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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-03-17 · Heft 11 (17.3.1911) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 11 (17.3.1911)
Date
1911-03-17
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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5 von 960 Liter Milch, Bädern, Brillen, Plattfußstiefeln, Korsetten, orthopädischen Apparaten, Medikamenten, Aufnahme in Heim- und Heilstätten sowie durch Bewilligung von 770 Mark zur Pflege und Vornahme von Kuren erledigt werden konnten. 13 Gesuche mußten abgewiesen werden. — Dem Syndikus der Handelskammer zu Berlin Dr. D. Feitelberg ist der Rote Ädlerorden verliehen worden. — Vor kurzem beging die jüngste der großen israelitischen Wohlfahrtseinrichtungen in Breslau, die „Dritte Brüder-Gesellschaft". das Fest ihres 100jährigen Bestehens, zu dem sich ungefähr 250 Personen eingesunden hatten. Die Vereinigung zählt etwa 200 Mitglieder und hat ein Vermögen von 60000 Mark. Aus Anlaß des Jubiläums ist eine neue Stiftung von 10OO0 Mark kreiert worden, die dazu bestimmt ist, armen jungen Israeliten zur Erlernung eines Handwerks zu dienen. — Aus Anlaß seines 80. Geburtstages hat Herr Julius Kronheimer in Hamburg in Gemeinschaft mit seinem Bruder Joseph Kronheimer in Melbourne eine Stiftung von 300 000 Mark für wohltätige Zwecke gemacht. — Der Geheime Kommerzienrat Ignatz Bing in Nürnberg wurde vom Rat der Stadt Grünheim zum Ehrenbürger ernannt. Herr Bing hat sich um die industrielle Entwicklung dieser Stadt hervorragend verdient gemacht. — Aus Prag wird geschrieben: Der Nestor der Prager deutschen Aerzte Herr Dr. Rafael Kuh beging am 3. d. M. seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, ein Bruder des verstorbenen Publizisten David Kuh, bekleidet seit vielen Jahren in uneigennütziger Weise die Stelle eines Hausarztes an der Josephstädter Kleinkinderbewahranstalt. —* Professor Dr. Ludwig Spiegel der Prager k. k. deutschen Universität wurde zum Ordinarius für österreichisches Verwaltungsrecht ernannt. — Wie uns aus Wien gemeldet wird, schweben zwischen der israelitischen KultuSgemeinde und dem Magistrat interessante Verhandlungen, welche mit dem Neubau eines jüdischen Tempels und mit der Regulierung der Seitenstettengasse in Zusammenhang stehen. Bekanntlich ging die Absicht der Kultusgemeinde zuerst dahin, einen neuen jüdischen Tempel auf dem Areal des heutigen Administrationsgebäudes in der Seitenstettengasse aufzuführen. Diese Absicht scheiterte jedoch an mancherlei Hindernissen. — Dr. Jsak Alkalai wurde-zum ersten Rabbiner in Belgrad erwählt und.in Anwesenheit vieler Gemeinderäte und des ehemaligen Justizministers Trifkovits in sein Amt eingeführt. — In London ist Herr Marcus Grlchsktltchr Aotl?m. — Bei der DeutschenMilitärdienst- und Lebensversicherungs-Anstalt a. G. in Hannover waren im Monat Februar 1911 in den beiden von der'Anstalt betriebenen Geschäftszweigen, der Militärdienst-Versicherung und Lebens-Versicherung (auch Töchterversorgung), zu erledigen: 969 Anträge über 2 785 420.— Mark Versicherungs-Kapital, das sind rund 275000 Mark mehr als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende Februar 1911 gingen ein 454 097 Anträge über 693 867.085.— Mark Versicherungs- Kapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme, Prämienrückgewähr usw. im Jahre 1910 betragen zirka 13000000 Mark; die Gesamtauszahlungen seit Bestehen der Anstalt ergeben rund auf 130000000.— Mark. Der Hypothekenbestand erhöhte sich im Jahre 1910 um 2 301 403.— Mark und betrug am Jahresschluß 126584468.— Mark. ist das z. Zt. beliebteste überall bevorzugte selbsttätige Waschmittel von unerreichter Wasch- und Bleichkrait. Garantiert unschädlich, billigst im Gebrauch 1 HENKEL & Co., DÜSSELDORF, HMeinige Fabrikanten auch der weltberühmten Henkels Bleich-Soda Leipziger LebensversiGhernngs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit (Alte Leipziger) vormals Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig, errichtet 1830. OerfuStrungsbcftanü rund m Millionen niarts vermögen rund zso Millionen Mark NeuabWWe isior 75 Millionen Mark Heues, vorteilhaftestes Prämien, und Moiüendenfpftcm Unanftchtbarkett - Unverfallbarkeit lUeUpolice Der epidemische Charakter, welchen die Influenza gegenwärtig in ganz Deutschland annimmt, hat die Aufmerksamkeit der Aerztewelt in ganz besonderem Maße auf die reichliche Verordnung des Salzvrünner Oberbrrttinens gelenkt, der sich seit vielen Jahrzehnten gerade bei der Influenza und gegen deren Folge-Erscheinungen ganz außerordentlich bewährt. Wer den tückischen Charakter dieser Krankheit kennt, und namentlich berücksichtigt, wie viele chronische Leiden aus ihr entstehen, wenn sich Rekonvaleszenten nicht genügend halten, wird gern den Anordnungen seines Arztes auch bezüglich ausgiebiger Anwendung von Salzbrunner Oberbrunnen nach überstandener Influenza Folge leisten. Hohenhonnef am Rhein \ latorium für Lungenkranke Prächtige Lage im Siebengebirge. Mildes Klima. 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