Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 35 (1.9.1911)
- Date
- 1911-09-01
- Page
- Seite 414 (sequence 6)
- Language
- German
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städtischen Krankenhauses, nachdem Dr. "Twobnik. gestorven war. 1905 erhielt .er den -Professortitell Zahlreichewiffen- -schaftliche Arbeiten, die im Laufe der Jahre aus -seiner Feder erschienen, waren den verschiedensten Gebieten der-Chirurgie gewidmet. Einer in den Volkmännschen Heften abgedruckten Arbeit über „Skoliose" -folgte eine ausführliche Darstellung^ der-„Asepsis", die in -Buchform 'bei Naumann in München-' erschien. Unter vielen anderen seien ferner -folgende Arbeiten genannt: „Ueber metastatischen Nierenabszeß", „Indikation und"' Prognose der Operation des Mastdarmkrebses", ,/Laparatomie' als Heilmittel bei Bauchfelltuberkulose", „Ueber Perrtyphlitis",1 „Zur Symptomatologie der Rückenmarkstumoren", „Ueber'' Operation bei Prostatahypertrophie". Bleibende Erinnerung verdient namentlich die teilnehmende Güte, das zartfühlende Interesse, das er gerade den wenig bemittelten Kranken.entgegenbrachte. Ueber Kranke und A-erzte Hinaus .aber Max' | Professor Jaffe durch seine Stellung And .Eigenart Me W- ' nntten der. allgemeinen Zerklüftung versöhuW^He^söMMkM,^ der von Angehörigen aller Kreise mst ^gleicher KöchschDUW . - begegnet wurde. Herrnanm Wvl-sf. . Dir jüdische Lehrerin, ein Stiefkind der Versorgung, eine AnkL.ägeM Mr! herrschenden Verhältnisse. ie, hört man fragen, die Lehreriu als AnslägMu? Hat sie nicht den herrlichen Geruf, die künftige - Generation zu belehren und zu veredeln, erntet sie dafür niM'' Liebe, Dank und Anerkennung? Gibt $8' -etwas. MKöWexE^ Nein, antworten wir, es gibt nichts Schöneres; MMHWx schwer wird es, unentwegt den höchsten Zielen MMrebW,. wenn jeder Schritt belauert wird voy Aex Düt Hes Mhens, von der Unsicherheit selbst der nächsten HMlnst. Me ckann - man gedeihlich wirken, wenn man unserMsolut fchwaMendey i materiellen Bedingungen arbeitet. - -r Und das ist das Los der jüdischen Whrexiy, Venn -sie ist' zum größten Teil auf den PrivatuntMicht MgepWsem verschließt sich ihr, mit wenigen Ausnahmen, die Privatschule, ' die Gemeinde- und die höhere städtische Schule. Mcht weil sie weniger leistet; es wird anerkannt, Haß He sich Mjever Hinsicht bewährt; aber sie ist Jüdin. .. v Ist das möglich, hört man fragen, im Zeitalter der weit^ gehendsten sozialen Fürsorge, iw 20. Jahrhundert? Die Antwort lautet! „Ja, leider." Und niemand tritt auf gegen diese Ungerechtigkeit im- Lande, wo jedem Mürger ohne Hinsicht auf Konfession durchdie Verfassung MeichberechtigMg gewährleistet Ist? Min, vis jetzt hat man ruhig zugesehen. Diejenigeu,. denen Hier „zu weh geschah", die Lehrerinnen, waren nicht orgaMiert und also auch nicht imstande, Mr ihre Möchte einzutreten. Doch dies soll nun anders werden. Im Anschluß an ven Jüdischen Frauenbund WranksMha. U.,. Vorsitzender B. Pappenheim) hat sich in Berlin eine V.exeinigung' konstituiert zur Wahrung der berechtigten Interessen her jüdischen Sehrerinnen. Auch ,in Breslau ist M derartiger Ge-rem entstanden, der schon wirksam arbeitet, während in BerM von nennenswMen Resultaton noch wicht -gesprochen wZrdM kann. Freilich ist der Zusammenschluß NNd die KropggaMa in her Millionenstadt schwieriger, poch Hoffen wir, daß diese Zeilen ihr dienen werden, und daß die jüdischen LehrerinMN, wenn ste von der Existenz des Gerems erfahreu, demselben ihr Jntereffe zuwenven Md Och.Mt Mß M gMeiMMnex WHM - verbinden ) werden. Mir wollen -zunächst erstreben, eine rstchere. Zukunft der. jüdischen .