Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 12 (24.3.1911)
- Date
- 1911-03-24
- Page
- Seite 144 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3228961-3228974--67330-3279541- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mit demvon dem König Heinrich IV. von England berufenen Arzte , zu identifizieren und über seine Baseler Zeit interessante Mitteilungen zu bringen. I.. G. - Lüchrrrintsuk. Besprechung der Bücher Vorbehalten Zurücksendung der Bücher findet in . keinem Falle statt. - Werner Sombart: Die Juden und. das Wirtsch aftsleben, Leipzig. Duncker und Humbl.öt, 1911. Preis 9 Mark, geb. 11 Mark. . Ph. Hauser : LesGrecs. et les Semites dans l’histoire derhumanite Paris. A. Maloine. Editeur. Preis 12 Francs. Frankfurter Handelsgeschichte von Dr. Alexander Dietz. 1. Band. Druck und Verlag von Hermann Minjon, Frankfurt a. M. 1910. geb. Preis 26 Mark. Staat, Kirche und Judentum in Preußen von Jsmar Freund. Sonderabdruck aus dem Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur 1911. Moderne Abrechnungsmethode, lieber den Selbstschutz im Buchhaltungswesen nach den Methoden der internationalen Treuhand- Vereinigung. 5. Auflage, Berlin 191O, im Buchhandel zu beziehen durch F. E. Fischer, Leipzig. Rabbiner Emil Cohn: Die religiöse Judenfrage. Sonderabdruck aus den preußischen Jahrbüchern. Band 143, 3. Heft. Berlin, Georg Stilke 1911. . Lewi Ben Gerson als Mathematiker. Ein Beitrag zur Geschichte der Mathematik bei den Juden von Or. pbil. nat. Josef Karlebach, Oberlehrer an der Margaretenschule in Berlin. Berlin 1910. Louis Lamm. Preis 5 Mark, geb. 6 Mark. Die antisemitische Bewegung, ihre Entstehung und ihre Ueberwindung, vom Standpunkte liberaler Weltanschauung staatsphilo- sophisch beleuchtet. Vortrag, gehalten im „Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zu Berlin, Gruppe SW" am 23. Jänuar 1911 von Hermann Schüler. Berlin, Richard Schnürpel 1911. Preis 60 Pfennig. Festschrift zum 40jährigen Amtsjubiläum des Herrn Rabbiners- Dr. Salomon Carlebach in Lübeck, 16. Juli 1910, gewidmet von Freunden und Verwandten, herausgegeben von Moritz Stern, Berlin 1910. Verlag Hausfreund. Preis 20 Mark. Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte'des 14. Jahrhunderts von Dr. Isert Rösel, Berlin. Louis Lamm 1910. Preis 3.50 Mark. geb. 4.50 Mark. A N6gy fm. Elbesz616s a Serdültebb Zsid6 ifjusag szamara. Az izraelita mägyar irodalmi tarsulat ältal jutalmärott palymü. irta Möszärös Zsigmond Tanito. Eloszoval agai adolflol. Budapest 1910. Evkönyv. Kiadja az izraelita magyar irodalmi tarsulat. Szerkeszti Banoczi Jossef. 19il. Budapest 1911. Zur Ehre des Judentums. Gesammelte Schriften von Gustav Levinstein, Berlin 1911. Verlag des „Zentral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens". Preis 1.50 Mark. Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament mit Einschaltung und Analyse aller schwer erkennbaren Formen, Deutung der Eigennamen sowie der massoretischen Randbemerkungen und einem deutsch-hebräischen Wortregister von Dr. phil. und theol., Eduard Königs ordentlicher Professor und Geheimer Konsistorialrat in Bonn- Leipzig, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, Theodor Weicher, 1910. Das'jüdische Bekenntnis als Hinderungsgrund bei der Beförderung zum preußischen Reserveoffizier. Im Aufträge des Verbandes der Deutschen Juden dargestellt von seinem Generalsekretärs Dr. Max I. Loewenthal. Berlin 1911. Druck von H. S. Hermann. Jahwe siegt. Eine Erzählung aus der Zeit der Omr^den von Fritz Kempff. Spandau 1910. Hopssche Verlagsbuchdruckerei, Gebr. Jenne, G. m. b. H. Die Stellung des Rabbiners in denl Entwurf eines Gesetzes betreffend die, Verfassung