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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-04-07 · Heft 14 (7.4.1911) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 14 (7.4.1911)
Date
1911-04-07
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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bie $f)6refi'enfiiftiwg Äb 'Andere Anstalten -ibeklägen dhi Heimgang smeS bewährten Mtärbeiters. - Die Bestattungfand aufdem Israelitischen Friedhof in Ohlsdorf unter überaus größer Beteiligung weiterer Kreise/statt. Unter den zur Trallerfeidr in der Friedhofskapelle Versärnmelten bemerkte man die Spitzen der Handels» und Finanzwelt, die Vertreter unserer ersten Bankhäuser usw. Von der Deutsch-Jsraelitischen.Gemeinde wären der Gemeindepräses Herr Levin Sion und Mitglieder des Vorstandes erschienen, auch, der Gesämtvorstand des Krankenhauses,' Deputationen der Theresienstiftüng und anderer Institutionen wären anwesend. Die -Trauerrede hielt Prediger Dr.- Sonderling. 'Im Aufträge des- 'Vorstandes des Krankenhauses widmete Herr - Dr.- Fritz M. Marburg dem lang» jährigen Vorstandsmitglied ein tiefempfundenes Abschiedswort. ©ccfm <u Harz, 30. März. In den Tagen vom 21. bis 25. März fand an der hiesigen Jacobson-Schule (berechtigte Realschule ünd Realprogymnasium mit Erziehungsanstalt) die Schluß- Prüfung unter dem Vorsitz des Herzoglichen Kommissars, Herrn Geheimen Hofrat Professor Dr. Fricke aus Braunschweig statt. Sämt» liche 22 Prüflinge des Renlprogymnafiums, die zur Prüfung zugelassen wurden, und 21 der Realschule' haben dieselbe mit Erfolg beständen uNd die Reife für die 011 einer Vollanstalt bzw. die Be» rechtigüng zum einjährig-freiwilligen Militärdienst erworben. Die Zahl der Schüler, welche mit dem Reifezeugnis seit der Verleihung der Militärberechtigung die Anstalt verlassen haben, hat bei der diesjährigen Prüfung^ die Ziffern 1000-überschritten. Dem 1000. Abiturienten wurde vom KuratoriurN ein Buch ' als Andenken überreicht. - - - - — Hannover, 29. März. Seit längerer Zeit sind hier Bestrebungen im Gange, einen modernen Kinderhort zu gründen, der die Kinder des hier zahlreich ansässigen jüdischen Proletariats in der schulfreien Zeit aufnimmt. Durch die Initiative der A. F. Simonschen Stiftung sind jetzt die vorbereitenden Arbeiten zu einem Abschluß gediehen. - Etwa 20 000 Mark wurden durch Sammlungen aufgebracht- 34 000 Mark sowie das Bäugrundstück gibt.ein-seinerzeit' von Mvritz Simon gegründeter Verein zur Förderung des Handfertigkeits-Unterrichts; ' insgesamt '32 600' Mark : gewährt die Ä/L F.- Sinrönschö Stiftung. Ein'großes Grundstück für Gartenbau und für Erholung^ zwecke steht zur Verfügung, Werkstätten zur Beschäftigung der Kinder werden gebaut: Der Grundgedanke ist, 'den Nachwüchs unserer ärmsten ' Gläubensgenosstzn,der ohne Eingriff' von - außen dem Hausierhandel oderungelernten Berufen überantwortetist, frühzeitig zur Freude an gelernter und gewerblicher Tätigkeit zu 'erziehen, was hoffentlich später seinen Einfluß auf die Berufswahl äußern wird: An. der Spitze des vorbereitenden Komitees stehen' die Herren Sigmund Federlein, M. Jaffö, Dr. Katz, Seminardirektor Dr Knöller, Sartorius Rheinhold und Frau Neuberg. Man hofft, bald mit dem Neubau beginnen zu können. i. Homburtz v. d. H., 30. März. Am 14. März d. M. sind 25 Jahre verstrichenseit der hiesige „Verein zur Ausstattung israelitischer Mädchen*, der sich auch die Ausbildung von. Mädchenfür einen Lebensberuf oder Begründung, eines Geschäfts für solche zur Aufgabe gestellt hat, begründet worden ist. Der soeben zur'Ausgabe gelangte Rechenschaftsberichtfür das Jahr 1910 gedenkt'dieses Ereignisses der Vierteljahrhundertseier und gibt in seinem ersten Teil - eine kurze Skizze> der Geschichte dieses, von dem edlen Menschenfreunde Louis' Lehmann am 14. Marz 1886 begründeten Vereins. „Langsam aber stetig wuchs die' Zahl der' Mitglieder wie der Spenden; die Jahresbilanzen zeigten' erfreuliche Resultate — nur eins-fehlte noch: Mädchens die Veranlassung hatten, die Wohltaten des-Vereins in Anspruch zu nehmen/ Erst im Jahre 1898,- also zwölf Jahre nach Begründung des Vereins, erfolgte das erstem Gesuch. Dann folgten allerdings offenbar beträchtlich mehr, ibeimSSeridjthaben geholfen, soweit der jeweilige Kassenbestand es erlaubte/ Das aber scheint doch in ansehnlichem Maße-der Fäll gewesen zu sein, denn im Laufe von reichlich einem Dezennünn wurden zehn Bräute -mit einem Kosten' BERLIN C. M IQRAPI BERLIN C. Spandauer Strasse 26-32 I M »- -I . König-Strasse 11-14 ==. Gegründet, 1815 '£=^==r " " - - - --- ‘ - Wäsche-flusstatiunflen Wohnungs-Einrichtunflen Die Anfertig ung sämtlicher Wäschegegenstände .'Vierfojgtin eigenen Zuschneidereiu. Näh ere isälen. u nter :Leitu n g :: erster Fachkräfte ■ :: Spandauer Str. 26;- 32 — .König-Str. 11—14 Ständige Ausstellung fertig ‘ eingerichteter Zimmer. Eigene Polsterei- und Dekorationswerkstätten. Koste n an sch Jäg e u. Entwürfe f. Interessenten kostenfrei Der reich illustrierte SOfll 11161*-KdldlOgNlV 118 wird, auf Wunsch kostenfrei' zugesandt.: Pczcsch&HirsrK^ Breslau V ynägogen-Stickereiän f v.Mnfachst.b.kostbarst.GenreN Prima Referenzen. 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