Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-04-21 · Heft 16 (21.4.1911) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 16 (21.4.1911)
Date
1911-04-21
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3228961-3228978--67416-3279631
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

auch die - Wiederwahl der Herren Os.kar Rathen a^u, Heinrich Fränkel und Theodor Steintßal. als Revisoren. Mit einem! warmen Appell an die Mitglieder.-in ihren Kreisen auch ferner für die Zwecke des Vereins zu wirken, schloß der Vorsitzende die Versammlung. \ V Berlin, 12. April. Frau Julie Neumann geb. Ra then an, Witwe des als Menschenfreund und hervorragender Industrieller.in bestem Andenken stehenden verewigten Julius Neumann, feierte am 9. d. M. ihren 75. Geburtstag in erfreulicher körperlicher und geistiger Frische. Sie hat sich im Sinne ihres Gemahls den Werken der Liebe in ausgedehntem Maße gewidmet, insbesondere hat sie den Verein für Chanuka-Bescherung und das jüdische Mädchenstift mit begründet und in beiden Vereinen seit vielen Jahren als Vorsitzende segensreich gewirkt. Auch sonst war sie im Ehrendienste der jüdischen Gemeinde eifrig tätig. Mögen ihr noch viele Jahre rüstigen Schaffens beschieden sem. 1.. Berlin, 17. April. Der Verein „Israelitisches Lehrerinnenheim" zu Berlin kann nach .seinem letzten Jahresbericht für 1910 von befriedigenden Fortschritten seiner Arbeit im verflossenen Jahre sprechen. Das neben dem Heim in Groß-Lichterfelde gelegene Haus Karlstraße 113. ist käuflich erworben worden, um nach dessen Niederlegung dem schon lange geplanten „Erweiterungsbau" Platz zu machen. Die. hierfür gesammelten Beiträge hatten, ein recht erfreuliches Resultate Jml Heim befanden.sich zui dauerndem Aufenthalt 22 Damen. Auch die beiden Räume des Erholungsheims waren von neun Damen fast während des ganzen Jahres in Anspruch genommen. Trotz der namhaften Eingänge, so von den Erben des Gründers der Anstalt, des Herrn Max Wygodzinski, die dem Verein 15 000 Mark wiederum überwiesen, und seitens anderer edler Gönner, konnten Gesuche, um Neuaufnahmen nicht berücksichtigt werden. Mehreren Lehrerinnen mußten besondere Kuren, teils im Hause, teils in Sanatorien und Krankenhäusern gewährt werden. Die von der Propaganda-Kommission versandten Aufrufe, an 600 jüdische Gemeinden Deutschlands haben leider nur geringe Beachtung gefunden. Einige Neugründungen an Lokalvereinen stehen bevor/ Herr Karl L. Netter, der seit Bestehen des Vereins das Amt eines Schatzmeisters versah, war gezwungen, es wegen Ueberbürdung niederzulegen.! An seine Stelle, trat Herr Georg Lachmann, Berlin IV.,. Bendlerstraße 8. Herr Netter wurde seiner Verdienste wegen, zum Ehrenmitglieds ernannt. Herr J.ustizrat Breslauer diente dem Verein mit seinem juristischen Rat und Beistand. Der Etat balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit 50 342.77 Mark. Das Eesamtvermögen beziffert sich auf 362 726.29 Mark. Bei der vorzüglichen Organisation der Ortsgruppen wurden auch hier recht namhafte Erträge an Spenden erzielt. Möge dem Wunsche des Vereins, seine schöne Ausgabe, altersmüden Lehrerinnen einen ruhigen Lebensabend zu bereiten, iy immer vollkommnerem Maße seine. Erfüllung werden. L. Königsberg i.Pr., 17. April. Der 44. Bericht, der Religionsschule unserer Synagogengemeinde, erstattet von dem Dirigenten Rabbiner Dr. Vogelstein, gibt auch für das abgelaufene Schuljahr 1910/11 ein erfreuliches Bild von der besonderen Fürsorge und Aufmerksamkeit des Gemeindevorstandes für diesen wichtigen Teil seines weitverzweigten Aufgabengebiets. Mit der Erteilung des Unter? richts sind sieben Lehrkräfte betraut, die im Sommerhalbjahr in 41, im Winterhalbjahr — da vier Klassen infolge Abgangs einer größeren Anzahl von Schülerinnen eingezogen wurden — in 37 Klassen ich ganzen 452 (Frequenzziffer — 1. Februar 1911) Schüler unterrichteten. Zu Beginn des Berichtsjahrs ist Herr Oberkantor Birnbaum auf seinen Antrag .hin aus dem Lehrkörper der Religionsschule ausgeschieden. Ans der Reihe kleinerer Veränderungen in der inneren Organisation des Unterrichts wäre zu erwähnen, daß die bisher von Fräulein Lehmann geleitete höhere Mädchenschule von Fräulein Rauschning übernommen wurde und die Schülerinnen dieser Schute ihren Klassen entsprechend, gemeinschaftlichen Religionsunterricht mit denen .der Rauschningschen höheren Mädchenschule erhielten. Ebenso soll auch an einer anderen höheren Mädchenschule eine Zusammenfassung der Oberklassen mit den entsprechenden Klassen des Realgymnasiums angestrebt werden. Zur Beschaffung von