Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 43 (27.10.1911)
- Date
- 1911-10-27
- Page
- Seite 516 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Mchereinlsuk. Besprechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung, der Bücher findet in^ keinem Falle statt. Shnagogengesänge für Kantor und Chor mit Orgelbegleitung. Komponiert und herausgegeben von Emanuel Kirschner, erster Kantor an der Synagoge in München. Heft III: Sabbat- und Fest'-" gesänge. Anhang: Jugendgottesdienst. Frankfurt a. M. Verlag von I. Kauffmann. 1911. Guttentagsche Sammlung Preußischer Gesetze. Caro: Austritt aus der Kirche. Textausgabe mit Einleitung, Anmerkungen und Sachregister von Heinrich Christian Caro, Gerichtsassessor in Berlin. Berlin 1911. Geschichte der Augsburger Juden im Mittelalter. Jnaugural- Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde, genehmigt von der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Von Fritz Leopold Steinthal aus Berlin. Druck von Emil Ebering, Berlin. Festrede zum 25 jährigen Amtsjubiläum des Herrn Rabbiner Dr. Winter am 20. September 1911, gehalten vom Gemeinde? Vorsteher Kommerzienrat Max Elb. Jungdeutscher Sturm und Drang. Ergebnisse und Studien von Dr. H. H. Houben.' F. A. Brockhaus, Leipzig. 1911. Sabbatlust. Festspiel für jüdische Kinder- und Vereinsfeste in einem Akte von S. Katz, Im Anhang: Prologe. Gelsenkirchen 1911. Selbstverlag. Die Befreiung der Frauen von bestimmten religiösen Pflichten nach Tosesta und Mischna. Von Dr. M. S. Zuckermandel, Rabbiner. Sonderabdruck aus „Festschrift zu Israel Lewhs 70. Geburtstag". Breslau, Verlag von M. & H. Marcus. 1911. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. Herausgegeben von Dr. M. Grunwald, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. 14. Jahrgang, III. Heft. Diese Mitteilungen erscheinen zugleich als Organ der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg. Wien 1911. Mysteriös oder der krumme Moses. Humoristische Erzählung aus dem Leben einer jüdischen Landgemeinde von Distrikts-Rabbiner Dr. H. Meyer. Zweite Auflage. Verlag von Sänger L Friedberg, Frankfurt a. M. 1909. Im Lande Jahvehs und Jesus von Paul Rohrbach. Zweite Auflage. Fortschritt (Buchverlag der „Hilfe") G. m. b. H., Berlin- Schöneberg 1911. Der Herr von Punkaharju, Roman von Erik Nordgreen. Leipzig, Verlag von F. E. Bilz. Das Rätsel des Lebens. Geschichte eines Grüblers. Von Oskar Hoffmann. Leipzig, Verlag von F. E. Bitz. 34. Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest. Für das Schuljahr 1910/11. Vorangeht: Die jüdische Ehescheidung und der jüdische Scheidebrief. Eine historische Untersuchung. Erster Teil von Prof. Dr. Ludwig Bläu. Budapest 1911. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Herausgegeben von Dr. M. Braun. Juli—August 1911. E Sprechsasl. uf eine Beschuldigung des Herrn Waisenhausdirektors Peritz in einer früheren Nummer dieses geschätzten Blattes, „daß die Unterzeichner der Bährschen Resolution noch nicht die Befähigung nachgewiesen haben, in den Fragen des Versicherungswesens mitzusprechen", habe ich in der nächstfolgenden Nummer derselben Zeitung diese Beschuldigung zurückgewiesen. Ein tapferer Anonymus in dem „Israelitischen Familienblatt" macht mir die Wahl der Zeitung, die doch in diesem Fall ganz selbstredend war, besonders zum Vorwurf, er hat aber weiter nichts zu sagen, als daß ich auf den betreffenden „Artikel nicht stolz sein kann" und „daß es mir hoffentlich leid genug sein wird, den Artikel geschrieben-zu haben". Viel kräftiger, zielbewußter und vor allem deutlicher