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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-09-22 · Heft 38 (22.9.1911) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 38 (22.9.1911)
Date
1911-09-22
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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ebenfalls in sehr scharfen Ausdrücken daß Verhalten hes Herrn Dr.' Mo senth«r. '-.Die ^Debatte wurde hier vnrch die Amts* einführung des zum GemeindeMeshen MwäHltMHerrn- Justizrat Bernhard Breslauer unterbrochen. Der Vorsitzende^ Herr Louis Sachs, verpflichtete den NeugHoählten wie rühlich durch Handschlag auf sein Amt. In seiner BegrüßungSanfPrache wies er darauf hin, däßder GewähltekeinNeuling in der hiesigen Geureindeberwaltung sei. Jung sei. der Kandidat einmal zur Gemeinde-! Verwaltung gekommen, jung sei; er jetzt zurückgtzkchrt, von Men Mitgliedern der Gemeindeverwaltung aufs freudigste willkommen ge-, heißen. Alle Zweige oer Verwaltung hätten allerdings in der - Zwischenzeit eine enorme " Ausdehnung erfahren, aber die Gemeinde»'.j Vertreter hätten das Bewußtsein, daß. Herr Justizrat Bre sta u er der Mann sein werde, nicht nur kraft seines Verständnisses und.: seiner Arbeitsfähigkeit, sondern auch kraft: des guten ’ Willens, den er mit bringe, alles zu bewältigen. Der Morfitzende gibt ihm den Wunsch auf den Weg. das freundliche Verhältnis, das zwischen Gemeindevorstand und Repräsentanz immer geherrscht habe, auch. ferner zu pflegen, auf daß auch in schweren Zeiten, aus eine gedeihliche - Weiterentwicklung gerechnet werden könne. Alsdann würde die unter- . brocheneDebatte fortgesetzt. Herr Gemeindesyndikus Justizrat Lilienthal freut sich, feststellen zu können, daß die Versammlung mit dem Gemeinde-::: Vorstande einmütig sei in der Beurteilung derHandlungsweise des Herrn Dr. Rosenthäl, jedoch bittet er, das Urteil nicht über die notwendigen Grenzen auszudehnen. Es dürfe nicht die Behauptung erhoben werden, daß Herr Dr. Rosenthal vom juristischen Stand-, Punkt aus gegen einen perfekten Vertrag verstoßen, habe, wie das bereits in der Vorlage des GeMeinbevorstcmds dargelegt sei. Der vorliegende Fäll dürfe nicht anders als ein vereinzelter betrachtet werden und dürfe auf keinen Fäll dem ganzen Stande der Rabbiner zur Last gelegt werden. Der Gemeindevorstünd hege nicht die ge- . ringste Befürchtung, daß ein derartiger Fall sich wiederholen werde. Deshalb seien auch 'keinerlei Vorsichtsmaßregeln vonnötenwie sie Herr Hirsch angeregt habe! Herr Kommerzienrat Gerson Simon erklärtdaß die Verhandlungen des.Herrn Dr. Rosenthäl,-der zur - Familie des Redners -seit langen Jahren freundschaftliche-Beziehungen unterhalte, auf seine - Veranlassung hin 'geführt, worden seien. Auf des ' Redners zurzeit gestellte strikte 'Frage ' anHerrn Dr. R o s en thal, ob er die 'feste -Äbsicht habe, eineäüs Ihn fallende'Wahl anzunehmen, hübe dieser geantwortet, es>sei nichts-- was ihn-iu Köln halte. Er (Redner) könne das Verhalten des Herrn Du Rosent h a l, i das nicht scharf genug gegeißelt werden könne, - aufs'' tiefste . bedauern. Damit schloßtbie toemg