Bücherprämien sowie zur Ueberweisung von Büchern an solche Schüler, die den Kursus vollständige absolviert haben, hatte der? Vorstand auch diesmal 50. Mark bereitgestellt, die durch eine weitere Zuwendung von 20 Mark seitens eines Gemeindemitglieds eine erwünschte Erhöhung erfuhren, Eine^ segensreiche -Tätigkeit entfaltete auch der Bekleidungsverein zugunsten armer Zöglinge der Religionsschule. Derselbe gab im Berichtsjahr über 400 Mark für Bekleidüng und Schuhwerk an bedürftige Kinder aus. Eine wichtige Aenderung brachte dieses Jahr auch für den äußeren Schulbetrieb'mit sich. Die Religionsschule, die bisher Schulräume in der Altstädtischen Knabenmittelschule innehatte, mußte dieses Haus, das sie 45Jahre hindurch beherbergt hatte, verlassen, da die Räume für . den eigenen Gebrauch der Schule benötigt werden. Dank den lebhaften Bemühungen des Herrn . Stadtschulrats sowie durch, das freundliche Entgegenkommen des Herrn Direktor Wittrien wav es möglich,. die empfindliche Kalamität,, die sich, durch das gänzliche Fehlen eines eigenen Schullokals ergibt, zu beheben. Mit. Beginn des neuen Schuljahrs siedelt die Religionsschule nach dem städtischen Realgymnasium am Münchenhof über. - . , W. Posen, 16. April. In - der Ritsche Fla tausche Waisen- Erziehungsanstalt für Mädchen Hierselbst konnte die Zahl der Zöglinge von 18 auf 20 erhöht werden. In der Würdigung des Umstandes, daß in . dem./Hause nicht -nur Waisen aus der Stadt Posen Aufnahme finden,, .sondern dessen Segnungen auch einer erheblichen Zahl auswärtigen Kindern zugute kommen, sind, wiederum mehrere Synagogengemeinden Mitglieder der Anstalt geworden. Tsie Einnahmen und. Ausgaben im.abgelaufenen Berichtsjahre betrugen 27723.18 Mark, :#:■ . *** Breslau, 16. April. Aus dem soeben erschienen 61. Jahres- . bericht der Religions-Unterrichts-Anstalt I unserer Synagogengemeinde über das. Schuljahr 1910/11, erstattet von dem Dirigenten der Anstalt Rabbiner Dr. Rosenthal, ist zu ersehen, daß die; Frequenz der Zöglinge nur unwesentlich von der des vorigen Berichtsjahres abgewichen ist. Am 1. Februar d. I. besuchten die . Schule 508 Zöglinge. Die Mädchenklassen wurden von insgesamt 168 Schülerinnen besucht. Die Gesamtzahl der Schüler und Schülerinnen, die im Laufe des Berichtsjahres an dem Unterrichte teilgenommen. haben,, beträgt, 586. 8lm Schluffe des vorigen.Schuljahres schied Herr Dr. Leo, Baerwald.. aus, der. Schule. Seine Stunden übernahmen die Herren Dr. Lewin, Dr. de Haas und Dr. Gelles. Herr Dr. Baerwald trat im August 1906 als Hilfslehrer in. das Kollegium ein und hat in verschiedenen Klassen mit gutem Erfolge unterrichtet. Er verstand es, nicht nur Disziplin zu halten, sondern auch den Unterricht lebendig und anregend zu gestalten. Mit dem Schluß des Sommerhalhjahres schied auch Herr Dr. de Haas aus der Anstalt, der er feit Januar 1909 als Hilfslehrer, angehört hatte. Auch er unterrichtete mit gutem Erfolge und verstand es, auf die religiöse Gesinnung der Kinder eine nachhaltige. Wirkung zu üben.. Herr Dr. Süßmann, der an der hiesigen Oberrealschule sein Probejahr absolviert, mußte wegen Ueberlastung einen Teil seiner Stunden vom 1. Februar an abgeben. Er wurde von Herrn Dr. Georg Kantorowsky vertreten, der auch die Ordinariatsgeschäfte in - der Mädchenklasse III g. übernahm. Mit dem Schluß dieses Schuljahres wird Herr Dr. Süßmann.einem Ruf als Oberlehrer an die Jakobsohnschule in Seesen Folge leisten, somit aus dem Kollegium scheiden,, dem er seit Beginn des Schuljahres 1907 angehörte, Der Religionslehrerinnenprüfung unterzog sich mit Erfolg Fräulein Else Menken Die schriftliche Prüfung war am 20. und 22. April, die mündliche am 5. Mai. Als Kommissarius der Synagogengemeinde wohnte Herr Justizrat Hirschberg der Prüfung bei. M. Hamburg, 16. April. Der Verein zur Unterstützung kurbedürftiger Israeliten (Teheresien-Stiftung E. V.) hielt seine diesjährige Generalversammlung, unter Vorsitz des Herrn Dr. B. Le vy ab. Bei Erstattung des Jahresberichts wurde hervorgehoben, daß der Verein auch im. verflossenen Jahr in der .Lage/ war, einer großen Anzahl von Personen einen ihnen ärztlicherseits oorgeschriebenen Kuraufenthalt von durchschnittlich vier Wochen zu gewähren. 73 Personen, konnten unterstützt werden, und 49 Mel? düngen mußten infolge ungenügender Mittel, des Vereins unberücksichtigt bleiben. 60 Kurbedürftige wurden nach Karlsbad, Soden, . Neuenahr, Nauheim, Schwalbach und Segeberg gesandt, während die übrigen 23 Fälle sich auf die verschiedensten-Kurorte verteilt en

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.