Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 11 (17.3.1911)
- Date
- 1911-03-17
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Henry Jones-Loge herzliche Worte des Abschieds und Herr Dr. B. Levy im Namen des Kinderhospizes in Duhnen. Äer imposante Leichettkondukt bewegte sich sodann nach dem Friedhof. In der Friedhofskapelle widmete der Präsident der Henry Jones-Loge, Herr Tr. S. Frank, dem treuen langjährigen Logenbruder einen herzlichen Nachruf. Zur Bestattung hatte sich auch noch eine Deputation der Loge des U. O. B. B. in Bremen, deren Gründer der Verewigte war, hier eingefunden. ----- Steinhorst, 13. März. In diesem Jahre wird der Gutshof unserer Anstalt, in welcher bekanntlich junge Israeliten zur Landwirtschaft ausgebildet werden, ganz neu aufgebaut. Unter anderem wird ein Viehstall errichtet, der auf etwa 100 Haupt Rindvieh berechnet ist — ein Stand, mit dem wir rechnen müssen, wenn unsere im Fortschritt begriffene Moorknltur zu Ende geführt sein wird. Gleichzeitig wird auch das Gut mit modernen maschinellen Einrichtungen versehen. Die Möglichkeit hierzu wurde durch tatkräftige Hilfe der Jewisb Kolonisation Association in Paris gegeben. Die Entwürfe zu den Wirtschaftsbauten stammen von der Baustelle der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlin. Bezüglich des neuen Lehrlingsheims sind auch andere Architekten zur Konkurrenz herangezogen worden. — Das Interesse an unserem Unternehmen wächst ständig. Nachdem die Ausnahmen zu diesem Frühjahr bereits abgeschlossen sind, empfiehlt es sich für solche Eltern, die ihre Söhne zum Herbst nach Steinhorst schicken wollen, nach Möglichkeit bereits jetzt änzumelden. Sind die neuen Gebäude fertig, so können im Herbst noch etwa acht Lehrlinge Ausnahme finden. Diesbezügliche Gesuche nimmt die A. und F. Simonsche Stiftung, Hannover, Hansahaus, Aegidientorplatz. entgegen. Gefterreich-Angsrn. K. Wien, den 10. März. Dienstag den 7. Adar hat Herr Rabbiner Dr. Adolf Schmiedl, der jüngst anläßlich seines 90. Geburtstages so viele Beweise der Liebe und Wertschätzung erhielt, nach einem Trauergottesdienste'für die verstorbenen Mitglieder des Vereins für fromme und wohltätige Werke sein Amt niedergelegt und sich von der Gemeinde verabschiedet. Es gelangen somit bei der 8! d ¥ »Ich Mt- «irmal» gedacht, daß Malzkaffee so ausgezeichnet und arymattfch schmecken kann", sagte erst neulich wieder eine Hausfrau, als sie zum erstenmal Kathreiners Malzkaffee in richtiger Zubereitung trank. — Dabei ist es so einfach! Man braucht Kathreiners Malzkaffee nämlich nur nach einer der Vorschriften zu kochen, die auf jedem Paket stehen. Aber verlangen Sie das echte Paket! De/r.ßjifoati 'macte!: 8 8 8 W W Wiener Kultusgemeinde zwei Rabbinätsposten zur Besetzung, der de? Herrn Dr. Schmie dl und des vor' einigen Monaten verstorbenen Herrn Dr. David. — Bei der im/Sitzungssaale des Spitals der israelitischen Kultusgemeinde veranstalteten-/Trauerkundgebung für - Baron Albert v. Rothschild verlas Präsident Tr Stern eine Urkunde des Freiherrn Solomon v. Rothschild, des . Stifters des Spitals, welche allgemeine Verbreitung verdient. Diese Urkunde, die aus dem Jahre 1843 stammt, hat folgenden Wortlaut: „Die Liebe und Treue, mit der ich der israelitischen Gesamtheit angehöre und der mit Gottes Beistand meine sämtliche Familie bis zum spätesten Glieds mit gleichem, fromm-religiösem Gefühle immer angehören wird, veranlaßt mich, dieses Spital für arme israelitische Glaubensgenossen zu gründen. Bruderliebe und freundliche Wohltätigkeit sind das Erbe unserer Väter, und dies ist der reine Widerhall aus dem Herzen eines Sohnes, dem es so wie seiner sämtlichen Familie stets die heiligste Pflicht sein wird, die reinen und frommen Lehren unseres in Gott ruhenden Vaters (wir greifen weit über hundert Jahre zurück) dadurch zu erfüllen, daß, soviel in unseren Kräften steht, wir nie verabsäumen werden, der gesamten leidenden Menschheit brüderlich, den hilfesuchenden Glaubensgenossen väterlich, unter welcher Zone ihn '»auch die Geißel, des Drangsals treffen mag, mit Rat und Tat beizustehen." Goldene Worte, die es verdienen, von allen Glaubensbrüdern, die mit Reichtümern gesegnet sind, beherzigt zu werden. Von M und jfern. — Die Generalversammlung des Hilfsvereins der Deutschen Juden findet am Sonntag den 19. März vormittags ll'^Uhr in Berlin Hotel „PrinzAlbrecht", Prinz-Albrecht-Straße 9. statt. Die Tagesordnung derselben lautet: 1. Vorlegung des Geschäftsberichts; 2. Entlastung der Verwaltung; 3. Wahlen. Der General- Versammlung geht eine Sitzung des Zentralkomitees des Hilfsvereins der Deutschen Juden voran. — Im Lause des Monats Januar sind bei dem Vorstande des Krankenhauses der Berliner jüdischen Gemeinde 76 Unterstützungsgesuche eingegangen, von welchen 63 Gesuche durch Bewilligung Gßlß$enheitskäufeundUerkaufe in gefassten, u. ungefassten Juwelen, Perlen und Perlketten. Farbige Edel-, u. Halbedelsteine. Brillanten. \o*e c^' Perlen Ergänzungen von Perlschniiren, Juwelen-Arbeiten in feinster Ausführung billigst. Alle Logenabzeichen stets vorrätig am Lager. Berlin SW. 68, Scbützenstr. 54/55 nahe Jerusalemer Strasse. — Tel. I, 2655» Freist/ alkoholfrei! I Erhältlich in allen besseren Bierhandlungen. Vereinigte Grätzer Bierbrauereien A.-G., Grätz (Prov. Posen) ———— Filiale: Berlin 0.27, Andreasstrasse 21 ————> WIESBADEN. Hotel-Restaurant „Krönprinz“ 1. 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