Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-05-19 · Heft 20 (19.5.1911) · p. Seite 240

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 20 (19.5.1911)
Date
1911-05-19
Page
Seite 240 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3228961-3228982--67484-3279703
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

m so scheint der seines Amtes unerbittlich waltende Druckfehlerteufel hier das Kunststück fertig gebracht zu haben, den Sohn Akiba in den Vater Joseph zu verwandeln. . Am besten ist Professor Wünsche die Uebersetzung des Midrasch Samuel (Band 5, erste Hälfte) gelungen, bei der er. nach seiner eigenen Angabe, bestrebt gewesen ist, den hebräischen Text soviel wie irgend möglich wörtlich wiederzugeben, ohne der deutschen Sprache Gewalt anzutun und unverständlich zu sein. Bei dem immensen Fleiß und der anzuerkennenden Selbstkritik des Uebersetzers, dessen Arbeiten trotz aller Mängel zur Förderung der rabbinischen Wissenschaft wesentlich beitragen, dürfen wir hoffen, daß die zweite Hälfte des Midrasch Samuel in Form und Sprache der ersten nicht nachstehen wird. Für heute wünschen wir nur, daß das Gesamtwerk viele Leser und daß diese an der Lektüre den reichsten Genuß finden mögen, denn wenn das Wort zuweilen auch tötet, so belebt doch immer der Geist. Albert Katz. * ----- Zur Ehre des Judentums. Gesammelte Schriften von Gustav Levinstein. Berlin 1911. Verlag des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Preis Mark 1.50. Ein pietätvolles Buch von der Witwe des trefflichen Mannes zu seinem Andenken zusammengestellt. Da wir nach dem Heimgang Levinsteins seine Bedeutung zu würdigen versucht haben, so wird es hier genügen, auf den Inhalt hinzuweisen. Nach einer kurzen Biographie und einem Gedichte Levinsteins zur Feier des 10 jährigen Bestehens des Zentralvereins werden folgende größere Abhandlungen des Verstorbenen abgedruckt: Die Taufe; Warum die Juden nicht Christen werden können; Ueber die Erlösung des Judentums; Jüdische Kindertaufen; Professor Paulsen und die Judenfrage; Wissenschaftlicher Antisemitismus; Der Glaube Israels; Professor Ladenburg und der Unsterblichkeitsgedanke im Judentum. Sie sind alle — das ist wohl das Beste, was man zu ihrem Lobe sagen kann — noch heute lesenswert; obgleich sie bei bestimmten. Gelegenheiten geschrieben wurden, sie haben mit der Aktualität ihre Bedeutung nicht eingebüßt. Die Gedichte, die zum Schluß stehen, sind jedoch schwach; ich würde raten, sie fortzulassen, wenn es, was dem trefflichen Schriftchen sehr zu wünschen ist, zu einer 2. Auflage^ kommt. L. G. Ausgewählte Stücke der hebräischen Bibel von M. Abraham und Th. Rothschild. Erster Teil: Pentateuch. Ausgabe A. Text und Wörterbuch. Frankfurt a. M. Verlag von I. Kauffmann. Ausgewählte Stücke der hebräischen Bibel von M. Abraham und Th. Rothschild. Erster Teil: Pentateuch. Ausgabe 8. Wörterbuch. Frankfurt a. M. Verlag von I. Kauffmann. Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien von Dr. D. Feuchtwang. Wien 1911. Druck von Adolf Malay & Sohn, Preßburg. Die Christusmythe des Professors A. Drews im Lichte der Wissenschaft. Von Dr. I. Scheftelowitz. Köln, 1911. Druck von Adolf Alkalay & Sohn, Preßburg. Berthold Auerbachs Werke. Neue wohlseile Ausgabe. 12 Bände. Geheftet 20 Mark. In Leinenband 28 Mark. Jeder Band ist auch einzeln käuflich. Verlag von I. G. Cotta Nachfolger in Stuttgart und Berlin. Inhalt: Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten. 4 Bände. — Auf der Höhe. 2 Bände. — Das Landhaus am Rhein. 2 Bände. — Waldfried. 