faßt mich Herr Hermai,n Becker in Nr. 42 dieses Blattes an. Er erhebt eine' „Fanfare.", und ,ich bin sohartgesotten; nicht mit einer „Chamade" zu antworten. - ,• Bedingungslos gebe ich zu, daß der „Verband der jüdischen Lehrervereine" seit 16 Jahren still gewirkt hat; so still, daß die Neligionslehrer und Kultusbeamten davon nichts bemerkt Haben. Bemerken will ich ausdrücklich, daß ich sämtliche Bes ch ul di gungen gegen den Verb andsvörst and, die i cb in Frankfurt a. M. mündlich und in verschiedenen Zeitungen bisher erhoben, voll und ganz aufrecht halte und sie beweisen werde. Eine Polemik in diesen Spalten ist aber überflüssig. Am Sonntag den 29. Oktober findet die Jahresversammlung des „Vereins israelitischer Lehrer der Provinz Pommern" in dem Sitzungssaal der Synagogen - Gemeinde zu Stettin (Grüne Schanze 9) statt. Die Herren vom Verbandsvorstand sind dazu eingeladen, und Herr Becker sowie alle Gegner meiner Ausführungen sind dazu ebenfalls willkommen. In dem Jahresbericht werde ich die Arbeiten des Verbandsvorstandes ausführlich beleuchten. Sollte ich, wie Herr Becker behauptet, Unrichtigkeiten Vorbringen, so können unsere Gäste mich ungehindert in der öffentlichen Sitzung widerlegen. Wird hierauf entgegnet, daß sich deswegen eine Reise nach Stettin nicht lohnt, so erkläre ich mich ferner bereit, den interessierenden Teil meines Referats in dieser Zeitung und im Verbandsorgan zu veröffentlichen. Gegen diese Loyalität werden auch wohl meine Gegner nichts' einzuwenden haben. Tempelburg, den 20. Oktober 1911. Lion Wolfs. Wiv werden um Aufnahme des folgenden Ausrufes ersucht: Berlin, im Oktober 1911. Den gütigen Spendern, welche uns die Mittel gewährten, zu Chanuka armen Kommunalschülern die notwendigsten Kleidungsstücke und Lehrmittel zu bescheren, statten wir hiermit innigsten Dank für das uns wiederum bewiesene Vertrauen und zugleich Bericht über unsere Tätigkeit ab. Wir empfingen bar: 19 127.26 Mark und viele wertvolle Textilstoffe, Kleidungsstücke. Spielzeug und andere Gegenstände. Ferner von Frau Louise Oliven 1000 Mark, von den Erben der Frau Feist 200 Mark. Wir verausgabten 21 707.48 Mark. 692 Familien mit 1390 Kindern wurden berücksichtjgt, 32 Kinder mußten abgewiesen werden. Für die übrigen 1390 Kinder wurden durchschnittlich je 15.63 Mark verwendet. Für diesen Betrag erhielt fast jedes Kind Kleidung, Stiefel und Wäsche nach Maß gefertigt. Zur Ausführung unserer Arbeiten beschäftigten wir ausschließlich kleine jüdische Handwerker und erleichterten denselben dadurch vielfach ihr Fortkommen. Die wesentliche Erhöhung unserer Ausgaben ist eine Folge der allgemeinen Teuerung. Die Herren Moritz Manheimer, Wolff Lewin und Sanitätsrat Dr. Otto Wiesenthal unterzogen sich freundlichst der Mühe, obige Rechnung an der Hand der Belege zu prüfen; dieselbe wurde richtig befunden. Wir hoffen demnach, Ihre gütige Spende für die armen Kinder sorgsam verwaltet zu haben und wagen die Bitte, unserem Verein auch ferner Ihr Wohlwollen zu bewahren. Die herannahende Winterszeit erheischt wiederum unsere Hilfsbereitschaft für die Kinder der Mühseligen und Beladenen. Die bisher in jedem Jahre sich betätigende Opserwilligkeit unserer Wohltäter gibt uns die Gewißheit, daß wir auch diesmal nicht vergeblich bitten werden. Jede der Unterzeichneten nimmt Gaben an Geld, Stoffen, Jugendschriften usw. mit Dank entgegen. Das Komitee für Chanukabescherung. Frau Julie Neumann, Vorsitzende, Potsdamer Straße 121 e. (Folgen die Namen der Damen des Komitees^" Beiträge zu senden an Frau Siegmund Pincus, Hohenzollernstraße 9. '■ .