Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 13 (31.3.1911)
- Date
- 1911-03-31
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Schriftführeramt niederzulegen gezwungen war, Herr Rudolf Ballin ins Kuratorium gewählt. Herr Fabrikant Salomon Fröhlich schie.d ganz aus. Auch der Bestand an Zöglingen ist im Berichtsjahre fast unverändert geblieben. Im Jahre 1909 waren 16 Knaben und 15 Mädchen in der Anstalt, die die hiesige israelitische Volksschule besuchten. Neu ausgenommen wurden 2 Knaben und 1 Mädchen. Zur Entlassung kamen 5 Zöglinge, darunter 4 Knaben, von denen zwei in die kaufmännische Lehre kamen, einer die Sattlerei erlernte und der vierte Beelitz überwiesen wurde. Im selben Jahre trat der bisherige verdienstvolle Leiter Herr Waisenhaus-Inspektor Adolf Schlehe in den Ruhestand. Die freigewordene Hauselternstelle wurde durch Herrn Lehrer Levi Heilbrunn und Gattin, bisher im Waisenhaus in Paderborn tätig, neübesetzt. Der Gesundheitszustand der Zöglinge war im Jahre 1909 gegen das Vorjahr ein günstiger zu nennen. Der Etat des Waisenhauses balanciert in Einnahmen und Ausgaben 1908 mit 29454.02 Mark, 1909 mit 35694.38 Mark. Das Vermögen wird mit 321600 Mark ausgewiesen. Die im Jahre 1856 errichtete Anstalt hat bisher 212 Zöglinge ausgenommen und erzogen. Y. Hannover, 22. März. Unter dem Vorsitz von Dr. Apfel- Berlin tagte am letzten Sonntag hier der Delegiertentag des Verbandes jüdischer Jugendvereine, der. von 61 Vereinen mit 96 Delegierten beschickt war. Der Einladung waren ferner fast alle großen jüdischen Organisationen gefolgt. Namens des Jugendvereins Hannover begrüßte nach Eröffnung der Tagung Herr Rechtsanwalt Lichtenberg die Delegierten wie die Vertreter der großen jüdischen Körperschaften, die Vorsitzenden des Vorstandes und der Repräsentanten der Gemeinde Hannover und Herrn Landes- Rabbiner Dr. Gronemann. Sodann folgte eine lange Reihe von Ansprachen. Dem hierauf von Herrn Rabbiner Dr. Finkel erstatteten Jahresbericht entnehmen 'wir, daß dem Verband jetzt insgesamt 70'Vereine mit rund 8500 Mitgliedern ängeschlossen sind, daß auf allen Gebieten der Jugendvereinsarbeit ein außerordentlich reger Eifer« zu verzeichnen ist und der Verband selbst es an Anregungen mannigfacher Art nicht" habe fehlen lassen. Dem von Herrn Felix Meher erstatteten Kassenbericht ist zu entnehmen, daß der Umsatz im Berichtsjahre etwa 10 000 Mark betrug und der Kassenbestand sich am 19. März aus 3424.42 Mark belief, Eine außerordentlich ausgedehnte Generaldebatte über alle vre Jugendbewegung berührenden Fragen führte zü sachlich teilweise scharfen Auseinandersetzungen zwischen Zionisten und Nichtzionisten. Sämtliche Redner sprachen sich übrigens für den unbedingt neutralen Charakter der Jugendvereinsbewegung aus und sehr energisch gegen die' Begründung besonderer liberaler Jugendvereine, wie ein solcher in Berlin begründet sei. Von den im Verlauf der Debatten gestellten Anträgen sei derjenige von allgemeinerem J'ntcresse7erwähnt, wonach die Erörterung religiöser und politischer Fragen von keinem Jugendverein statutarisch untersagt werden soll, vielmehr seien auch solche Fragen zur Erörterung zuzulassen. Erwähnt sei ferner, daß Herr Rabbiner Dr. Posener-Kottbus die Angriffe gegen den Liberalismus anläßlich der Debatte über die liberalen Jugendvereine mit aller Entschiedenheit zurückwies. Schließlich gelangten noch die beantragten Statutenänderungen zur Be. rätung und Erledigung. Die einschneidendste Aenderung betraf die anderweitige Bildung des Verbandsvorstands. Ihn bilden in Zukunft ein persönlicher Vorsitzender und acht Verbändsvereine (bisher fünf Verbandsvereine). Bei den dann sofort vorgenommenen Wahlen wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Apfel zum persönlichen Vorsitzenden und die Vereine Berlin, Köln, Frankfurt a. AL, Braunschweig, Hannover, Thorn, Breslau und Straßburg gewählt. J. Frankfurt a. M., 21. März. Dem soeben zur Ausgabe gelangten XVII. Jahresbericht des hiesigen „Verein für jüdische Krankenpflegerinnen" entnehmen wir, daß die Ziele, die der Verein bei seiner vor 18 Jahren erfolgten Gründung sich gesteckt hat, BERLIN C. Spandauer Strasse 26-32 Gegründet 1815 BERLIN C. König-Strasse 11-14 N 1 -Ausstattungen Die Anfertigung sämtlicher Wäschegegenstände erfolgt in eigenen ZuschneidereNu. Nähereisälen unter Leitung :: , erster Fachkräfte Der reich illustrierte SOIMTIGr" KdtdlOg NlV 118 wird auf Wunsch kostenfrei zu gesandt. Spandauer Str. 26-32 - König-Str. 11—14 Ständige Ausstellung fertig eingerichteter Zimmer. Eigene Polsterei- und Dekorationswerkstätten. Kostenanschläge u. Entwürfe f. Interessenten kostenfrei Breslau V ) Synagogen-Stickereien ( / v.einfachst.b.ko8tbarst.Genre \ Prima Referenzen. Entwürfe u. 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