1 Band. — Spinoza. 1 Band. — Deutsche Illustrierte Volksbücher. 2 Bände. Der Mann von fünfundvierzig. Bekenntnisse an einen Jugendfreund von H. O. Mosum. Leipzig. Georg Wiegand. 1. bis 6. Tausend. 2 Mark. Das Leben und Wirken der Juden in Oesterreich in vormärzlichen Zeiten. Ein Beitrag zur Kultur- und Sittengeschichte von Dr. M. H. Friedländer. Wien 1911. Truck und Verlag von M. Waitzner & Sohn. Die Reichstagswahlen vor der Tür! In die Front!! Herausgegeben von Arthur Schweriner. Druck und Verlag von E. Henne, Liebenwerda. Das Sexualleben der Frauen. Von Dr. med. H. Zickel. Medizinischer Verlag Schweizer & Co. G. m. b. H., Berlin. Bulletin de l'AUianc6 israölite universelle. Troisiöme S6rie. No. 35. Annee 1910. Paris. Siege de la Soci6t6. The Immigration question with partieular reference to the jews of America. Adresses by Max J. Köhler. Honorable Charles Nagel and Jacob H. Schiff. Delivered at The twents-second Council of the Union of American Hebrew Congregations. New York. Januar 1911. The Jewish Beview edited by Norman Bentwich and Dr. Joseph Hochmann. Vol. II. No. 7. May 1911, Lritlchnkten. Gedenknnmmer zur Jahrhundertfeier der Emanzipation der Juden in Preußen der Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Nr. 4, Jahrgang 2. K. C. Blätter. Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigten Korporationen. 1. Jahrgang, Nr. 8. Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Jahrgang 2, Nr. 5. Der Staatsbürger. Halbmonatsschrift für politische Bildung. Herausgegeben von Dr. Hanns Dorn in Verbindung mit Professor Dr. Groth und Reg.-Direktor Dr. Wappes. 1911. Nr. 9. Lüchkremlsuk. Besprechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Sinai-Briefe an meinen Neffen Fritz. Eine moderne Glosse von einem Rechtsgelehrten. Neuwied a. Rh. I. Meinckes Verlag. Zur Erinnerung an den 700 jährigen Todestag des jüdischen Geisteshelden Moses Maimonides. Von Professor Dr. Adolf Biach, Rabbiner und Prediger in Brüx. 1907. Vierte Auflage. Druck und ' Verlag von Julius, Ach in Brüx. Nietzsches Briefe. Ausgewählt und herausgegeben von Richard Oehler. 1911. Erschienen im Insel-Verlag, Leipzig. Festschrift zu Israel Lewys 70. Geburtstag. Herausgegeben von M. Brann und I. Elbogen. Breslau, Verlag von M. L H. Marcus." 1911. 20 Mark. Sxrechssal. Löbliche Redaktion! er nachstehend wiedergegebene Fall liegt einige Wochen zurück; das Vorkommnis eignet sich jedoch vortrefflich zur Versinnbildlichung der Lage der Juden in Rumänien. In einer der ersten Hafenstädte Rumäniens steigt in einen vollbesetzten Tramwaywagen ein hoher Offizier nebst Gemahlin ein; wegen Platzmangels gerät er in einen Wortwechsel mit den Mitfahrenden, welcher schließlich dazu führt, daß einer der Fahrgäste von dem „leichthändigen" Marssohn mit ein paar Orfeigen regaliert wird. Der Betroffene, versäumt nicht, sich als einer der ersten' Rechtsanwälte und Deputierten zu legitimieren, worauf der hohe Offizier sich zu folgender „Entschuldigung" herbeiließ: „Pardon, ich hielt Sie für einen Juden!" Es steckt in dieser kleinen Begebenheit eine solche Fülle von Beweismaterial für diejenigen, welche sich für die hiesigen Zustände interessieren, daß es. einer Glossierung kaum mehr bedarf. Campina (Rumänien), 26. April 1911. X. Y. ■.as* Sruckkrhirrbkrichtigung. In Nr. 19 Seite 222 Spalte 2 Zeile 37 muß es heißen: „der Heiden" statt „der Frieden". Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin, verantwortlich für die Redaktion: Max Bauchwitz in Berlin

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.