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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-09-08 · Heft 36 (8.9.1911) · p. Seite 427

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 36 (8.9.1911)
Date
1911-09-08
Page
Seite 427 (sequence 7)
Language
German
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-- 427 Tunb; seinen 'Trost; und seine : Freude' in;? dev ReligioM findend, begnüge er und sein zahlreicher Hausstand, Gott vertrauend,-sichMit ,dem.Mmry?rk'ch-Erworbeyeu;- gebildet aber.und aufgeklärt,.und doch .rihMjed«:- ehrenvollen Staatsstellung -ausgeschlossen, führe Pas Gefühl wer Unzufriedenhe.lt zum Hlaubensabfall,,und dazu würde ein ehrliche^. jüdischer Vater unmöglich seine.Kinder erziehen-?), , Nur über die völlige rechtliche Gleichwertung auf allen Gebieten geht der Aufstieg einer gesamten Nation. , Es war vergebens, darzutun, wie natürlich es. Ware, daß die Regierung nach dem ersten Schritt auch den I zweiten tun müffe Und gern tun Werde, wenn sie den Juden, nur befähigt 'wisse,. jene Stelle einzunehmen, die er anspräche.. Die Beweggründe der Minsker Opponenten waren jedoch nicht aus, der Luft gegriffen, sie waren.. vielmehr aus .der Seele des vernachlässigten ganzen Volkes gesprochen. Lilienthal würde nicht entmutigt, ebensowenig sein Auftraggeber Minister Uwaraw, der erkannt hatte, . : . „daß eine Aufklärung, die nicht durch die widerstrebendsteu Elemente sich durchkämpft, nie fest fußen, und,Oberflächlich angenommen, ebenso oberflächlich' dahinschwindeu würde. Mit weit voraüssehendem Blick hat er mir diese Reise aufgetragen, damit durch sie der geistige Boden des Volkes durchwühlt.., und erschlossen werde, und den Sam.en des Besseren in sich aufnehmen könne/2) Durch seinen ersten Besuch in den beiden Gemeinden war Lilienthal zur Erkenntnis gekommen, , daß es vor allem gelten müsse, das Zutrauen der Juden, — die ins Unglück versunken, an jedem Besserwerden verzweifeln —, zu den Maßregeln-der Regierung zu gewinnen/ und da Gehorsam gegen des Monarchen Befeh le ein'Grundzug -in dem Charakter der Juden ist, ihnen den Ernst der Regierung 'in betreff ihrer geistigen und bürgerlichen-Wiedergeburt zu zeigen, und', daß der Kaiser' fest - überzeugt, ish das Elend nur; durch eine zwar religiöse, aber, freiere -uyd, sittlichere-Erziehung tilgen zu .können." . . . .-7 Das :war der Zweck der zweiten großen Rundreise Lilienthals/, die sich erfolgreich gestaltete. ,- : Am 22. Juli.1842 ist Dr. Lilienthab der offizielle Auftrag des Ministeriums der Volksaufklärung erteilt worden, als Abgesandter der Regierung/; eine -Rundreise wou 800 Meilen, von der Ostsee- bis zum Schwarzen Meer, durch die von den Juden bewohnten /Gouvernements, anzutreten.. Bon den Ministern .des Innern und der Bottsaufklärung sind sämtliche Staatsämter beider Ressorts -angewiesen worden, dem im Aufträge der Megierung - Weisenden allenthalben Schutz und Förderung angedeihen;;; zu lasten. Diese . Abordnung: LilienthalsM-vom Kaiser mip dem eigenhändigen - Vermerk „m i t V ergnüge n. e iy v.e r ft a n d e;n"3) genehmigt worden.. In der. ihm vom .Ministerium wer, Volks aufklärung < erteilten Instruktion.'heißt M/unter;anderem: / - '. / - -.„Sie erklären d^y Juden/ der Zweck des Allerhöchsten, Willens, kwst dessen dse jüdischen Schul» und, Gelehrten anstalten unter Aufsicht des Dlinlsteriums der Volksausklärung gestellt und' Schulen ewichtewwerden sollen, .bestehewarin, ,sie ohne Beeinträchti gun g des Glaube ysd^m während Ärgerlichen und sittlichen Leben, zuzüführen, das nür iw-der- ÄnNätzerüng an' die allgemeine Bildung zit finden ist. In wieser Absicht werben Sie'mit den Rabbinern und Gemeinden-MÄsptttche-Äichmett Und sie-' vermittels Predigten und Vorträgen -in wer Bereitwilligkeit /bestärken,' dem Willen' Sr., Majestät zu .erfüllen.>-,SleHemühen -sich, .dje-Stimmung der Gemüte.r /betreffs be-r-.5b0vo^stchendM.-Heuerung-/z»i/erforfchen^Zlnd.^u-.,erkahren/ wo und/ v.o.y. äye^l.'Es---Unterstützung,-zu-./rechnen,- ist, und .wo,./der Geist des. ..'