-Lehrerin in .Gestalt einer -Anstellung .an -einer öffentlichen -Schule. 'Es muß -verlangt werden,-daß c die in gleichem Maße qualifizierten jüdischen ^Lehrerinnen' in absehbarer Zeit das gleiche Ziel erreichen wie ihre andersgläubigen Kolleginnen. Die Achtung por dev Person und von Leistungen der jüdischen Lehrerin muß Och so'steigern, daß man sie nicht an stellt, obgleich, Mmbern wM Oe Me Jüdin M Dazu -freilich muß die Lehrerin unaufhörlich an sich selbst arbeiten und sich zu einer .OMMichM. MmichM,. die. für würdig gehalten wird, mit denHöchstenMufgaben vet-xaut zu werden. - Mitu dor treusten -Pflichterfüllung im -Amt -soll sich verbinden der Stolz, - eine „Tochter des alten Volkes" zu sein. . Mas dies vedeutet, soll sie den ihr anvertrauten Kindern DWMMgiMsLWHMschaft in der Religionsstunde klar machen. MHt -mehr soMn Moses und die Propheten ihnen Mstr. GM de-nMeMMen über die Kämpfe und Leiden des. WdMW Go.ltes Ooll M heißes Zugehörigkeitsgefühl, Einsicht Mr MWige MsgabM und Verständnis für den eigenen Mauhey Erwachsen. Mus der wiedererweckten Vergangenheit MN MW Müe MMMArt erblühen, die „immer strebend sich GMMnrteD Wachzuholen und Fehler abzulegen. Gy UeHevollstes Wugehen und verständnisvolles Einsühle« in srombm Maubey, M die Art und Eigentümlichkeit anderer MNMWbstpA Forderung gleichen Entgegenkommens -geknüpft werden. Über all.es HM M --nur möglich, wenn die Lehrerin selbst HrM MmbM Meht, Messen Geschichte kennt und mit Klugheit .und NWehender MgeiHerung ihres Amtes waltet. ' MMgK MMt Md' lehret. --MlH WW-W- MMereinigung helfen. Es wird Gelegen- Wt AMbW HMdW, Och über alle unsere Jntereffen berührenden Mage M H.W Zusammenkünften auszusprechen. DoMKge, soWoHl von Außenstehenden als auch von MMusMMiedMN, Mten weitgehendste- Anregung bieten. Kn HMi^kosB MMWnensein wird die Mitglieder einander '-uAer KMgW, ÄMU Gelegenheit bieten sich gegenseitig hilf- 'MiH' MMMKL. Hv letzterem Zweck soll dem Verein auch ein MbMDn.achMis ^gegliedert werden. Beide Teile, die an M.W solchM UGernehmen interessiert sind, werden sreundliHst gebeten, wog dieser Gelegenheit, über die Näheres, im September bekannt gegeben werden wird, .Gebrauch zu wachen. So mögen denn die vorstehenden Worte uns Freunde werben, jeder -Leser dieser Zeilen mit uns sprechen: „Die Sache willst" -und unser Bundesgenosse werden. . Martha Goetzel. Lwei chriltliche Stimmen. Von Rabbiner Dr. Friedmann-Lublinitz. or Mir kiegt M Schriftchen mit dem Titel „Neujüdische -Stimmen vber Jesum -Christum", gesammelt von Lic. Johann ve rle Roi, Pastor emer. in Schweidnitz (Leipzig 19-10). In diesen! wird nach den Zitaten vieler jüdischer Urteile aus neuerer Zeit über Jesus mit Freude konstatiert, daß auf jüdischer Seite immer mehr und mehr die große Bedeutung Jesus Manns wird, daß man seine Wirksamkeit von dem oft fMdljchen GMMey der Mrche gegen die Juden zu ^trennen vhrstM, daß mgu jhn M Men Mohn Israels, als einen NofoMMyx M Mstellen ppy MißbrärrchM, -als ,emen