der jüdischen Religions-Gemeinschaft in Preußen. Referat, gehalten auf der rheinischen Rabbinerkonferenz zu Köln am 31. Juli 1910 von Dr. B. Jakob, Rabbiner der Synagogengemeinde .Dortmund. Laut Beschluß der Konferenz dem Druck übergeben. M. Leß,mann,. Ham bürg. , - Jahrbuch.sür ^jüdische Geschichte.und Literatur^ '1911/"Herausgegeben vom Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland. Vierzehnter Band. Berlin 1911. M. Poppelauer. Theodor Fontanes Briefwechsel mit Wilhelm Wolfsohn. Georg Bondi. Berlin. Herausgegeben von Wilhelm Wolters. Mit neun Bildern und einem Faksimile. 3 Mark, gebunden 4 Mark. Sprechsaal. / s IstjehrÄedkettnenswert, daß die jüdische Gemeinde in Berlin einige fvilchti^Neuerungen auf dem Gebiete des Kultus auszuführen gedenkt. ,r‘ Die wichtigste Reforai dürfte Wohl die Verkürzung des Gottesdienstes sein. Der Gottesdienst soll an den Sabbaten mit der Vorlesung aus der Thora beginnen. Ist denn diese Neuerung wirklich eine Reform zu nennen? Ich möchte daran erinnern, daß nicht nur Gemeinden in Oesterreich, sondern auch Gemeinten in Deutschland, wie z. B. Natibor, schon lange diesen Brauch eingeführt haben. Ja, selbst das ganz auf konservativer Grundlage errichtete jüdisch-theologische Seminar in Breslau beginnt, den Gottesdienst am Sabbat-Morgen in der Seminarsynagoge mit dem Ausheben der Thora. _ ’ ' Man will sich nun dahin einigen, einen Frühgottesdienst (Haschkama) unt> einen sogenannten Hauptgottesdienst zu veranstalten. Ich bin der Ansicht, es wäre bester, den Schacharit- Gottesdienst überhaupt der Privatandacht zu überlassen und lediglich den Hauptgottesdienst als den eigentlichen Gottesdienst weiter auszugestalten. Eine andere, meiner Ansicht nach äußerst wichtige Neuerung ist die deutsche Uebersetzung aus-der Thora nach der hebräischen Rezitation. Daß dies ebenfalls'keine, eigentliche Reform ist, wissen alle theologisch Gebildeten, bestand doch dieser Brauch in der Zeit nach dem babylonischen Exil, das Targum (die Üebersetzung) mach dem Vorlesen der Thora lesen zu lassen. Ueber eins aber bin ich sehr, erstaunt. Es wurde in der Erörterung über dieses. Thema, gesagt, man solle viele Stellen nicht übersetzen, weil vielleicht die Damen daran Anstoß nehmen könnten. Da möchte ich mir nun folgenden Einwand erlauben: In der heutigen Zeit, wo man sexuelle Aufklärung schon in der Schule , verlangt, wö Mädchen und Frauen, ohne. Zagen in Versammlungen, wiez.B. „Deutsche GesellschaftzurBekämpfung der Geschlechtskrankheiten"-gehen, wo in Berlin öffentlich über Themata wie „Mutterschutz" gesprochen wird, da sollen die wichtigen ethischen Vorschriften über Keuschheit nicht in deutscher Sprache vorgetragen werden dürfen, weil vielleicht , eine Dame daran Anstoß nehmen könnte? Ich glaube, daß man gerade in der heutigen Zeit, wo man auch ln jüdischen Kreisen leider schon oft von Ehebruch hört, diese ungemein wichtigen Vorschriften des Pentateuch den Laien verständlich machen muß. . Jü glaube, daß gerade mit der Verdeutschung des Pentateuch sehr viel zur Popularisierung des Judentums.beigetragen werden wird, und so möchte ich noch hinzufügen, daß dieser Brauch auch auf die orgellosen Synagogen ausgedehnt werde. Denn ich glaube, daß es auch in diesen Synagogen sehr viele geben wird, die den hebräisehen Text nicht verstehen.. Oels, den 26. Februar 1911. Dr. Tiktin. Oerichtiguns. Zu Seite 126, Spalte 1, Zeile 31 ff.: „Vom ersten zum zweiten Tempel" ist Obertitel des Buches von G. Wolf: „Geschichte der israelitischen Kultusgemeinde in Wien". 1820 bis 1860. Wien 1861. D. Simonsen. - Druck und Verlag von Rudolf Mosfe in Berlin. Verantwortlich für. die Redaktion: Max'Bauchwitz in Berlin..