. l\ Lilienthal in'. der „Allgenü ' Zeitung. des Judentums" 1842.' Nr. 41^. 605 bis 606. ' . ' ' ' ^ikienWl in der «Allgem. ZditE des Judentums" 1842 ' Pr. 41 g.. 60/j r bi§; .606, .... .. . , .... igy 'R.HMnthal,-S2^Juli Im,., veröffentlicht im „Leket Amorim"-' 18ÖÖ.*1 . '..7 Widerstands nistet. Sie - werden" nicht-unterlassen., diejenigen zu besuchen, die in besonderem Ansehen bei ihren Gemeinden stehen und erklären ihnen - .umständlich, welchen -- Einfluß -die Erfüllung; der humanen Absicht Sr. Majestät auf das. Wohl.ihrer Glaubensgenossen haben .kann. Sie - prüfen. soweit es tunlich..ist,, wenigstensdie, wichtigsten Schul-, und Gejehrten.anstalte.y. der.Juden.in.sittlicher, ustd' pädagogischer Hinsicht: Sie blicken nach 'Möglichkeit in die häusliche. Erziehung der Juden hinein, erkundigen sich über die Zähl, AÜsichtey, . Fähigkeiten und jetzige'Latze 8er Melämdim und zeichnen diejenigen aus, die sich durch- Kenntnisse und' sittliches Betragen am' meisten hervortun. Sie werden Ihre l esöndere Ausmerksam'keitauf die jungen Leute richten, die durch lobensw.rten Fleiß sichschon'einige Kenntnisse in den Wissenschaften erwdrben haben und' mit'gut gesinntem Eifer für das Wohl ihrer Glaubenstzenöffen^Mr Erfüllung der Regj-erungs--- absichten beitragen könnend)" - - -: u Mit ausgezeichnetem Mut ünternahm - Dr. LilieNthal,- wie ihm vorgezeichnetest Ziele feiner ' großen Aufgabe aüs^- zusühren. '. 7;,.-.?' v./'. Sein berühmtes Sestdschreib'ey „NaM sesohua'', dsts ew in -fließendem Hebräisch'von Wjlna .wsts'^üd'ifHey., Gemeinden erließ,- ist eine überzeugende Hredigt^eme Kräftige Aufforderung, bei-wen zukünstigen.-Schritten den weisen/^uttd h umanen A bsichten 'der Regierung entgegenzukommen. Bezug-; nehmend auf wie- Worte.::des7Mmisters/-erklärte Mosten, daß' die.Indem den ihnen so' günstig gebottnen-Moment-muHnutzew müssen. Würden sie auih?jetzw nicht-zur Wnfichtkönimen / so führte - er 'weiter' üus —, so 'werden unsere Feiüd^ reWbehatteü, wenü sie die htzklägenZwi^ke/; aWsellge-; L^e;'der; Juden ihrer.llüwisteühelt ünd d^iA.^rgkE^^ÜWf^?eiben. Schon' in Littauen standen,' entgegen. Jn,Wolo.sin-'w!er SMie 'deslsnlmpdWen Hb Hauses wurde -er vonwesten^hochwürdigendMerhauptHabb^ Jitzchak begrüßt/ und'ualß.^die-.dyxt anwesendenMbMandten von Wilna und Minfb 's atzen, däß - der grpße;ifrowme Rgbbiner dm, Dr7 Lilienthal ' würdigtezeigten'7-iaKch Ke.iitznrqrWchtiM Liebe und Ehrung:; Jü ' Min st/ wev Mtadt?söüier / Leiden/ während ^ber ierstett 'Weife,^war'^^Wie^GestnÜststtz mst-^hinem. Schlag geändert? ^estMiches EÜttze'hentöÄrH .Dstev' auf allen Seiten wahrend Dmes WdrtigeÄ ÄüfenthalK^? Ditz? vornehmsten,/rsthnKchst bekannten Spitzen der großen 'frommest'' Gemeinde: Rappaport (Rabbi -Süßele), Lurie, Margolin, Jeschurun, Wilenkin, Jolles und alles, was Namen hatte, waren-für/seinM Wan; gejwonstepH Dndsfp MMg?lstifwer/chtzf( von 'Ämtswegen gHeNeri.^FE-^t^chüe" die -Weiterreise fort, überall durch seine-betzeistWbest ^Ansprachen, durch seine ausgesprochene LieSe-''Wrrl igWÄ^siMeW- GlRuben und durch seine imposante Erscheinung-VaS) Vertrauen und die Anerkennung-, der, Mnwmden /gest>iuneisd.^/^VMU/^ dg^^ste^W^ Momentaufnahmen/- herrli^/erschienen- .mapche^BGMM^s M' der/.Mischen-.. VolMmüste - noch ' im VHlvxgenK,^rMest bliest nnterdrückepd^ so gestaltete sich--feine-Miie^M?bW/ÄexM Mzwke erst .zu einem wahren Z/riumphzug;?..mast wegrußte ihn, als den. Helfer aus wer Not, man/.lauschte >iw großer ÄufmMsMEeih. irgd' - 'EdÄHt'/Mn^rv.qrzüMcheu«/ ejn-.^ nehmenden Beredflünkest/- in^.Dne^ H^schgst W? Anzeichen. einer neuen.wesseren W^rkefl^nd.?MgeiKerte Kankadxesten. Odessa unter anderem helßt> ... , . lir@m an unserem, ^Hörlzyut/Wnö7 getroffen/rMnwch äll^MfieuÄ/mit'.eittemvHenrreifer -e^)^MLützMrne>duntz.wrH.-Sz»dtzntnms^.48G^r^M.-G:'6M.-: ^;-?H.'MbMscher BMMenth.ay/dU N..Pos.eythal.^1L. .September.; M2) ,a.M-O..-^.K9. s aj}..;,;|

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