anstalten zu einer Zusammenkunft einlud. Die Mütter, die sehr zahlreich erschienen waren, sollten ihre Kinder unter der Leitung der Äufsichtsdamen sehen, deren Obhut sie anvertraut sind, sollten einen Einblich in das Erziehungswerk gewinnen, das dort geübt wird, und sollten, wie ihnen Rabbiner Dr. Hamburger in einer kurzes.Ansprache ans Herz legte, helfen, diese Arbeit für das Wohl . ihrer Kinder zu fördern, indem sie. ihre eigenen Erfahrungen in den . Dienst dieser , wichtigen Sache stellten. Dem ernsten .Teile? des - Zusammenseins folgte eine fröhliche Kaffeetafel, die -durch Vorträge . mancherlei Art belebt wurde. Auch hier wurden die Kinder zur Mitbetätigung herangezogen. In einer kleinen Jugendgerichtsszene zeigten sie sich als Richter, Staatsanwalt, Angeklagter und Verteidiger in eigener Sache. Um 6 Uhr endete , der Elternnachmittag, der so befriedigend verlief, daß seine Wiederholung in baldige Aussicht genommen worden ist. W. Posen, im Dezember. Die hier stattgehabte Versamm- . lung des Hilfsvereins der Deutschen Juden war außerordentlich zahlreich besucht, so daß Hunderten der Einlaß verwehrt Operngläser mit u-ohnestjei , mit besten achromatischen Gläsern, sehr. scharf und mit grossem Gesiichtsfeide, feinst. . vergoldet und mit Perlmutter belegt, von Hark 10.50 an bis zu den hochelegantesten MbdernejlLbrgnetfen . in reichhaltigster Auswahl und den verschiedenartigsten Ausführungen in jeder Preislage, von Hark 4.50 an bis zu den - ' allerfeinsten - Portofreie Auswahl» u» Ansichtssendung Bereitwilligster Umtausch nach dem Fest illustrierte Preisliste gratis Optisch - oculistische Anstalt ]osef Rodenstock:: Berlin Leipziger Str: 101-102 Joachimsth^er Sir. 44 Sanatorium Schömberg t « für “ bei Wildbad.r W; Schwarzwald — 650 Meter 0. d. M. -- Sommer- und Winterkuren Prospekte durch die Direktion . Leitender Arzt: Dr. Koch. werden mußte. Nach einem Rückblick.auf die Entwicklung der hiesigen Ortsgruppe des Vereins durch Rechtsanwalt Jarecki ergriff Dr. James Simon-Berlin das Wort zu dem Hauptvortrag, in d.eiw er in großzügiger Weise einen Ueberblick über die politischen und sozialen Verhältnisse, der Juden in Rußland, und Rumänien entrollte und im Anschluß hieran das Hilfswerk des Vereins bei der Abwanderung der Juden aus den genannten Ländern in die westeuropäischen Kulturstaaten und besonders nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika schilderte. Es .sind vom Komitee für die genannten Zwecke bis jetzt etwa. vier Millionen Mark verausgabt worden. In Ergänzung dieser Ausführungen ergriff Dr. Paul Nathan-Berlin das Wort, der namentlich die Tätigkeit des Hilfsvereins im Orient, im ottomanischen Reich, schilderte. Es sind hier mit Unterstützung der zuständigen Regierung. Volksschulen, ein Lehrerseminar, ein Technikum usw. entstanden, die außerordentlich gut besucht werden. Die Unterrichtssprache ist türkisch bzw. arabisch. Im Schlußwort forderte Justizrat, Placzek die Anwesenden auf, das . große Werk des Hilfsvereins aufs tatkräftigste zu unterstützen. M. Hamburg, 10. Dezember. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina hatte eine öffentliche Versammlung nach dem Logenheim Hartungstraße einberufen zur Berichterstattung des Verbandes für Kulturarbeit in Palästina. Die Leitung derVersammlung lag in den Händen der Frau Herrn. Gumpertz. Die Referentin Frau Dr. Thon (Jaffa) wies einleitend darauf hin, daß die Lage der jsihischen,Frausin Palästina in Materieller und moralischer . Beziehungsehr bedauerlich sei.. Die tveibliche Bevölkerung-Patastinas setze sich aus Frauen aller Nationen zusammen. Neben den aus Rußland infolge der Pogrome Vertriebenen, finden wir Angehörige der österreichischen, polnischen, wie vereinzelt auch der deutschen Nation, zu denen sich dann noch die autochthonen arabischen Frauen gesellen. Alle diese weiblichen Personen sind durch die verschiedenen Kulturen und Sprachen voneinander geschieden, obgleich sie doch die gemeinsame Religionsanschauung einander näher bringen sollte. Der Verband, jüdischer Frauen für Kulturarbeit betrachtet es zunächst als seine Hauptaufgabe, Erwerbsmöglichkeiten für die weibliche jüdische i.edensvei'sivIieniNL auf Gegenseitigkeit« Ende 1910 Bestand: 706 Millionen Mark. Abschlüsse seit Beginn: 1250 Millionen MäPk. Passende festgeschenke! Der Nette Jude (Soeben erschienen*) von Georg Hecht! Leinenband M. 4.75 Luxusausgabe, echt Büttenpapier, Halbpergament, gebd. M. 8.50;. Der X&Bit deS Neils. (Zentenarfeier L. Philippsons 28.12.11.) Eine Mitgabe für das ganze Leben von Dr. Ludwig Philippson. 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