Sfebatte. —; Das Sübventionsgesuch des Vereins Ifraelitisches' Heimath-äus uüd Volksküche ist zurückgezogen worden, weil der Verein1 den gestellten Anforderungen, soweit sie die Sabbatrühe -betreffen, nicht 'entsprechen kann. Der Gemeindevorstand verharrt auf dem durch Gemeindebeschluß bezeichneten Standpunktum den-rituellen CHaraktor der Anstalt nicht vollkommen in Frage zu stellen. Die Versammlung nimmt /hiervon Kenntnis. — AnStelledes verstorbenenGeheimräts SeNÄtor haben mehrere - Neuwahlen 7 stattzufinden.' In die Redaktionskommission -des Gemeindeblattes - wurde Geheimrat Blumenthal gewählt, als dessen Stellvertreter -die Herren Dr. Ginsberg und Professor Bluschke, inden Ausschuß'III Herr Aron Hirsch, in die. bauleiten-dr Kommission Herr -Baumeister Kuznitzky. in die Deputation zur Beratung über die Frage dH Einrichtung einer Krankenkasse - für Gemeindebeamte Herr Stadt, ältester Dr. Weigert, in die Deputation zur Beratung über -einen An trag wegen Sch affung geordneter Gemeindeseelsorge -Herr S i e g ° fried Sachs, in den Vorstand der Älbert-Güttmann-Stiftung Heiw Emil-Pincus, als Vertreter für dir vierte Hauptversammlung des Verbandes deutscher Juden Herr Kommerzienrat Gerson Simon. An Stelle des Herrn Oscar Ti.etz'wurdeHerr Baumeister Kuznivk-h, der nunmehr als Repräsentant aufgerückt ist, in den Ausschuß I -entsandt. Zur Vornähmever ErgänzungswahlendesGenreindehorstand'es wurde diebisherige aus den Herren Louis Sachs, Blumenthah Dr. Cohn,. Arons Hirsch. Dr. Minden, Mannheimer/ Dr. Veit Simon bestehende-Kommission beauftragt. In Die neue ständige S yn 0 g 0 g en-B auko mmisfio rv wurden'sollende -rreünlGM meindemitglieder abgeordnet; -die Herren Baumeister AtterkHunl/ Baurat^Bro»niatvfvskf,.Meeligsvhn, Juftizrat Dr^ Alex außer- MMjrv, Elberms.nn, Mo.ritz H.embvrg?-Ä'ul4üS^L.iWde«Wiiu' ^und Mh^evt .Maaßs die- Stiftungskömmiffion wurde Herr Dr. Lip.schitz gewählt, in hie Armenkommission Herr Drs Alfred /-WMkutpM. Mon ZdW AbrechMlngen Wer BaukommissioU über diverse. Arbeiten würde Kenntnis -genommen und dem Architekten Herrn Hirschlaff eine Bauzulage von 7300 Mark bewilligt! Auch der Rechnurrgsabschlüß i der^BuukommUKm äderen Musgaben sich auf 6705^ Mark belaufen, wurdeentlastet, ebenso der' Abschluß für die festgottesdienstlichen Veranstaltungen für 1910. ferner die Pechnungsäbschlüffe der drei-.' Altersversorgnügscurstalten, des Hospitals, -des Reichenheimschett Waisenhauses, ' des Zweiten; Waisenhauses Pankow und Wer! Synagoge: Lützowsträße. :"Der» Koscherfleischhändlern wurden für die Jahre 1911/13 die Veitväge/zu' dem Pensions- und Unterstützungsfonds der Köscherfleisch-Kommisston erlassen. Mit der Mietung der Synagoge?Gipsstraßr' 12 a-zurMeranstaltung vonJugendgottesdiensten erklärte .'sich? dieVersämmluvg - einverstanden, ebenso mit der Bewilligung eines t Honorars von 200 Mark für den Schularzt Dr. Zlocifti zum Zwecke der 'Untersuchung der Schüler dev Knabenschule -auf Gehör- und ^Schschärse. Zwei BureawAsfistentenstellen ..bei -der Armenkommisfion wlirdeil bewilligt, - ebenso die Ausgaben zur Erweiterung ^des Röntgelllaboratoriums und. zur - Vornahme. dringender Reparaturen im Krankenhaus. Die Vorlage betreffend- Errichtung .einer WluMenhalle vor der neuen - Gebethalle auf dem Friedhof iuWeißensee wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt.' Zur -Vornahme der jährlichen Ausbesserungsarbeiten an den Heizungsanlagen der verschiedenen Gemeindebauten wurde ein Betrag von 4600 Mark bereitgestellts Die Subvention für den Israelitischen Brüder verein Rixvorf für 1911/12 wurde auf 7250 Mark erhöht unter -der- Bedingung^ daß von - diesem Betrag 450 Mark zur Aufbesserung des! Gehalts des Rabbiners Herrn Ka m-era se zu verwenden find. Die 'Verhandlungen zwecks Uebernahme ' der Religionsschule deS Vereins durch die Gemeinde sind,- wie Herr^Justizrat Lilienthul.-auf.Anfrage mitteiltandauernd in Muß. Für-die Opfer der'Braübk^t^strophe in Konstantinopel, die °in Balat allein 1000 jüdische-Faryilien mit mehr als 5000 Seelen obdachlos gemacht hat, wurden 5060Ma-rk zu Händen s des Hilfsvereins der -deutschen Juden bewilligt. Die Versammlung genehmigte ferner die Sub vention von 2500 Mark an das Gesämtarchiv der deutschen Juden, ferner einen Metrag von. . 250 Mark' -zur Veranstaltung von Festgottesdiensten in Friedenaus Das .Anfangsgehalt der an Gemeinde-Religionsschülen tätigen Lehrerinnen ist nunmehr wie folgt abgeändert.'worden: Die Lehrerinnen, - die 'bei ihrer Anstellung eine mindestens dreijährige Dienstzeit im jüdischen Religionsunterricht an einer -nicht zur. judischen Geweinde rn -Berlin gehörenden ^Schule aufzuweisen habH, erhalten -ein Anfangsgehalt von 120 Mark, steigend nach sechs Jahren vorttWiNtritt inden GemeindeschuldieUst. ab' gerechnet auf 130 Mark)< nach neun- Jahren -HW; 135 Mark, - «ach zivöls Jahren auf 140 - MäÄK—Hm MärzÄ^W ist- > beschlossen, worden- ^versuchsweise an sedem ersten Freitagabend'Her-Wintermonate^einen'zweiten Predlgtgottesdiönst -in der 'Synagoge Lindensträße 'einzurichten, welcher nachMdeWchlußj--etwa ürn 8^ Uhr,?veginntt Mach gut« achtlicher'Änhörüng der Gemeinderabbinerchat der-Gemeindevovstand dem Anträge -stattgegeben und die' Herren Dr. - Ro se nzwe ig, Dr. Wnrs'ch awe-r ^ufid Dr^ -Bergmann -'zym ^Entwurf einep Liturgie veranläßt!- 'Der - Gottesdienst rwird? iN den Monaten November -bis-März sLüttfindew ' Die Versammlung^stimmte debattelos derMorlaK-.Änb'''tzLL^.iMäWcgLmechiLiknrgie M. Zusammen mH der Predigt, hih auf>2h Minuten chHechnethch Htzli Her -GottesdierH etwa 40 Minuten ^dauern'. Damit schloß die ö'f ßen t-l i che Sitzuvch der eine -kurze, gechei rü e-Sitzung-fölgte,-' . - - Berlin, '19. September. Auf- 'der vierten Hnupt» v er s a mrnl ung -'de s V e r b an bes D-erdLu t sch en 'Jud'en^(MMbUech Kö-nigl. -DP e rn t he a.ke^r - am --5! M p ve nive r) »werben - /Ra b b itzvev ' Dr. B ae ck » Düffeldärs - 'über ■ ,/DasI u den tu ür - um der 'den- > Relrgione-n" und Pr0fssfdv -Dr." GMdstein-Daruislndt übD „ D-a s d e4t\ä) t G eisprechen,' DmeNtz. dritten Vortrag, deffen .Dhemu?,..^-noch '-Mcht-4Wsteht» - - - -chird- - - dH Lun d tu gs ab g e 0 r d n et e Ae chtsav wult Dr. C 0 h n - Dessau^halten- - Ü

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